Automatisierung Autodesk: Neue KI-Funktionen für Fusion, Inventor und Vault 

Quelle: Autodesk 3 min Lesedauer

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Auf der Autodesk University kündigt Autodesk neue Funktionen für Fusion, Inventor und Vault an. Sie sollen repetitive Aufgaben reduzieren und Konstruktion und Fertigung effizienter verbinden. Inventor wird zudem zum ersten Fusion Connected Client.

O’Neal Europe zeigt, wie es geht: Für einen Motcross-Helm setzt das Team Autodesk Fusion als zentrale, cloudbasierte Entwicklungsplattform ein, um die Kollaboration zwischen Projektbeteiligten an verschiedenen Standorten zu erleichtern und so die Entwicklungszeit zu verkürzen.(Bild:  Autodesk)
O’Neal Europe zeigt, wie es geht: Für einen Motcross-Helm setzt das Team Autodesk Fusion als zentrale, cloudbasierte Entwicklungsplattform ein, um die Kollaboration zwischen Projektbeteiligten an verschiedenen Standorten zu erleichtern und so die Entwicklungszeit zu verkürzen.
(Bild: Autodesk)

Künstliche Intelligenz entwickelt sich in Design und Fertigung zunehmend zu einem robusten Werkzeug für reale Prozesse im Engineering. Auf der Autodesk University 2026 stellt Autodesk neue KI-gestützte Funktionen in Fusion, Inventor und Vault vor, die repetitive Aufgaben automatisieren, vorhandene Produktdaten besser nutzbar machen und Teams beim Übergang von Design in die Fertigung mit einer durchgängigen Datenumgebung unterstützen sollen.Für die physische Welt reicht dabei ein allgemeines Sprachverständnis nicht aus. KI muss Geometrie verstehen, die Intention eines Ingenieurs deuten können, sowie Produktdaten, Fertigungsprozesse, Betriebsumgebungen und Lifecycle-Anforderungen berücksichtigen. Bei einem Bauteil, einer Maschine, einem CNC-Programm oder einer Simulation ist ‚wahrscheinlich richtig‘ nicht gut genug. Autodesk setzt deshalb auf ‚Project Intelligence‘: verbundenen Projektkontext, spezialisierte Engineering-Daten und Fachwissen, damit KI konkrete Arbeitsschritte besser unterstützen kann, und dabei stets transparent überprüfbar bleibt. Unternehmen wie O'Neal setzen bereits heute KI ein, um in Fusion ihre Arbeitsabläufe zu beschleunigen.

Fusion: von Design-Automatisierung bis Fertigung

In Fusion führt Autodesk mehrere neue Funktionen ein, die wiederkehrende Arbeit entlang desProduktentstehungsprozesses automatisieren sollen:

  • AutoTimeline konvertiert importierte Geometrie in editierbare parametrische Bauteile und erleichtert damit die Weiterverwendung bestehender Designs.
  • AutoAssemble bringt Bauteile intelligent zu Baugruppen zusammen und versteht die kinematischen Zusammenhänge des Gesamtsystems eigenständig.
  • System Modeler erweitert die Automatisierungsschritte in Richtung Fertigung. Teams können das Set-up von Maschinen, das Erzeugen von Werkzeugpfaden und Arbeitsabläufe zur Produktionsvorbereitung als wiederverwendbare Automatisierungen abbilden, anstatt dieselben Schritte für jeden Auftrag neuaufzusetzen.

Parallel entwickelt Autodesk eine agentische PLM-Erfahrung, die Produktdaten und Anforderungen verbindet, bestehende Arbeitsschritte auffindbar und wiederverwendbar macht, Arbeit zwischen Teams koordiniert und Produktinformationen aktuell hält. Zusammen sollen diese Funktionen einen durchgängigen Datenfluss ermöglichen, der die Transparenz erhöht und Nacharbeiten reduziert.

Inventor und Vault: KI in den Werkzeugen, die Ingenieurteams heute nutzen

Der KI-Assistent von Autodesk soll Aufgaben über Produkte, Projekte und Fachdisziplinen hinweg koordinieren können und Architekten und Ingenieuren mehr Zeit für fachliche Entscheidungen geben.(Bild:  Autodesk)
Der KI-Assistent von Autodesk soll Aufgaben über Produkte, Projekte und Fachdisziplinen hinweg koordinieren können und Architekten und Ingenieuren mehr Zeit für fachliche Entscheidungen geben.
(Bild: Autodesk)

Autodesk Assistant, der integrierte KI-Assistent für Autodesk-Produkte, wird auch in Inventor und Vault für konkrete Engineering-Aufgaben eingesetzt. In Inventor nutzt Assistant nun die leistungsstarken APIs und die iLogic-Grundlagen, um Modelle zu analysieren, Parameter und Komponenten zu ändern, Modellzustände zu erstellen und sich wiederholende Aufgaben zu automatisieren. In Vault ermöglicht Assistant die Suche mithilfe natürlicher Sprache (Natural Language Search) über bestehende Datensätze, schlägt relevante vorhandene Komponenten vor und hilft Teams, auf bestehende Arbeit aufzubauen. Neu ist außerdem die engere Verbindung von Desktop- und Cloud-Workflows: Inventor wird zum ersten Fusion Connected Client. Dadurch sollen Engineering-Workflows in Inventor einfacher mit cloudbasierten Daten und Prozessen in Fusion verbunden werden.

Vom einzelnen Tool zur KI-gestützten Automatisierung

Die strategische Richtung geht damit über einzelne KI-Funktionen hinaus. Autodesk investiert in eine offene, erweiterbare Plattform, auf der Hersteller eigene Automatisierungen aufbauen und Fusion mit bestehenden Systemen und intelligenten Lösungen verbinden können. Entscheidend ist, die Intention des Ingenieurteams und den (Daten-)Kontext von Design über Engineering bis zur Fertigung zu erhalten, damit Teams vorhandene Arbeitsstände wiederverwenden und Auswirkungen auf das finale Produkt früher verstehen können. Die Richtung zeigt sich bereits in aktuellen Kundenentscheidungen: Laut dem jüngsten „State of Design & Make Report“ von Autodesk wird KI-Automatisierung zunehmend zu einem Umsetzungsthema. So geben 34 Prozent der befragten Unternehmen in der globalen Studie an, dass sie bereits „KI-gestützte Automatisierung implementieren“. 70 Prozent der befragten Unternehmen glauben, dass KI „alltägliche oder sich wiederholende Aufgaben reduzieren“ wird.

O’Neal Europe zeigt, wie eine zentrale Datenumgebung aussehen kann

O’NEAL nutzt Fusion über Visualisierung, Design, Engineering und globale Fertigung hinweg für einen intelligenten Motocross-Helm, der die Sicherheit von Bikern unterstützen und im Ernstfall eine schnellere Notfallreaktion ermöglichen soll. Weil mehrere Unternehmen an der Entwicklung beteiligt sind, dient Fusion als zentrale Umgebung für Daten und F&E-Arbeit. Laut Thomas Adam Saier, Head of Design bei O’Neal Europe, konnte das Team einen Entwicklungsprozess, der typischerweise bis zu 24 Monate dauern kann, in sechs Monaten umsetzen:

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Fusion hat uns sehr geholfen, da wir mit drei verschiedenen Arten von Unternehmen zusammen gearbeitet haben und daher eine zentrale Plattform benötigten, auf der alle Daten und die gesamte Forschungs- und Entwicklungsarbeit gespeichert und verwaltet werden. Fusion hat uns dabei geholfen, Kosten zu sparen, denn ein durchschnittlicher Entwicklungsprozess für eine solche Implementierung dauert bis zu 24 Monate. Wir haben es in sechs Monaten geschafft.

Thomas Adam Saier

Das Beispiel zeigt: Der größere Hebel entsteht, wenn KI-Automatisierung mit verbundenen Produktdaten und Workflows entlang des gesamten Entwicklungsprozesses hinweg zusammenspielt.