3D-Konstruktion Tebis 4.1 Release 12 erweitert CAD/CAM-Funktionalitäten

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Release 12 der CAD/CAM-Software Tebis 4.1 erweitert Funktionen in der Systemintegration, CAM-Bearbeitung und automatisierten Arbeitsplanung. Ziel ist eine höhere Leistungsfähigkeit und Sicherheit.

Direkter CAD-Datenaustausch mit Catia 3DExprience: Bauteildaten lassen sich über das 3DXML-Format nahtlos in bestehende Tebis-Prozesse integrieren und ohne Medienbrüche weiterverarbeiten.(Bild:  Tebis)
Direkter CAD-Datenaustausch mit Catia 3DExprience: Bauteildaten lassen sich über das 3DXML-Format nahtlos in bestehende Tebis-Prozesse integrieren und ohne Medienbrüche weiterverarbeiten.
(Bild: Tebis)

Im Fokus der CAD/CAM-Software Tebis 4.1 Release 12 stehen eine verbesserte Anbindung an externe CAD-Systeme, erweiterte Bearbeitungsstrategien für eine höhere Prozesssicherheit sowie neue Automatisierungsfunktionen zur Reduzierung manueller Eingriffe in der NC-Programmierung und Fertigungsvorbereitung.

Integration: Erweiterte Datendurchgängigkeit mit Catia 3DExperience

Mit der neuen Schnittstelle für Catia 3DExperience ermöglicht der Hersteller den direkten Import von CAD-Daten aus der Plattform von Dassault Systèmes über das 3DXML-Format. Die Integration orientiert sich funktional an der etablierten Catia-V5-Schnittstelle und erlaubt eine nahtlose Weiterverarbeitung in bestehenden Prozessen des Anbieters. Dadurch können Anwender CAD-Daten aus modernen Systemlandschaften strukturiert und ohne Medienbrüche in ihre Fertigungsabläufe einbinden.

3D-Konstruktion und SmartOps: Erweiterungen für durchgängige Prozesse

Auch die 3D-Konstruktion und die SmartOps-Technologie wurden mit dem neuen Release weiterentwickelt. Modellinformationen stehen dynamisch zur Verfügung, Analysefunktionen lassen sich kontextbezogen konfigurieren und Geometrien können automatisiert eingefärbt werden. Insgesamt wird damit eine konsistente Datenbasis für die nachgelagerte CAM-Programmierung weiter gestärkt. Konstruktions- und Fertigungsprozesse werden enger miteinander verzahnt und automatisierte Abläufe über den gesamten Prozess hinweg unterstützt.

CAM-Bearbeitung: Erweiterungen für höhere Prozesssicherheit und konsistente Ergebnisse

In der 2,5D- und 3D-Bearbeitung wurden Funktionen gezielt weiterentwickelt, um Bearbeitungsqualität und Prozesssicherheit zu erhöhen.

2,5D-Bearbeitung und Feature-Bearbeitung

Hinterschnitte an Schnittkanten in der 2,5D-Bearbeitung gezielt und durchgängig bearbeiten.(Bild:  Tebis)
Hinterschnitte an Schnittkanten in der 2,5D-Bearbeitung gezielt und durchgängig bearbeiten.
(Bild: Tebis)

In der 2,5D-Bearbeitung lassen sich Rücksetzungen an Schnittkanten gezielt steuern und mit speziellen Werkzeugen wie Scheibenfräsern (Lollipop) sicher bearbeiten. Die Strategien sind darauf ausgelegt, Material effizient zu entfernen und gleichzeitig stabile Bearbeitungsergebnisse zu erzielen.

Der Werkzeugträger wird jetzt auch in der Feature-Bearbeitung zusätzlich gegen definierte Stoppflächen geprüft. Potenzielle Kollisionen werden so frühzeitig erkannt, sodass eine durchgängig sichere Bearbeitung möglich ist.

3D-Fräsen

Im 3D‑Fräsen wurden zentrale Funktionen zur Steuerung der Bearbeitung weiterentwickelt. Die direkte Definition der Anstellungsachse im NCJob sowie eine vereinheitlichte Projektionslogik sorgen für eine deutlich konsistentere Bearbeitung und führen zu einer nochmals verbesserten Oberflächenqualität.

Bohren

Beim Gewindebohren ermöglicht die neue Strategie „Entspanen“ eine deutlich stabilere Bearbeitung tiefer Gewinde. Das Werkzeug zieht sich nach jedem Bearbeitungshub gezielt aus der Bohrung zurück, Späne werden zuverlässig abgeführt und das Werkzeug wird bei Bedarf erneut geschmiert. Dadurch steigen Prozesssicherheit und Werkzeugstandzeit spürbar.

Automatisierung: effizientere NC-Programmierung und Arbeitsplanung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Automatisierung von Abläufen in der CAM-Programmierung und Arbeitsvorbereitung. NCJobs können automatisiert und regelbasiert umsortiert werden. Programmierer legen die Bearbeitungen weiterhin flexibel an, an der Maschine werden sie jedoch in einer für den Ablauf optimierten Reihenfolge ausgeführt – mit weniger Werkzeugwechseln und kürzeren Bearbeitungszeiten.

Darüber hinaus wurde das automatische Nesting von Spanten und Grundplatten erweitert. Beim Laserschneiden und Beschnittfräsen lassen sich Bauteile effizienter anordnen. Das reduziert Verschnitt und verkürzt die Durchlaufzeiten.

„Die Anforderungen in der Fertigung steigen vor allem dort, wo unterschiedliche Systeme und Prozesse zusammenkommen“, fasst Torsten Fiedler, Teamleiter Produktmanagement bei Tebis, zusammen. „Mit Release 12 haben wir Funktionen gezielt in diesen Bereichen weiterentwickelt – von der Datenintegration über die Bearbeitung bis zur automatisierten Arbeitsplanung. Ziel ist es, Anwender zu entlasten und gleichzeitig die Stabilität der Prozesse weiter zu erhöhen.“

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