Kabelkonfektion Präzision beginnt bei der Verbindungstechnik

Von Vivian Bullinger 4 min Lesedauer

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Ulmer Werkzeugschleiftechnik entwickelt und produziert hochpräzise Werkzeugschleifmaschinen für Anwendungen von der Automobilindustrie bis zur Medizintechnik. Um sich stärker auf Konstruktion, Montage und Service konzentrieren zu können, setzt das Unternehmen auf Lapp als Partner. 

Für eine hohe Prozessstabilität setzt Ulmer auf individuell konfektionierte Servo- und Anschlussleitungen von Lapp Harnessing Solutions.(Bild:  Lapp)
Für eine hohe Prozessstabilität setzt Ulmer auf individuell konfektionierte Servo- und Anschlussleitungen von Lapp Harnessing Solutions.
(Bild: Lapp)

Seit jeher verbindet Ulmer seine Maschinenentwicklung mit dem Anspruch, Lösungen zu schaffen, die sich flexibel auf unterschiedliche Kundenanforderungen anpassen lassen. Dazu zählt heute auch ein hoher Automatisierungsgrad, um Produktivität und Effizienz zu steigern. Die neueste Maschinengeneration WZS 8 Reinecker von Ulmer folgt genau diesem Ansatz.  Um sich bei der Entwicklung und Fertigung von Maschinen wie der WZS 8 Reinecker auf die eigenen Kernkompetenzen fokussieren zu können, entschied sich Ulmer dafür, einzelne Arbeitsschritte gemeinsam mit einem erfahrenen Partner umzusetzen. Mit Lapp fand der Spezialist für Werkzeugschleifmaschinen einen ­zuverlässigen Experten für individuelle Kabelkonfektionen samt passenden Steckverbindern. Rafael da Costa Carneiro, Elektrokonstrukteur bei Ulmer, ist begeistert: „Dass Lapp uns bei diesem Teil unserer Arbeit fachkräftig unterstützt, hat für uns enorme Vorteile. Wir sparen viel Zeit, sind flexibler in der Montage, konnten Fehlerquellen weitgehend eliminieren und können im Servicefall schnell ein fertig konfektioniertes Kabel schicken.“

Mit Spezialisierung und Innovation am Markt 

Mit ihrem hohen Auto­matisierungs- und Flexibilitätsniveau erfüllt die WZS 8 Reinecker die Anforderungen moderner Produktionsumgebungen.(Bild:  Lapp)
Mit ihrem hohen Auto­matisierungs- und Flexibilitätsniveau erfüllt die WZS 8 Reinecker die Anforderungen moderner Produktionsumgebungen.
(Bild: Lapp)

Ulmer Werkzeugschleiftechnik mit Sitz in Ulm-Einsingen ist ein Traditionsunternehmen mit hoher Fertigungstiefe und einem hohen Qualitätsanspruch. Hervorgegangen aus dem renommierten Maschinenbauunternehmen J.E. Reinecker Maschinenbau AG fertigt bei Ulmer ein spezialisiertes Team Maschinen vornehmlich zur Herstellung rotationssymmetrischer Präzisionswerkzeuge. Auch kundenspezifische Anpassungen und Sonderlösungen gehören zum Portfolio. Seit Mitte 2025 ist die jüngste Entwicklung auf dem Markt: Die WZS 8 Reinecker wurde speziell für kleine Werkzeuge und Nachschärfprozesse entwickelt. Elektrokonstrukteur Da Costa Carneiro beschreibt die Hintergründe so: „Im Markt sind mehr denn je kleinere Werkzeuge gefragt, besonders in der Medizin- und Elektrotechnik. Außerdem gewinnt das Nachschärfen an Bedeutung, denn der Preis für Hartmetall ist hoch. Dieser Entwicklung tragen wir mit der WZS 8 Reinecker Rechnung.“  

Gemeinsam optimierte Prozesse und Standards 

In enger Zusammenarbeit reduzierten Ulmer und Lapp die Variantenvielfalt der Servokonfektionen und verbesserten Beschaffungs- und Produktionsprozesse.(Bild:  Lapp)
In enger Zusammenarbeit reduzierten Ulmer und Lapp die Variantenvielfalt der Servokonfektionen und verbesserten Beschaffungs- und Produktionsprozesse.
(Bild: Lapp)

Bei einer solchen Maschine hängen Prozessstabilität und Präzision auch davon ab, dass die Verbindungstechnik zuverlässig arbeitet. Für Ulmer bedeutet das vor allem: robuste Motor- und Geberleitungen, saubere Schirmung, stabile Steckverbinder und gleichbleibende Qualität – und das auch bei engen Platzverhältnissen im Maschineninneren. Gerade die gemeinsame Führung von Leistungs- und Geberleitungen macht die Maschine empfindlich gegenüber Störungen. „Eine unsauber ausgeführte Schirmung kann zu Fehlfunktionen, Störungen im Regelkreis und im schlimmsten Fall zu ungeplanten Stillständen führen. Das müssen wir bei unseren weltweit ausgelieferten Maschinen unbedingt vermeiden“, erklärt Da Costa Carneiro. Gemeinsam analysierten Ulmer und die Expertinnen und Experten von Lapp Harnessing Solutions die Herausforderungen, insbesondere bei Variantenvielfalt, Verfügbarkeit und Beschaffungsprozessen. Daraus entstanden optimierte Kabelkonzepte sowie angepasste Logistik- und Produktionsabläufe.

"Lapp kam genau zur richtigen Zeit auf uns zu und hat uns mit kompetenter Beratung und Verständnis für unsere spezifischen Anforderungen überzeugt. Wir beziehen schon lange unsere Leitungen von Lapp. Dass wir jetzt ganze Kabelsätze von Lapp einkaufen, ist für uns ein naheliegender Schritt, und einer von dem wir stark profitieren“, betont Manuel Arbeiter, Leiter Einkauf und Materialwirtschaft bei Ulmer.

Effizienzgewinne entlang der gesamten Wertschöpfungskette 

ie Zusammenarbeit wirkt sich vor allem auf die Fertigung aus. Statt Leitungen selbst zuzuschneiden, zu konfektionieren und zu montieren, greifen die Mitarbeitenden heute auf vormontierte Kabelsätze zurück. „Früher war ein Mitarbeiter pro Maschine oft einen ganzen Tag damit beschäftigt, Leitungen zuzuschneiden, Schirme abzusetzen, Adern zu crimpen und Stecker zu montieren. Heute holt sich der Monteur einfach einen kompletten Kabelsatz vom Regal und verbaut ihn. Das verkürzt die Durchlaufzeiten spürbar und macht den Produktionsplan verlässlicher“, so Da Costa Carneiro. Zusätzliche Sicherheit bietet die Prüfung jeder Kabelkonfektion in den Testzentren von Lapp. Da Schirmung, Übergangswiderstände und Steckverbinder bereits getestet sind, kann Ulmer die Leitungen direkt verbauen und potenzielle Fehlerquellen reduzieren. Auch im Service ergeben sich Vorteile. Die vorkonfektionierten Leitungen werden ­bevorratet und lassen sich bei Bedarf schnell austauschen. Dies reduziert die Stillstandszeiten. Positive Effekte zeigt die Zusammenarbeit zudem in der Logistik. Statt vieler Einzelkomponenten werden heute komplette Kabelkonfektionen mit einer Artikelnummer beschafft. Das verringert den Bestellaufwand, senkt die Lagerkomplexität und minimiert das Risiko fehlender Komponenten.

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Für uns ist entscheidend, dass ein Lieferant nicht nur zuverlässig liefert, sondern versteht, wie wir arbeiten.

Manuel Arbeiter

Enge Partnerschaft mit Zukunftsaussichten 

Zwischen Ulmer und Lapp hat sich eine enge Partnerschaft entwickelt. Manuel Arbeiter fasst es so zusammen: „Für uns ist entscheidend, dass ein Lieferant nicht nur zuverlässig liefert, sondern versteht, wie wir arbeiten. Bei Lapp stimmt die Qualität, die Zuverlässigkeit und die Betreuung. Wir haben kurze Wege, klare Ansprechpartner und das Gefühl, ­dass unsere Anforderungen verstanden und ernst genommen werden. Deshalb wollen wir die Zusammenarbeit auch fortführen und intensivieren.“ Auch bei Lapp gilt die Partnerschaft mit Ulmer als Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Kunde wird dabei von Joachim Hentschel, Account Manager bei Lapp für die Region Ulm, und Anna Schüller begleitet. Anna Schüller, Business Development Managerin im Geschäftsbereich Harnessing Solutions bei Lapp, betont: „Wir stehen eng im Austausch mit unseren Kunden und spüren sehr genau, was der Markt braucht. Bei Ulmer sehen wir einen Partner, der mit hoher Kompetenz, Pragmatismus und Innovationsfreude arbeitet. Solche Unternehmen motivieren uns besonders, weil man gemeinsam technisch wirklich etwas bewegen kann.“ Für die kommenden Jahre ist ein kontinuierlicher Ausbau der Kooperation geplant – mit mehr Effizienz, mehr Standardisierung und weiteren gemeinsamen Lösungen, die zu noch leistungsfähigeren Maschinen führen und den Kunden von Ulmer im täglichen Einsatz einen spürbaren Mehrwert bieten. 

Vivian Bullinger verantwortet den Bereich Press Communications Global & EMEA Marketing Communications bei Lapp.