Dassault Systèmes und Vertiv Gemeinsame Planung und Bereitstellung von KI-Fabriken

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Die Kooperation vereint die agentenbasierte 3DExperience-Plattform und virtuelle Zwillinge von Dassault mit dem Infrastrukturwissen von Vertiv zur Validierung von Nvidia DSX KI-Fabriken vor Baubeginn.

Die Zusammenarbeit erweitert den konfigurierbaren virtuellen Zwilling von Vertiv SmartRun auf umfassendere Lösungen für KI-Fabrik-Infrastrukturen, einschließlich Vertiv OneCore.(Bild:  Vertiv Holdings)
Die Zusammenarbeit erweitert den konfigurierbaren virtuellen Zwilling von Vertiv SmartRun auf umfassendere Lösungen für KI-Fabrik-Infrastrukturen, einschließlich Vertiv OneCore.
(Bild: Vertiv Holdings)

Dassault Systèmes und die Vertiv Holdings haben eine Kooperation bekanntgegeben, mit der Infrastrukturen für KI-Fabriken bereits vor Baubeginn konfiguriert, simuliert und validiert werden können. Durch die Verknüpfung der agentenbasierten 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes mit Vertivs Expertise im Bereich kritischer digitaler Infrastrukturen wollen beide Unternehmen die Komplexität vor Ort verringern und den Weg vom Entwurfsstart bis zur produktiven Nutzung von Rechenkapazitäten für Nvidia DSX KI-Fabriken beschleunigen.

Die Zusammenarbeit baut auf dem konfigurierbaren virtuellen Zwilling Vertiv SmartRun auf und weitet den modellbasierten Ansatz auf weitere Infrastrukturlösungen von Vertiv für KI-Fabriken aus, darunter Vertiv OneCore. Die 3DExperience-Plattform stellt dabei Funktionen für Systems Engineering, Simulation und virtuelle Zwillinge bereit, um vorgefertigte „SimReady“-Referenzdesigns von Vertiv für Stromversorgung und Kühlung zu konfigurieren und zu validieren. Diese basieren auf dem Referenzdesign der Nvidia Vera Rubin DSX AI Factory sowie dem Nvidia Omniverse DSX Blueprint.

KI-Fabriken sind hochgradig gekoppelte Systeme: Stromversorgung, Kühlung, Netzwerk, Steuerung und Rechenleistung müssen gemeinsam entwickelt werden, da Änderungen in einem Teilbereich erhebliche nachgelagerte Auswirkungen auf andere Bereiche haben können. Ingenieure müssen daher die Leistung eines vollständigen Infrastruktursystems verstehen und überprüfen können, bevor es physisch gebaut und in Betrieb genommen wird.

Vertiv OneCore ist eine hybrid gefertigte Rechenzentrumslösung, die kritische Stromversorgung, thermisches Management und begleitende Infrastruktur vereint. Das modellbasierte Systems Engineering, die Simulationen und die Funktionen virtueller Zwillinge der 3DExperience-Plattform können die Vertiv-Infrastruktur als integriertes digitales System abbilden. Dies schafft Rückverfolgbarkeit und macht die Auswirkungen von Designänderungen transparent.

Über die Plattform werden die SimReady-Assets von Vertiv für Stromversorgung und Kühlung zu konfigurierbaren Systemmodellen. Diese dienen als Ausgangspunkt für kundenspezifische KI-Fabrik-Konfigurationen auf Basis des Nvidia Vera Rubin DSX AI Factory-Referenzdesigns und des Omniverse DSX Blueprint. Statt eines starren Entwurfs ermöglicht der modellbasierte Ansatz den Ingenieuren, Konfigurationen zu evaluieren, Konstruktionsänderungen disziplinübergreifend zu übertragen, Validierungen auf System- und Multiphysik-Ebene vorzunehmen und technische Dokumente aus einer einheitlichen Umgebung heraus zu erzeugen.

Dieser Ansatz treibt das Engineering hin zu einer konfigurierbaren, kontinuierlich gemeinsam entwickelten und validierten KI-Fabrikinfrastruktur voran. Die ursprüngliche Designabsicht bleibt dabei von der ersten Konfiguration über den Bau und die Inbetriebnahme bis hin zu künftigen Technologie-Upgrades erhalten.

Ziel ist es, den Weg von den Anforderungen bis zur konfigurierten und validierten KI-Fabriklösung um das bis zu Zehnfache zu beschleunigen und den definierten Bereitstellungszeitraum der Infrastruktur um bis zu 50 Prozent zu verkürzen. Unter den Modellannahmen von Vertiv kann der kombinierte Ansatz Kapazitäten rund zehn Wochen früher bereitstellen als eine herkömmliche Vergleichsbasis. Dadurch lässt sich bei gleicher installierter Kapazität innerhalb von zwölf Monaten nach Projektstart ein um bis zu 30 Prozent höherer kumulierter Token-Output erzielen. Dieser Gewinn resultiert ausschließlich aus der früheren Betriebsbereitschaft der Anlage und stellt keine verbesserte Betriebseffizienz oder gemessene Kundenergebnisse dar.

„Im KI-Bereich werden sich diejenigen durchsetzen, die Rechenkapazität am schnellsten in produktive Kapazität umwandeln können“, sagte Scott Armul, Chief Product and Technology Officer bei Vertiv. „Das setzt voraus, dass die gesamte KI-Fabrik als einheitliches System funktioniert – über Rechenleistung, Stromversorgung, Kühlung und physische Infrastruktur hinweg. Indem wir Vertivs Expertise für vorgefertigte Infrastruktur mit den modellbasierten Fähigkeiten von Dassault Systèmes bündeln, können wir dieses System vor dem Bau konfigurieren und validieren, die Komplexität vor Ort reduzieren und Kunden dabei unterstützen, KI-Kapazitäten schneller in Betrieb zu nehmen.“

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KI-Fabriken sind hochkomplex

„KI-Fabriken zählen zu den komplexesten technischen Systemen der Gegenwart. Diese Komplexität erfordert eine ganzheitliche Systemsicht, die in einem virtuellen Zwilling modelliert, simuliert, orchestriert und optimiert wird, bevor die eigentliche Fabrik gebaut wird“, sagte Elisa Prisner, Executive Vice President, Strategy, Industry, Marketing and Transformation bei Dassault Systèmes. „Gemeinsam mit Vertiv überführen wir standardisiertes Infrastrukturwissen in konfigurierbare virtuelle Zwillinge für DSX KI-Fabriken. Unsere 3DExperience-Plattform erlaubt es Kunden, Konfigurationen zu analysieren, die Folgen von Designentscheidungen zu verstehen und die Leistung eines Gesamtsystems virtuell zu validieren, bevor physische Infrastruktur existiert.“

Auf der Nvidia GTC Berlin (20. bis 22. Oktober 2026) stellten die Unternehmen Elemente des Konzeptions- und Bereitstellungsansatzes vor. Dabei demonstrierten sie, wie Standortanforderungen in die Konfiguration der Infrastruktur einfließen, wie Teams Strom- und Kühlungsrestriktionen virtuell überprüfen können und wie Vertiv werksgefertigte Infrastrukturen nutzt, um den physischen Aufbau zu beschleunigen. Die Präsentation verknüpft das Referenzdesign der Vera Rubin DSX AI Factory und den Omniverse DSX Blueprint mit der 3DExperience-Plattform und den Fähigkeiten von Dassault Systèmes im modellbasierten Systems Engineering sowie den SimReady-Assets von Vertiv für Stromversorgung und Kühlung.