CPQ KI-Power für die Produktkonfiguration

Von André Kälin 4 min Lesedauer

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Perspectix öffnet seine Configure-Price-Quote-Lösung (CPQ) P´X Industry Solution für KI-gestützte Eingaben. Die Anwender erhalten mehr Komfort bei der Eingabe ihrer Anforderungen und maximale Sicherheit bei der Produktkonfiguration.

TGW Logistics konfiguriert seine hochautomatisierten Intralogistik-Systeme mit P´X Industry Solution von Perspectix.(Bild:  Perspectix AG)
TGW Logistics konfiguriert seine hochautomatisierten Intralogistik-Systeme mit P´X Industry Solution von Perspectix.
(Bild: Perspectix AG)

Der Maschinen- und Anlagenbau steht vor einem bedeutenden technologischen Umbruch. Laut einer VDMA-Studie hat der Einsatz von künstlicher Intelligenz den Status eines Experimentierfeldes längst verlassen: Bereits 43 Prozent der Unternehmen nutzen aktiv KI, 21 Prozent befinden sich in der Umsetzungsphase und 27 Prozent planen den Einstieg bis 2028. In absehbarer Zeit werden also 90 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer KI-Technologien in ihrem Betrieb implementiert haben. Wie bei jedem Einsatz einer neuen Technologie müssen produzierende Unternehmen Vorteile und Risiken abwägen und unterschiedlichen Wege prüfen, die zum gleichen Ziel führen. Dabei bieten sich drei Optionen an, die sich einzeln oder in Kombination wählen lassen:

  • Die führenden Anbieter von ERP-, CAD- und PDM-Software erweitern ihre Systeme um KI-Assistenten, die auf ihrer Datenbasis eingesetzt werden können.
  • KI-Agenten lösen im Rahmen einer definierten Datenbasis – einzeln oder in Ketten – spezifische Aufgaben, für die sie trainiert werden.
  • Unternehmensweite KI-Plattformen bieten eine gesicherte und optimierte Datenbasis für das gesamte KI-Geschehen im Unternehmen.

Künstliche Intelligenz in der Produktkonfiguration

P´X Industry Solution integriert Eingabedialoge in Natural Language Processing (NLP).(Bild:  Perspectix AG)
P´X Industry Solution integriert Eingabedialoge in Natural Language Processing (NLP).
(Bild: Perspectix AG)

Auch im Vertrieb von kundenindividuellen Maschinen und Anlagen ist der Einsatz von KI in CPQ-Systemen der „nächste große Schritt“, an dem die Branche arbeitet. Intelligente Empfehlungssysteme sollen ähnlich wie die großen E-Commerce-Plattformen erfolgreiche Konfigurationen hervorheben und einzelne Module vorschlagen. Die komplexe Preisgestaltung im Maschinenbau, oft ein Mix aus Listenpreisen, Rabattstaffeln und kundenspezifischen Verträgen, soll durch dynamische Preisoptimierung nach „Wahrscheinlichkeit des Abschlusses“ optimiert werden – wobei zugleich die Marge gesichert wird.

Einfachheit durch „Natural Language Processing“ (NLP)

Die größte Hürde bei der Konfiguration komplexer Anlagen ist oft die erforderliche Expertenkenntnis, um das System korrekt zu bedienen. Hier fungiert KI als intuitiver Türöffner. Dank NLP können Anwender ihre Anforderungen in natürlicher Sprache beschreiben – etwa: „Ich brauche eine Anlage für 500 Einheiten pro Stunde bei 40 Grad Raumtemperatur.“ Dabei geht es um Spracheingaben ebenso wie um Textverarbeitung. Die KI übersetzt diese Anforderungen in die technischen Parameter. Dies reduziert Einarbeitungszeiten, entlastet die Konstruktionsabteilungen von repetitiven Anfragen und erhöht die Trefferquote bei Angeboten.

Technologieoffener Ansatz für Eingabedialoge

Da Unternehmen verschiedene KI-Strategien verfolgen, setzt Perspectix auf Technologieoffenheit. Hersteller wählen ihre bevorzugte KI-Lösung nach den gewünschten Anforderungen an Schnittstellen, Sicherheit, Datenzugriff und Compliance aus. Perspectix unterstützt bei der Implementierung geeigneter Integrationsszenarien. Die KI liefert dann als Frontend einfache Eingabedialoge für P´X Industry Solution und übergibt die Anforderungen strukturiert an die CPQ-Lösung.

Sicherheit und Konsistenz durch bewährte Regellogik

Das Beste aus zwei Welten: Perspectix verbindet KI-basierte Eingabe und regelbasierte Konfiguration.(Bild:  Perspectix AG)
Das Beste aus zwei Welten: Perspectix verbindet KI-basierte Eingabe und regelbasierte Konfiguration.
(Bild: Perspectix AG)

Trotz der neuen KI-Freiheit bleibt das Herzstück der Konfiguration die bewährte, regelbasierte Logik von P´X Industry Solution. Sie wird von namhaften Herstellern in zahlreichen Branchen an über 15.000 Arbeitsplätzen eingesetzt, um modulare Produktsysteme in individuellen Ausprägungen zu verkaufen. Während der Konfiguration nach den Anforderungen der Kunden lassen sich die Komponenten aus 3D-Katalogen nach den Regeln der Produktlogik zu technisch und wirtschaftlich sinnvollen Lösungen zusammenführen. Dabei werden technische Berechnungen der verschiedensten Art integriert – vom Spannungsabfall nach Leitungslänge und -querschnitt bei Elektrosystemen bis zum notwendigen Kühlmitteldurchsatz bei Kältesystemen. Die regelbasierte Produktkonfiguration bietet Flexibilität für Kundenwünsche und Kostensicherheit dank mitlaufender Kalkulation.

Validierung und Fehlerprävention

Zugleich schließt die regelbasierte Produktkonfiguration Fehleingaben und Konfigurationsfehler nahezu vollständig aus. „Unmöglich herstellbare Konfigurationen“ können auch nicht erstellt werden. Die Verantwortung für die Anwendung der herstellereigenen Produktlogik, technische Berechnungen, Regelprüfungen, die Verwendung von Geometrien und sämtliche ausgegebenen Ergebnisse verbleibt wie bisher bei P`X Industry Solution. Da die KI lediglich als vorgeschalteter „Übersetzer“ dient, bleibt das Endergebnis der regelbasierten Produktkonfiguration nachvollziehbar, prüfbar und konsistent.

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Automatische Dokumentation

Auch die automatisierte Erstellung der Angebotsdokumentation erfolgt weiterhin auf der Basis der geprüften Logik. P´X Industry Solution erstellt sämtliche vom Kunden definierten Angebotsbeschreibungen, Dokumentationen mit 3D-Abbildungen, Aufstellpläne und Montageanleitungen im definierten Format, mit allen vorgegebenen Informationen. Dies verbindet höchste Geschwindigkeit und Effizienz mit höchster Sicherheit im Angebotsprozess.

Einfach und sichere Anwendung

: Der Ansatz von Perspectix verbindet das Beste aus zwei Welten: Die KI sorgt für einen leichten, intuitiven Zugang zur regelbasierten Produktkonfiguration. Anwender können Anforderungen in natürlicher Sprache formulieren, Rückfragen im Dialog klären und schneller zu einer strukturierten Konfiguration gelangen. So lässt sich der Schulungsaufwand reduzieren und die Angebotserstellung beschleunigen. Der Hersteller bleibt Herr über die geprüfte Produktlogik, die gemeinsam mit Perspectix implementiert wurde. Er behält die Verantwortung für sämtliche Produktdaten und Konfigurationsregeln. Die CPQ-Lösung sorgt als verlässliches Fundament dafür, dass am Ende nur technisch einwandfreie und wirtschaftlich erfolgreiche Lösungen das Werk verlassen.

André Kälin
CEO der Perspectix AG in Zürich

Bildquelle: Perspectix AG