Produktentwicklung Cadfem Conference zeigte Beispiele für Simulation und KI

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Vertreter aus Forschung und Industrie haben auf der Cadfem World Conference in Darmstadt unterstrichen, dass auf KI im Digital Engineering, etwa bei der Simulation, nicht mehr verzichtet werden kann.

Ingenieur-Nachwuchs: Das Racing-Team "Scuderia Mensa" der Hochschule Rhein-Main.(Bild:  Cadfem/Kristof Lemp)
Ingenieur-Nachwuchs: Das Racing-Team "Scuderia Mensa" der Hochschule Rhein-Main.
(Bild: Cadfem/Kristof Lemp)

Über die großen Sprachmodelle ist KI längst im Alltag angekommen. Derzeit verändert sie fundamental die Art und Weise, wie Produkte entwickelt werden. Die Verantwortung muss aber immer beim Menschen bleiben. „Durch KI werden sich die Aufgaben von vielen Ingenieuren in der Simulation erheblich verändern, weg von der reinen Software-Bedienung und hin zur Kontrolle spezialisierter KI-Agenten“, betonte unter anderem Christoph Müller, Geschäftsführer der Cadfem International. In seiner Keynote Simulation Beyond Classical Engineering zeigte er auf, wie KI im Bereich der Simulation bereits genutzt werde: Dies sei noch nicht so wie bei den bekannten großen Sprachmodellen, die auf jede Fragestellung eine Antwort haben.

Vielmehr ginge es um individuelle agentische Workflows, die sogar Teil der Unternehmensprozesse werden: Von der E-Mail-Anfrage über Konstruktion, Simulation und Optimierung von digitalen Produktmodellen bis hin zur Angebotserstellung. Und all das unter Berücksichtigung diverser Firmenrichtlinien und Einhaltung von Compliance-Themen wie CO2-Fußabdruck oder REACH-Verordnungen. Dabei verändere sich die Rolle von Ingenieuren: Ihre Verantwortung bleibe hoch, ihr Fokus verlagere sich jedoch beispielsweise auf die Überprüfung und Validierung von Ergebnissen, deren Plausibilität und Zuverlässigkeit essenziell sind, was aber eine KI nicht garantieren könne.

Über 120 Beiträge unter anderem von Synopsys, ePlane Company und Bosch

Weitere Keynotes, unter anderem von Sassine Ghazi, President und CEO von Synopsys, Satya Chakravarthy, dem Gründer der ePlane Company aus Indien und Simon Wolfangel, Section Manager Digitalization bei Bosch, ebenso wie und rund 120 Vorträge und Workshops auf der Conference gaben ebenfalls Einblick, wie Digital Engineering unter Vorzeichen von KI gestaltet werden kann. Neben einem guten Dutzend Aussteller von Hochschulen und aus der Industrie zeigten sie, wie die Entwicklung von Produkten und Anwendungen aus unterschiedlichen Disziplinen und Branchen durch die Kooperation Ingenieurwissen und künstlicher Intelligenz optimiert und beschleunigt wird. Dazu zählten Beispiele aus Motorsport, Elektronik, Luft- und Raumfahrt, Getränkeindustrie und Medizintechnik wie auch Drohnen- und Verteidigungstechnologien.

Vorteile durch Kooperation mehrerer Unternehmen in der Entwicklung

Es sei zudem wichtig, die digitale, elektronische und physikalische Entwicklung stärker zu verknüpfen, um aus smarten Produkten intelligente Produkte zu machen. Außerdem müssten Unternehmen untereinander und mit der Forschung noch enger zusammenarbeiten.

Profitiert hatte davon zum Beispiel Krones im bayerischen Neutraubling. In Kooperation mit Unternehmen wie Microsoft, Nvidia und Cadfem wurde ein physikalisch exakter digitaler Zwilling geschaffen, der KI-Agenten in wenigen Minuten verschiedene Szenarien und Einstellungen in einem virtuellen Modell prüfen lässt und damit Arbeitsabläufe automatisch optimiert. Thomas Albrecht, Head of Analytics and Simulations, betonte auf der Conference die Bedeutung dieser Kooperation: „Die Integration von KI-basierter Fluid-Simulation in den digitalen Zwilling der Abfüllmaschine hat völlig neue Möglichkeiten der Prognose, Optimierung und Visualisierung eröffnet.“

Neben der Kooperation und der Verknüpfung von Digitalem Zwilling und KI sahen Referenten und Aussteller zusätzliches Potenzial in einem horizontalen Co-Design. Wenn elektronische und physikalische Produktentwicklung etwa im Fahrzeugbau, Optik oder im Maschinenbau gleichzeitig stattfinden, ließen sich Entwicklungsprozesse und die Zeit bis zur Marktreife noch einmal deutlich verkürzen.

Die Cadfem World Conference ist eines der größten Treffen von Entwicklungsingenieuren aus Forschung und Wirtschaft im Bereich Simulation und Digital Engineering.

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