Live-Demo auf der Interpack Inline-Robotik: Pick-and-Place ohne Stopp

Quelle: Lenze 3 min Lesedauer

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Zyklusunterbrechungen beim Pick-and-Place sind kein technologisches Muss, sondern eine Design-Entscheidung. Entscheidend ist nicht allein die Geschwindigkeit eines Roboters, sondern seine Fähigkeit, dauerhaft mit der laufenden Maschine synchron zu bleiben. Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt Lenze auf der Interpack 2026 in Düsseldorf. 

Auf der Interpack zeigt Lenze einen Delta‑Roboter, der Produkte synchron von zwei rotierenden Tischen auf nimmt und ablegt, ohne deren Bewegung anzuhalten.(Bild:  Lenze)
Auf der Interpack zeigt Lenze einen Delta‑Roboter, der Produkte synchron von zwei rotierenden Tischen auf nimmt und ablegt, ohne deren Bewegung anzuhalten.
(Bild: Lenze)

Mit einem Delta-Roboter demonstriert der Antriebs- und Automatisierungsspezialist Lenze Inline-Robotik mit  Rotary Tracking – live in Halle 6, Stand D50. Im Mittelpunkt des Exponats steht das Zusammenspiel aus Rotary Tracking, offenen Schnittstellen und dem Lenze FAST Robotics Template. Besucherinnen und Besucher erleben, wie Pick-and-Place-Prozesse auf rotierenden Tischen ohne Stillstand der Mechanik realisiert werden – effizient, präzise und mit deutlich reduziertem Engineering-Aufwand. Maschinenbauer profitieren von höherer Linienleistung, kürzeren Taktzeiten und einer schnelleren Time-to-Market für ihre Anwendung. 

Inline‑Robotik mit Rotary Tracking: kontinuierlich statt Stop‑and‑Go 

Das Exponat zeigt einen Delta‑Roboter, der Produkte synchron von zwei rotierenden Tischen aufnimmt und ablegt, ohne deren Bewegung anzuhalten. Möglich wird das durch Rotary Tracking, einem Motion- und Robotik‑Konzept, bei dem der Roboter die kontinuierliche Bewegung der Mechanik rechnerisch „mitfährt“. Position, Geschwindigkeit und Beschleunigung der rotierenden Achsen werden über hochpräzise Servoantriebe und Encoder permanent erfasst und in Echtzeit im Lenze Controller verarbeitet. Auf dieser Basis berechnet die Steuerung eine dynamische Zielbahn für den Roboter, der sich virtuell in die Rotation einklinkt und den Pick‑and‑Place‑Vorgang  während der laufenden Bewegung ausführt. Der Drehtisch stoppt nicht – unnötige Taktzeiten entfallen, die Mechanik wird geschont und der Durchsatz maximiert.

Parametrieren statt Programmieren: schnelle Inbetriebnahme mit FAST Robotics

Ein weiterer Fokus liegt auf der einfachen Umsetzung: Statt klassischer, kostenintensiver RoboterProgrammierung setzt Lenze auf FAST Robotics als Teil der Lenze FAST Application Software. Der  modulare Softwarebaukasten basiert auf PLCopen-Standards und ermöglicht es, Robotik-Kinematiken nahtlos in die Maschinenautomatisierung zu integrieren. Vordefinierte Roboter-Typen, vorgefertigte Technologiemodule für Pick-and-Place-Applikationen sowie ein integrierter Robotik-Kern reduzieren den Engineering-Aufwand erheblich. Bewegungen werden parametriert statt programmiert, Erweiterungen lassen sich risikoarm umsetzen und bestehende Anwendungen flexibel skalieren.  Zusätzlich unterstützt ein digitaler Zwilling die virtuelle Inbetriebnahme: Bewegungsabläufe und Prozesse lassen sich bereits vor dem Aufbau der Anlage testen und optimieren. Das senkt das Projektrisiko, verkürzt die Inbetriebnahme vor Ort und sorgt für eine schnellere Time-to-Market. Für Maschinenbauer bedeutet das weniger Entwicklungsaufwand, geringere Kosten und eine robuste, zukunftssichere Basis für performante Robotik-Anwendungen.

Offen, integriert und zukunftssicher: Robotik ohne Systembrüche

Ein zentrales Merkmal der Lenze Inline‑Robotik ist ihre konsequente Offenheit. Mit Lenze FAST  Robotics lassen sich Robotik‑Kinematiken direkt in die Maschinenautomatisierung integrieren –  ohne zusätzliche Robotersteuerung, separate Programmierumgebung oder einen weiteren  Schaltschrank. Motion, Logic und Robotik laufen auf einer gemeinsamen Plattform, gesteuert  über eine Lenze Steuerung. Das reduziert die Systemkomplexität, vereinfacht das Engineering und  senkt nachhaltig Kosten über den gesamten Lebenszyklus der Maschine.  Maschinenbauer behalten dabei volle Freiheit in der Auslegung: Neben integrierten Robotern  können sowohl gekaufte als auch eigenentwickelte Kinematiken eingebunden werden. Unterschiedliche Robotertypen – von Delta- und SCARA-Robotern bis hin zu Portalachsen, Knickarmrobotern oder Palettierlösungen – lassen sich unabhängig von Applikation und Bewegungsführung realisieren. Änderungen an Geometrie, Produktformaten oder Linienkonzepten sind softwareseitig möglich, ohne die Gesamtarchitektur neu aufsetzen zu müssen. Grundlage dafür sind offene Standards: Lenze setzt in der integrierten Robotik konsequent auf  PLCopen-Bewegungssteuerung. Das gewährleistet herstellerunabhängige Kompatibilität, erleichtert die Erweiterung bestehender Maschinen und bietet Investitionssicherheit – auch bei zukünftigen Anforderungen oder Partnerlösungen. So entsteht eine zukunftssichere  Automatisierungsplattform, mit der sich komplexe Robotik-Anwendungen effizient umsetzen lassen – offen für Partnerschaften, flexibel im Design und robust im Betrieb.

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