Künstliche Intelligenz (KI) ist eines der künftigen Schlüsselthemen und hat bereits heute begonnen, den Arbeitsalltag zu verändern. Die Einführung der KI-Workstation dürfte dieser Entwicklung neuen Schub verleihen, denn mit ihr lässt sich ein KI-Modell erstmals selbst „bauen“. Und das auch lokal.
(Bild: HP)
Was bisher vor allem im Verborgenen passierte, betrifft mittlerweile jedes Unternehmen, ganz gleich aus welcher Branche. Die Frage ist nicht, ob KI wie oft befürchtet Arbeitsplätze zerstört. Es geht vielmehr darum, ob Unternehmen ohne den bedarfsgerechten Einsatz von KI mittelfristig überhaupt erfolgreich am Markt bestehen können. Dabei sind nicht alle Firmen gut gerüstet: Eine Studie des Statistischen Bundesamts ergab, dass nur zwölf Prozent der deutschen Unternehmen KI einsetzen – ein Grund dafür ist laut der überwiegenden Mehrheit der Befragten (72 Prozent), dass die Expertise immer noch zu wünschen übriglässt. Eine fatale Wissenslücke. Gleichzeitig ist das Wachstumspotenzial enorm, wie eine Umfrage des Bitkom zeigt: Die Investitionen in KI-Hardware, -Software und -Services wird in diesem Jahr in Deutschland 6,3 Milliarden Euro betragen – ein Plus von 32 Prozent gegenüber 2022.
KI-PCs werden zum Standard
Mit dem Start sogenannter KI-PCs in 2024 bekommt das Thema sicherlich erneuten deutlichen Schub. Das Analystenhaus Gartner spricht davon, dass dieses Jahr 22 Prozent aller PCs mit KI ausgeliefert werden. Das Wachstum ist rasant: Bereits 2026 sollen alle ausgelieferten PCs über KI verfügen, so Gartner. Die KI-fähigkeit wird damit zum Standard – unverzichtbar. Dies betrifft nicht nur den klassischen Office-PC oder den PC von Privatkunden. Insbesondere leistungsstarke Workstations sind unerlässlich für die Entwicklung von neuen und der Verbesserung bestehender KI-Modelle. Workstations sind das zentrale Werkzeug für die Entwicklungen der nächsten Generation von Applikationen, die den Unternehmenserfolg langfristig sichern. Nur so ist es Entwicklern und Ingenieuren möglich, passende KI-Modelle selbst zu „bauen“ und „anzupassen“.
Leistungsstarke Rechner für KI-Entwicklung
Die Basis von KI-Modellen sind sogenannte Large Language Models (LLMs). Sie müssen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Daten gefüttert werden, um eine entsprechend leistungsstarke KI-Applikation aufzubauen. Leichter gesagt als getan. Die meisten Unternehmen verfügen zwar über eine Flut an gespeicherten Daten, doch diese sind häufig in unterschiedlichen Silos abgelegt und nur selten wird ihr Potenzial ausgeschöpft. Der Grund ist einfach: Die Datensätze zu clustern und zu analysieren kostet Zeit und Ressourcen, die oftmals nicht zur Verfügung stehen. KI-Workstations lösen diese Herausforderung. Und das lokal – und nicht in der Cloud. Mit ihnen sind spezialisierte Teams in der Lage, KI-Modelle zu designen, zu entwickeln und zu trainieren.
KI-Workstation: Eigene LLMs erstellen
Workstations bieten nicht nur die benötigte Kapazität, sondern führen Analysen und Berechnungen extrem schnell durch. Dies ist die Basis, um eigene LLMs zu erstellen. Unternehmen erhalten damit KI-Modelle, die auf ihre Anforderungen abgestimmt sind und beispielsweise bestimmte Prozesse automatisiert ablaufen lassen und sie optimieren. Auch spezielle, auf die jeweilige Firma abgestimmte Anwendungsszenarien sind so abbildbar und erleichtern den Arbeitsalltag.
Der HP ZBook Studio 16-Zoll-G11-Mobil-Workstation-PC mit KI-gestützter Leistung passt in jede Tasche.
(Bild: HP)
Die adäquate lokale Rechenleistung ist der technische Teil der Herausforderungen. Die Entwicklung eines LLMs ist immer Teamarbeit – entsprechend gilt es eventuell bestehende kulturelle Hürden innerhalb der Unternehmen zu überwinden. Mitarbeitende müssen die neue Technologie als Chance und nicht als Bedrohung begreifen. Eine nicht immer einfache Herausforderung für Führungskräfte.
Nachdem sich in den meisten Unternehmen mittlerweile hybride Arbeitsmodelle etabliert haben, muss die erforderliche Rechenleistung ortsunabhängig bereitgestellt werden. Moderne Softwarelösungen wie beispielsweise HP Anyware ermöglichen dabei den mobilen und gleichzeitig sicheren Zugriff auf die notwendigen IT-Ressourcen von überall her. Das steigert die Produktivität und entspricht den Anforderungen an moderne digitale Arbeitsplatzkonzepte.
Integrierte Security der KI-Workstation schützt sensible Daten
Doch die KI-Entwicklung hat auch ihre Schattenseiten. KI ermöglicht es, dass Phishing-E-Mails und Malware-Angriffe immer ausgefeilter – und damit selbst für sensibilisierte Nutzer kaum zu erkennen sind. Entsprechend ist es essenziell, dass auch die Sicherheitstechnologien mit den neusten Entwicklungen Schritt halten. Unternehmen können sich nicht mehr nur auf den bisherigen Perimeter-Schutz innerhalb des Büros verlassen. Sicherheitsmaßnahmen wie Anti-Viren-Software helfen nur begrenzt, ebenso Firewalls, wenn ein Teil des Teams im Home-Office arbeitet.
Stand: 16.12.2025
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Bereits ab Werk auf dem Rechner integrierte robuste Sicherheitsmaßnahmen sind die Lösung, um sensible Daten und Mitarbeiter besser vor Angriffen zu schützen. Dazu gehört beispielsweise, dass E-Mails und Anhänge nur in virtuellen Maschinen (VM) geöffnet werden. Sollte ein Anhang Malware enthalten, infiziert dieser nicht das Notebook und das Netzwerk, sondern wird beim Schließen der Anwendung automatisch gelöscht. Ein anderes Beispiel: BIOS-Angriffe können erfolgreich abgewehrt werden, indem bei einem auffälligen Verhalten der Re-Start des Rechners über eine Kopie des ursprünglichen BIOS erfolgt. Anwender sind so in der Lage, sicher weiterzuarbeiten und merken im Besten Fall nichts von den Maßnahmen, die im Hintergrund ihre Daten und Zugriffe schützen.
Vorteile für den klassischen PC-Nutzer
Auch für die klassischen PC-Nutzer im Unternehmen liegen die Vorteile von KI-PCs auf der Hand: eine lokale KI-Anwendung ermöglicht kürzere Latenzzeiten, unternehmenskritische Daten müssen nicht erst in die Cloud geladen werden, sondern bleiben lokal. Das führt insgesamt zu schlankeren Prozessen und einer Hardware, die kontinuierlich mehr über das Nutzungsverhalten seines Anwenders lernt und so in der Lage ist, sich an Arbeitsweisen anzupassen. Workstations mit integrierter KI bieten ihren Nutzern aber noch weit mehr. Sie unterstützen die komplexen Berechnungen und Entwicklungen – ganz gleich ob im KI-Umfeld oder bei klassischen Anwendungen. Ganz gleich ob es sich um LLMs handelt oder um 3D animierte Pläne für die Konstruktionen neuer Bauteile oder Gebäude. Dank der hohen Leistungsfähigkeit und Schnelligkeit der Maschinen sind Workstation-Nutzer in der Lage, effizienter und produktiver als jemals zuvor zu arbeiten. Dabei ist es egal, wo sie sich befinden, ob im Home-Office, im Büro oder der Produktionsanlage.
KI-Workstation: Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben entlasten
Denn von der Datenanalyse und Visualisierung bis hin zu Echtzeit-Rendering, 3D-Design und Entwicklung von Large Language Modellen – KI-Workstations bewältigen komplexeste professionelle Workflows völlig mühelos und sind Standard-PCs deutlich überlegen. Die Geräte sind außerdem sehr zuverlässig und wurden für anspruchsvolle Projekte entwickelt. Sie sind die Tools der Zukunft, um neue Prozesse zu entwickeln, sowie bestehende zu automatisieren und zu verbessern. Das ist die Grundlage für einen wesentlichen Vorteil von KI: Mitarbeiter von repetitiven Aufgaben zu entlasten. Damit werden Arbeitsplätze attraktiver – ein Wettbewerbsvorteil in Zeiten des Fachkräftemangels. Wenn Mitarbeitende mehr Zeit für strategische Planungen, für kreative Prozesse und wertschöpfende Tätigkeiten haben, tragen sie zudem wesentlicher zum künftigen Unternehmenserfolg bei.
Die Autorin Tanja Pfeffer ist Area Category Manager Advanced Compute Solutions, Germany & Austria, bei HP.