40 Jahre Janitza Mit neuer Zukunftsfabrik auf Expansionskurs

Von Joachim Bär 3 min Lesedauer

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Zum 40. Jubiläum investiert Janitza massiv in Lahnau. Mit der neuen Zukunftsfabrik und Wachstumsplänen bis 2030 setzt der Spezialist für Messtechnik ein starkes Signal für den Standort Deutschland.

Ein starkes Signal für den Standort Deutschland: Mit der Eröffnung der Zukunftsfabrik zum 40-jährigen Bestehen stellt Janitza die Weichen für das angestrebte Wachstum bis 2030.  (Bild:  Janitza Electronics GmbH)
Ein starkes Signal für den Standort Deutschland: Mit der Eröffnung der Zukunftsfabrik zum 40-jährigen Bestehen stellt Janitza die Weichen für das angestrebte Wachstum bis 2030.
(Bild: Janitza Electronics GmbH)

40 Jahre nach der Gründung richtet Janitza den Blick konsequent nach vorn und investiert massiv am Standort Lahnau. Beim Jubiläumsforum diskutierten Gäste aus Wirtschaft, Politik und Industrie über die Zukunft des Mittelstands – und über eine zentrale Zutat für weiteres Wachstum: den Mut, Chancen zu erkennen und entschlossen zu handeln.

Wir fragen nicht: Kommt in zwei Jahren eine Unterstützung von außen? Wir schauen auf Janitza und handeln. Das ist es, was erfolgreiche Unternehmen tun.

Zukunftsfabrik als Motor für globale Energiesteuerung „Made in Germany“

Mit einem Jubiläumsforum hat Janitza am 19. Juni sein 40-jähriges Bestehen am Unternehmensstandort in Lahnau gefeiert. Ein Höhepunkt war die erste Begehung der neuen Janitza Zukunftsfabrik durch die Gäste des Forums. Der Neubau schafft auf mehr als 4.500 Quadratmetern zusätzliche Produktions- und Büroflächen. Er ist die größte Investition der Unternehmensgeschichte und zugleich das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte der Gemeinde Lahnau.
Zum Auftakt der Veranstaltung gab Alexander Veidt, Chief Executive Officer (CEO) von Janitza, den rund 70 Gästen einen Einblick in die ambitionierten Wachstumspläne des Unternehmens. Das Unternehmen wolle sich bis 2030 verdoppeln, so Veidt. „Damit verfolgen wir ein Ziel: Kundennähe. Denn Energiesteuerung ist heute global relevant.“ Der Gründer und Gesellschafter Markus Janitza betonte die Motivation für erstklassige Messtechnik: „Wir haben schon in den letzten fünf Jahren unsere Mitarbeiterzahl verfünffacht. Der Grund dafür ist einfach: Wir sind angetrieben von der Leidenschaft, die Stromversorgung zu sichern und dabei die Kosten zu senken.“ Die Welt der Energieversorgung ändere sich massiv, und Janitza gestalte diesen Wandel von Lahnau aus weiter mit, betonte er.

Wie erfolgreiche Unternehmen agieren

Der anschließende Paneltalk zielte auf die Frage, wie der deutsche Mittelstand angesichts aktueller Herausforderungen wettbewerbsfähig bleiben kann. Dr. Vladimir von Schnurbein, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), wies zu Beginn auf den Ernst der aktuellen Lage hin: „Deutschland hat im letzten Jahr 170.000 Industriearbeitsplätze verloren. Besonders schlimm ist die Lage in der Metall-Elektroindustrie.“ Hinzu komme, dass Deutschland „einen strukturellen Nachteil hat, weil wir zu zwei Dritteln die Energie, die wir verbrauchen, aus dem Ausland importieren“, sagte Christian Noll, Gründungsmitglied und geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF). 

<p>Man sieht: Markus Janitza, Inhaber und Geschäftsführer der Janitza Electronics GmbH.<p>
Markus Janitza, Inhaber und Geschäftsführer der Janitza Electronics GmbH, blickt während des Akademischen Vormittags auf 40 Jahre Unternehmensgeschichte und die entscheidenden Meilensteine zurück.
(Bild: Janitza Electronics GmbH )

Ein Leuchtturm für die Region: Janitza zeigt Mut in herausfordernden Zeiten

Manfred Wagner, Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar, lenkte den Blick direkt auf die positiven Seiten von notwendigen Veränderungen: „Wir sollten die Situation nicht jeden Tag aufs Neue bejammern, sondern auch sehen: In all dem steckt auch eine Chance, die wir gemeinsam ergreifen können.“ Dafür brauche es Unternehmen, die die notwendigen Veränderungen anpacken, betonte Alexander Veidt: „Wir fragen nicht: Kommt in zwei Jahren eine Unterstützung von außen? Wir schauen auf Janitza und handeln. Das ist es, was erfolgreiche Unternehmen tun.“
Neben notwendigen Entwicklungen in Standortfragen und Regulatorik war sich die Runde in einem Punkt einig: „Wir brauchen Tempo, das auf dem Vertrauen und der Verantwortung in den deutschen Mittelstand beruht. Wir sollten den Mittelstand einfach mal machen lassen,“ brachte Dr. Schnurbein die zentrale Botschaft des Panels auf den Punkt.

<p>Man sieht: Das Keyvisual zum 40-jährigen Jubiläum von Janitza zeigt eine Frau und einen Mann in blauer Janitza-Firmenkleidung, die selbstbewusst in die Kamera lächeln. In der Bildmitte prangt das Logo „40 Jahre Janitza“. Der Hintergrund ist zweigeteilt: Links sind schemenhaft historische technische Zeichnungen und Werkstattszenen zu sehen, rechts moderne digitale Dashboards mit Diagrammen, Datenanalysen und eine 3D-Grafik eines Messgeräts. Das Design verdeutlicht den Wandel von den Anfängen zur digitalisierten Zukunftsfabrik.<p>
Leidenschaft für Messtechnik seit 1986: Mit Erfahrung und Innovationsgeist feiert Janitza 40-jähriges Bestehen und richtet den Blick mit der neuen Zukunftsfabrik konsequent nach vorn.
(Bild: Janitza Electronics GmbH )

Dietmar Persch, Hauptgeschäftsführer der IHK Lahn-Dill, überbrachte im Anschluss die Glückwünsche der regionalen Wirtschaft zum Jubiläum und überreichte eine Ehrenurkunde. „Ich bin sehr froh, heute hier zu sein. Gestern hatten wir Konjunkturpressekonferenz, und die Botschaften waren nicht positiv. Aber Janitza ist ein Leuchtturm, der zeigt, dass es auch anders geht“, sagte Persch mit Blick auf die Zukunftsfabrik von Janitza. Der Bürgermeister von Lahnau, Christian Waldensius, sagte: „Janitza ist ein gutes Beispiel dafür, in allen aktuellen Herausforderungen die Chancen für weiteres Wachstum zu sehen.“

Joachim Bär arbeitet in  der Pressestelle der Janitza Electronics GmbH.

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