Siemens hat auf seiner Konferenz Realize Live in Amsterdam eine Partnerschaft mit IFS bekannt gegeben. Gemeinsam wollen die Unternehmen Herstellern dabei helfen, Entwicklungs- und Betriebsdaten enger miteinander zu verknüpfen.
Rund 2.100 zählte die diesjährige PLM-Konferenz Realize Live von Siemens.
(Bild: Karin Faulstroh)
Die Zusammenarbeit bündelt die Stärken von Siemens in den Bereichen industrielle KI, Engineering, Automatisierung und Fertigungssteuerung mit der Expertise von IFS in den Bereichen industrielle KI, Enterprise Asset Management und Field Service Management. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Hersteller dabei unterstützen, eine seit Langem bestehende Herausforderung zu bewältigen: die Lücke zwischen der Planung von Fabrikabläufen und deren tatsächlicher Umsetzung. Bis heute beeinträchtigen ungeplante Ausfallzeiten, unzureichend abgestimmte Wartungspläne, isolierte Produktionsdaten und Störungen in der Lieferkette den Durchsatz, die Agilität und die Profitabilität von Produktionsbetrieben.
Voneinander getrennte Systeme vielerorts noch gängig
Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie mit einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt.
(Bild: Karin Faulstroh)
Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ihre vorhandenen Ressourcen effizienter zu nutzen. Sie müssen die Produktivität ihrer Fertigungsanlagen steigern, Gewinnmargen sichern, den Wert ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg erhalten und zugleich flexibler auf Veränderungen reagieren. Dennoch arbeiten viele Unternehmen weiterhin mit voneinander getrennten Systemen für Produktions- und Instandhaltungsplanung sowie Lieferkettenmanagement. Dadurch bleiben Konstruktionsabsicht, tatsächliche Anlagenleistung und Servicestrategie oft voneinander entkoppelt.
Industrielle KI im Mittelpunkt
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Künstliche Intelligenz, denn Siemens und IFS sehen die Verknüpfung der physischen mit der digitalen Welt als entscheidenden Hebel für die nächste Stufe industrieller Leistungsfähigkeit. Ziel der Partnerschaft ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Konstruktionskonzepte effizienter in den Produktionsalltag zu überführen und Erkenntnisse aus dem laufenden Betrieb wieder in die Entwicklung einfließen zu lassen. Dadurch sollen Innovationszyklen verkürzt und kontinuierliche Verbesserungen entlang des gesamten Produktlebenszyklus ermöglicht werden.
Der umfassende Digital Twin von Siemens bildet Konstruktion, Simulation und Fertigung in einem durchgängigen Modell ab. IFS ergänzt dieses um Daten aus der Wartungshistorie, zum Anlagenverhalten und zum gesamten Betriebslebenszyklus, die Rückschlüsse auf die tatsächliche Leistung von Produkten und Anlagen im Einsatz ermöglichen. Gemeinsam wollen die Unternehmen einen geschlossenen Digital Twin schaffen, der Entwicklungsdaten mit realen Betriebsdaten verknüpft. Das Modell soll regelbasiert, sicher und über Konstruktion, Simulation, Fertigung sowie Wartungsdaten hinweg nachvollziehbar sein und sich auch im industriellen Maßstab zuverlässig einsetzen lassen.
Anders als generische KI-Modelle muss künstliche Intelligenz in der Industrie besonders hohe Anforderungen an Präzision, Zuverlässigkeit, Regeltreue und Anpassungsfähigkeit erfüllen. Bereits geringe Fehlerquoten können Auswirkungen auf die Sicherheit, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und den Betrieb kostenintensiver Fertigungsanlagen haben. Der gemeinsame Ansatz von Siemens und IFS im Bereich der industriellen KI soll diesen besonderen Anforderungen Rechnung tragen.
Industrielle KI schafft nur dann einen Mehrwert, wenn sie sowohl auf technischen Zielen als auch auf der tatsächlichen Leistung in der Praxis basiert.
Tony Hemmelgarn
„Industrielle KI schafft nur dann einen Mehrwert, wenn sie sowohl auf technischen Zielen als auch auf der tatsächlichen Leistung in der Praxis basiert“, erklärte Tony Hemmelgarn, Präsident und CEO von Siemens Digital Industries Software. „Gemeinsam mit IFS bringen wir diese Bereiche zusammen, indem wir Daten aus den Bereichen Konstruktion, Fertigung und Anlagenlebenszyklus in einer sicheren, kontextbezogenen Datenstruktur miteinander verknüpfen. Durch die Bündelung unserer gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI werden wir unseren Kunden gemeinsam unsere Vision eines praktisch nutzbaren Digital Twin näherbringen. Dieser ermöglicht es den Unternehmen, auf die Umsetzbarkeit ihrer Innovationen zu vertrauen.“
Diese Partnerschaft mit Siemens bringt zwei Unternehmen zusammen, die jeweils einen entscheidenden Teil des Puzzles besitzen.
Mark Moffat
"Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Fertigungsanlagen so funktionieren, wie es in der Konstruktion intendiert wurde. Diese Partnerschaft mit Siemens bringt zwei Unternehmen zusammen, die jeweils einen entscheidenden Teil des Puzzles besitzen. Agentic AI ist die entscheidende Neuerung, und führende Industrieunternehmen benötigen Lösungen mit Closed-Loop-Modellen und -Daten sowie mit einem umfangreichen Kontext, der im aktiven Betrieb keine Fehlinterpretationen zulässt“, sagte Mark Moffat, Chief Executive Officer von IFS. „Indem wir unsere gemeinsamen Stärken im Bereich der industriellen KI bündeln, können wir Herstellern dabei helfen, die Lücke zwischen Planung und Realität zu schließen und echte, messbare Leistungssteigerungen zu erzielen.“
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.