Zulieferer fordern europäische Technologieallianz Automobilindustrie arbeitet an neuer Fahrzeugelektronik

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Neue Fahrzeugarchitekturen können die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie stärken. Dabei können gemeinsame Grundlagen die Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle deutlich beschleunigen.

Heute sind in vielen Fahrzeugen mehr als 160 einzelne Steuergeräte und mehrere Kilometer Kabel verbaut.(Bild:  ©Tiyok/stock.adobe.com; generiert mit KI)
Heute sind in vielen Fahrzeugen mehr als 160 einzelne Steuergeräte und mehrere Kilometer Kabel verbaut.
(Bild: ©Tiyok/stock.adobe.com; generiert mit KI)

Der ZVEI fordert eine gemeinsame Technologieoffensive für Fahrzeugelektronik und -halbleiter sowie Hochleistungscomputer. Damit will der Verband der Elektro- und Digitalindustrie verhindern, dass Europa den Anschluss im globalen Wettlauf um das softwaredefinierte Fahrzeug (Software-Defined Vehicle; SDV) verliert. Die im ZVEI organisierte automobile Zulieferindustrie macht einen konkreten Vorschlag für eine gemeinsame neue elektrische und elektronische (E/E) Fahrzeugarchitektur.

„Die neue E/E-Architektur entscheidet über die Zukunft des Fahrzeugs“, sagt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Europa hat das Know-how. Wenn die deutsche und europäische Automobilindustrie die E/E-Architektur der Zukunft beherrscht, können wir wieder skalieren und Technologieführer sein.“

Heute sind in vielen Fahrzeugen mehr als 160 einzelne Steuergeräte und mehrere Kilometer Kabel verbaut. Kombiniert mit Megatrends wie Elektrifizierung und Digitalisierung entsteht eine komplexe Struktur, die Kosten und Entwicklungszyklen aufbläht. Eine neue E/E-Fahrzeugarchitektur kann Abhilfe schaffen, indem sie die elektrische und elektronische Struktur eines Fahrzeugs zentralisiert. Damit schafft sie maßgebliche Effizienzgewinne.

Dazu definieren die Zulieferer in einem neuen Whitepaper* Grundlagen, die Fahrzeuge von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken. Ziel ist es, standardisierte Schnittstellen und Protokolle festzulegen, um die Interoperabilität und Skalierbarkeit von Komponenten sicherzustellen.

*Die Autorinnen und Autoren des Whitepapers stammen aus den Häusern Aumovio, Bosch, Elektrobit, FH Dortmund, Forvia, Infineon, Kostal Kontakt Systeme, Murata, NXP, Onsemi, ST, Tasking, TDK, TE Connectivity und Wolfspeed.

Neues Maß an Zusammenarbeit in der Automobilindustrie

„Der Wandel in der Automobilindustrie erfordert ein neues Maß an Zusammenarbeit“, sagt Shivangi Garg, Head of Strategy and Business Development bei Aumovio. „Nicht-differenzierende Funktionen müssen nicht mehrfach parallel entwickelt werden, sondern können kooperativ entstehen. Dies reduziert Entwicklungsaufwand, verkürzt Innovationszyklen und ermöglicht eine schnelle Implementierung neuer Fahrzeugmodelle.“

Der ZVEI fordert deshalb klare politische Rahmenbedingungen. Das beinhaltet die Unterstützung für europäische Technologieallianzen, gezielte Investitionen in Halbleiter- und Softwarekompetenzen sowie rechtliche Sicherheit für kooperative Entwicklungsmodelle und Open-Source-Software. Außerdem sollten öffentliche Förderprogramme strategisch auf skalierbare E/E-Architekturen, funktionale Sicherheit, Cybersecurity sowie softwarezentrierte Fahrzeugplattformen ausgerichtet werden. Zudem braucht es schnellere und innovationsfreundlichere Genehmigungs- und Standardisierungsprozesse.

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