Kostentransparenz dank Baugruppenanalyse KI-Plattform: Neue Funktion für die technische Beschaffung

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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PartSpace ergänzt seine KI-gestützte Softwareplattform für die technische Beschaffung um eine Komponente, die den operativen und strategischen Nutzen für Unternehmen erhöht: die Baugruppenanalyse.

Baugruppenanalyse: PartSpace AI ermöglicht, ganze funktionale Baugruppen und Module automatisiert zu analysieren, zu bewerten und mit belastbaren Sollkosten zu versehen.(Bild:  PartSpace)
Baugruppenanalyse: PartSpace AI ermöglicht, ganze funktionale Baugruppen und Module automatisiert zu analysieren, zu bewerten und mit belastbaren Sollkosten zu versehen.
(Bild: PartSpace)

Mit der Baugruppenanalyse können Industrieunternehmen nicht nur einzelne zeichnungsgebundene Bauteile, sondern ganze funktionale Baugruppen und Module automatisiert analysieren, bewerten und mit belastbaren Sollkosten versehen. Die neue Funktion zielt auf einen zentralen Engpass in Einkauf und Cost Engineering: In der industriellen Praxis entstehen Kosten-, Lieferanten- und Vergabeentscheidungen in der Regel nicht auf Ebene einzelner Teile, sondern auf Ebene kompletter Baugruppen.

Mit der Erweiterung überträgt PartSpace seine KI-gestützte Auswertung von Konstruktionsdaten auf mehrstufige Stücklistenstrukturen. Importiert werden Stücklisten, CAD-Modelle und technische Zeichnungen per Massen-Upload oder über Schnittstellen zu bestehenden ERP-, PLM- und SRM-Systemen. Anschließend analysiert die Software automatisch jedes Bauteil innerhalb der Baugruppe, extrahiert fertigungsrelevante Merkmale wie Material, Maße, Toleranzen, Oberflächen und Fertigungsverfahren und leitet daraus Sollkosten ab. Diese Einzelwerte werden auf Baugruppenebene aggregiert und mit Einkaufs-, Lieferanten- und Marktdaten verknüpft. Das Ergebnis sind transparente Sollkosten, sichtbare Kostentreiber, Preisabweichungen sowie Lieferantenempfehlungen für einzelne Positionen und komplette Baugruppen. Berücksichtigt werden dabei Bauteile aus unterschiedlichen Fertigungstechnologien, etwa Fräs-, Dreh-, Blech-, Spritzguss-, Stanz- oder Tiefziehteile sowie bearbeitete Guss- und Schmiedebauteile; auch Norm- und Standardteile lassen sich integrieren. Ein besonderer Fokus liegt auf Schweißbaugruppen, deren Schweißaufwand sich in der Praxis oft nur mit hoher Expertise belastbar bewerten lässt, inklusive Montagebaugruppen.

Technische Beschaffung: Vom Einzelteil zur belastbaren Baugruppenbewertung

Für Unternehmen ist das relevant, weil sich Beschaffungsentscheidungen bei komplexen Modulen, Angebotsvergleichen und Make-or-Buy-Fragen nicht sinnvoll aus isolierten Teilbetrachtungen ableiten lassen. Ein vermeintlich optimiertes Einzelteil kann die Kosten auf Baugruppenebene sogar erhöhen, wenn Montage-, Füge- oder Logistikaufwände unberücksichtigt bleiben. Zu den zentralen Einsatzfeldern zählen frühe Kostenbewertungen in der Konstruktionsphase, die Konsolidierung von Lieferanten über ganze Baugruppen hinweg sowie eine gemeinsame Datengrundlage für Einkauf und Engineering. Unternehmen erhalten damit eine belastbare Preisbasis, noch bevor Ausschreibungen starten und komplexe Lieferantenangebote vorliegen, deren Erstellung oft ein bis zwei Wochen dauert. So bildet die neue Funktion die reale Arbeitsweise von Einkauf und Konstruktion besser ab und beschleunigt die Analyse großer, verschachtelter Stücklisten deutlich. „In der industriellen Beschaffung entscheidet nicht das Einzelteil über die Wirtschaftlichkeit, sondern die Baugruppe als funktionale Einheit. Genau dort setzt die neue Analyse an“, sagt Sebastian Freund, COO und Mitbegründer von PartSpace. „Wenn Einkauf und Engineering belastbare Sollkosten und Lieferantenempfehlungen auf Baugruppenebene erhalten, entstehen fundiertere Entscheidungen deutlich früher im Prozess und mit wesentlich weniger manuellem Aufwand.“

Durch die automatisierte Analyse von Baugruppen lassen sich insbesondere manuelle, positionsweise Kalkulationen über hunderte Stücklistenpositionen hinweg reduzieren. Was bislang Tage oder Wochen an Aufwand verursachte, kann damit in kurzer Zeit als konsistente Kostenbewertung auf Baugruppenebene vorliegen. In dokumentierten Kundenprojekten wurden bei zeichnungsgebundenen Teilen Einsparpotenziale von rund zwölf bis 25 Prozent identifiziert, bei gleichzeitig um bis zu 55 Prozent reduziertem Arbeitsaufwand. In einem Maschinenbauprojekt mit mehr als 10.000 zeichnungsgebundenen Komponenten wurde nach Analyse der ersten beiden Warengruppen im zweistelligen Millionenbereich ein Einsparpotenzial von rund zwölf Prozent festgestellt; der Return on Investment wurde innerhalb weniger Wochen erreicht.

Die Baugruppenanalyse fügt sich in die strategische Positionierung des Anbieters ein, Konstruktionsdaten als Grundlage für datengetriebene Beschaffungsentscheidungen nutzbar zu machen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht generische KI, sondern ein auf Engineering-Daten spezialisiertes System, das CAD-Dateien mit historischen ERP-Daten, Lieferanteninformationen und Fertigungsplänen verknüpft. Das Unternehmen positioniert sich damit an der Schnittstelle zwischen Konstruktion und Einkauf und besetzt eine neue Softwarekategorie zwischen ERP und PLM.

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