Auf der Eplan Next26 feiert eine neue Software in Deutschland Premiere: Eplan Smart Sourcing. Dahinter steckt die Idee einer intelligenten Verknüpfung von Elektrokonstruktion und Beschaffung.
Zur Eplan Next26 startet der Launch von Eplan Smart Sourcing – einer Software, die Lieferzeiten und Verfügbarkeiten von Artikeln im frühen Engineeringprozess bereitstellen soll.
(Bild: Eplan)
Die Software Eplan Smart Sourcing ermöglicht allen voran Schaltschrankbauern und Systemintegratoren die Möglichkeit, ihre Planung zu beschleunigen. Denn mit dem Tool wird schon in der Konstruktion klar, wo und wie schnell benötigte Teile beschafft werden können. Auch Distributoren profitieren von der engeren Verzahnung zwischen Engineering und Beschaffung und nicht zuletzt von dem direkten Marktzugang.
Die Verfügbarkeit von Komponenten ist für viele Unternehmen entscheidender Faktor von Effizienz in der Elektrokonstruktion. Wenn Konstrukteure den Lagerbestand von Lieferanten für benötigte Teile oder deren Lieferzeit kennen, können sie ihre Planung entsprechend anpassen. Plant ein Elektrokonstrukteur ein neues Projekt, so nutzt er häufig Vorlagen aus einem früheren Auftrag. Damit aber der Prozess der Bestellung von Komponenten nicht stockt, kann er mit Eplan Smart Sourcing schon in der Elektroplanung die Verfügbarkeit von Artikeln prüfen. Basis dafür ist eine Kopplung der Software mit den Systemen von Herstellern und Distributoren (z.B. Online-Shops), die direkten Zugriff auf logistische Informationen bieten. Tabellarisch wird dem Anwender von Eplan bei Anfrage per Ampelsystem die Verfügbarkeit sowie die Lieferzeit der Artikel seiner präferierten Lieferanten angezeigt.
Ab sofort qualifizierte Stücklisten für die Beschaffung
Die Software versetzt Konstrukteure in die Lage, kritische Teile frühzeitig austauschen zu können. In Projekten können sie direkt qualifizierte Stücklisten erstellen – solche also, die nur verfügbare Teile enthalten. Das macht nachgelagerte Prozesse einfacher, kann doch der Einkauf die Bestellung beim Lieferanten ohne weitere Abstimmungsschleifen abschließen. Konstruktion und Beschaffung werden damit viel schneller.
Im Ampelsystem wird deutlich, welche Artikel verfügbar sind und wie lang die Lieferzeit für die jeweilige benötigte Komponente ist.
(Bild: Eplan)
Auch der Einkauf beim Kunden profitiert von einem optimierten Bestellprozess, denn die einfache Prüfung, ob die verwendeten Teile noch hergestellt werden und verfügbar sind, hat ja bereits stattgefunden. Zudem kann der Einkauf auf Wunsch die Stückliste oder ausgewählte Artikel einfach in der Software auswählen, an den Online-Shop ausgewählter Lieferanten übertragen und dort effizient den Bestellprozess auslösen.
Der direkte Draht von Lieferant zu Anwender
Eine Abfrage über die Software ist jedoch nicht allein für Anwender interessant, sondern auch und gerade für Hersteller und Distributoren. Sie bekommen die einmalige Chance, mehr über den konkreten Bedarf ihrer Kunden zu erfahren. Nachfrageprognosen lassen sich so leichter erstellen und das Portfolio insgesamt besser planen. Letztlich ist der Lieferant direkt mit seinem Kunden über die Software vernetzt und erlangt damit zudem eine gute Sichtbarkeit. Das haben Unternehmen wie Alexander Bürkle, Emil Löffelhardt, Rexel Germany, Rittal, Weidmüller und andere früh erkannt, und die Zahl der beteiligten Distributoren und Hersteller wird nach dem Launch weiter steigen. Der Softwareanbieter ist mit den relevanten Lieferanten im Markt im Gespräch – in Kürze werden u.a. Anbieter wie Adalbert Zajadacz und DigiKey verfügbar sein.
Das Unternehmen Alexander Bürkle hat die Vorteile des direkten Zugangs zum Kunden sofort gesehen. Sascha Liese, Geschäftsführer Smart Industries bei Alexander Bürkle, unterstreicht: „Eplan Smart Sourcing ist der perfekte nächste Schritt: Es fügt sich nahtlos in unser Lösungsangebot ein und ermöglicht eine intelligentere, wirtschaftlichere und zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen Engineering- und Beschaffungsprozessen.“
Fabian Camek, Strategic Head of Electrical Engineering bei Alexander Bürkle, ergänzt: „Durch die nahtlose Verknüpfung von Projektdaten mit der Komponentenbeschaffung reduzieren wir den manuellen Aufwand, vermeiden Fehler und beschleunigen die Projektabläufe. Diese digitale Integration stärkt sowohl unsere internen Prozesse als Anwender als auch den Mehrwert, den wir unseren Kunden bieten. Engineering und Beschaffung verschmelzen zu einem durchgängigen digitalen Prozess. Das Ergebnis: ein durchgängiger digitaler Workflow vom Schaltplan bis zur Bestellung – smart, transparent und effizient.“
Essenziell sind Geschwindigkeit und durchgängige Prozesse
Rexel Germany ist ein weiterer „früher Vogel“ und vom Start weg als Distributor gekoppelt. „Für Schaltschrankbauer, Konstrukteure und Maschinenbauer zählt heute vor allem eines: Geschwindigkeit und durchgängige Prozesse, von der Planung bis zur Beschaffung“, erklärt Dr. Oliver Vogler, Chief Purchasing und Marketing Officer der Rexel Germany. „Durch die enge Verzahnung von Engineering und Distribution schaffen wir für unsere gemeinsamen Kunden eine digitale Prozesskette, die Planung vereinfacht, Beschaffung beschleunigt und Projekte effizienter macht. Unser Ziel ist klar: weniger Komplexität, schnellere Umsetzung und mehr Produktivität im industriellen Alltag.“
Stand: 16.12.2025
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Auch das Unternehmen Emil Löffelhardt bringt seine Entscheidung auf den Punkt: „So gewinnen unsere Kunden wie auch wir wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung des Artikelportfolios, vermeiden Engpässe und können Projekte verlässlicher planen und realisieren“, sagt Roman Hegenbart, Bereichs- und Vertriebsleiter Industrie & Key Accounts, Kabel & Leitungen bei Emil Löffelhardt.