Conrad Connect, ein Spin-off von Conrad Electronic, hat einen neuen Service entwickelt, mit dem Kunden Elektroautos intelligent laden und deren Funktionen aus der Ferne überwachen können.
(Quelle: Conrad Connect)
Alle Conrad Connect-Kunden können seit dem 9. November ihre Elektroautos der Marken Tesla, Volkswagen, BMW und Audi mit der IoT-Projektplattform verknüpfen. Auf dem Conrad Connect-Dashboard können sie sich Daten rund ums E-Auto übersichtlich anzeigen lassen und Alarme einrichten. Gerade wenn im Winter die Temperaturen einbrechen und sich die Batterie schneller entlädt als gedacht, kann man sich beispielsweise per SMS, Whatsapp, Slack oder Telegram alarmieren lassen, sobald das E-Auto dringend Strom benötigt. Basierend auf dem Standort des angeschlossenen Fahrzeugs kann der Nutzer auch Automatisierungen erstellen. So öffnet sich beispielsweise das Garagentor automatisch, sobald das Auto in die Nähe des Hauses kommt. Man nennt das Geofencing.
Elektroautos laden, wenn's am günstigsten ist
Im Alltag und im Haushalt spielen E-Autos und IoT-Geräte eine immer größere Rolle. Beispielsweise kann sich die Heizung dem Nutzungsverhalten der Bewohner anpassen und dabei die Wetterprognosen berücksichtigen. Das spart Energie. Auch das Elektroauto sollte „intelligent“ geladen werden will, um Ressourcen zu schonen. Hier ist ein schlaues Energiemanagement sinnvoll.
Conrad Connect hat bereits einen speziellen Service für das norwegische Energieunternehmen Fjordkraft entwickelt: das smarte Laden. Der Strompreis ändert sich in Norwegen stündlich. Die Idee: Eine App, die den Ladeprozess dynamisch steuert. Um zur richtigen Zeit den günstigsten Strom abzugreifen, passt die Software den Ladevorgang automatisch an. Sie tankt das E-Auto dann auf, wenn es am günstigsten ist.
Conrad im Wandel zur Service-Plattform
Mit dem Wandel von Conrad Electronic zur Sourcing Platform geht es dem Unternehmen nicht nur darum, als Business-Händler für Technik und Elektronik wahrgenommen zu werden. Es geht nicht mehr nur um Produkte, sondern vielmehr um Services und individuelle Lösungen. “Unternehmen müssen sich nicht zu einem Tech-Konzern entwickeln, um im Zuge der digitalen Transformation ihre IT agiler zu gestalten, Prozesse zu automatisieren oder smarte Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hier will Conrad anknüpfen und bietet neue Services an“, so Ralf Bühler, derzeit noch CSO B2B, ab 1. Januar 2021 CEO bei Conrad. Er fügt an: „Gerade das Thema Energiemanagement von IoT-Geräten ist für Energieunternehmen wie Fjordkraft wichtig. Aber ein Energieunternehmen ist kein Softwaredienstleister.“
Digitale Infrastrukturen als Baukastensystem
“Unternehmen wie Fjordkraft haben mal nicht eben eine vollumfängliche IoT-Plattform im Keller. Derartige digitale Infrastrukturen selbst aufzubauen, braucht Jahre und kostet Zeit und viele Ressourcen. Ganz davon abgesehen, diese ständig einwandfrei am Laufen zu halten. Aus diesem Grund greifen immer mehr Unternehmen auf fertige Lösungen wie die von Conrad Connect zurück,” so Andreas Bös, Vice President von Conrad Connect.
Wenn sie die digitale Infrastruktur einfach buchen, statt selbst aufzubauen, sind sie sofort startklar. Conrad Connect bietet Unternehmen mit seinem “Platform-as-a-Service” die Technologie, die sie dafür brauchen. Die Plattform funktioniert wie ein Baukastensystem. Mit ihr lassen sich unzählige smarte Geräte und Dienste unterschiedlicher Hersteller miteinander vernetzen. Je nachdem, was Kunden wie Fjordkraft benötigen.
Plattform läuft im Hintergrund und passt sich Bedürfnissen an
Fjordkraft integriert die Funktionen der Conrad Connect-Plattform per API-Schnittstelle in das Backend der App. Dieses Angebot von Conrad Connect nennt man Platform-as-a-Service. Es ist ein Service Modell des Cloud Computing Markets und kombiniert klassische Infrastrukturdienste mit Anwendungssoftware aus der Cloud. In einem PaaS-Modell lassen sich per API-Schnittstellen, Funktionen per Code steuern und nutzen. “Wir stellen Fjordkraft gewissermaßen eine Ready-to-use Programmierschnittstelle zur Verfügung. Die Applikation von Fjordkraft schickt uns Anfragen und die Logiken unserer Plattform erweitert die App. Die Schnittstelle zum Kunden, also das User Interface der App gestaltet Fjordkraft selber”, sagt Bös.
Stand: 16.12.2025
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