Klimaschutz ist auch eine Technikfrage und der VDMA meldet sich mit der Aussage: "Die Wasserstoff-Technologie ist bereit für den Schritt aus dem Labor in die Praxis". Zudem ruft der Branchenverband die Bundesregierung dazu auf, ihre Strategie nun rasch mit konkreten Maßnahmen versehen. Welche Chancen sich für den Maschinenbau ergeben.
(Quelle: Anusorn Nakdee/Shutterstock)
Die Bundesregierung soll ihre angekündigte Wasserstoffstrategie nun endlich mit konkreten Maßnahmen für einen Markthochlauf dieser Technologie versehen. Das unterstreicht auch der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen. Morgen spricht er bei den Fachgesprächen der Bundesregierung mit Wasserstoffexperten und Anwendern. Er sagt im Vorfeld: „Globaler Klimaschutz ist ohne Wasserstoff und daraus hergestellte chemische Energieträger nicht möglich; nicht zuletzt weil Deutschland als Energieimporteur auch auf Lieferungen ,grüner‘ Energie aus dem Ausland angewiesen ist“.
Klimaschutz kann auch Maschinenbauern helfen
Für die Industrie und den Maschinenbau in Deutschland verbinden sich mit der Nutzung von Wasserstoff große Chancen. Als Anbieter und Exporteur von Technologien und Anlagen können gerade mittelständische Unternehmen erheblich von einem internationalen Markthochlauf profitieren und ihre Wettbewerbsposition stärken. Der VDMA hatte sich daher intensiv am Gas-Dialog der Bundesregierung beteiligt und unterstützt das Vorhaben, noch in diesem Jahr eine Wasserstoffstrategie zu verabschieden. Denn Wasserstoff und Power-to-X-Technologien – also die Umwandlung von Strom in Gas oder flüssige Kraftstoffe – tragen maßgeblich dazu bei, Erneuerbare Energie in den Sektoren Wärme, Mobilität und Industrie nutzbar zu machen. Diese Sektorkopplung sei ein elementarer Baustein für den Klimaschutz.
Wie sich Wasserstoff im großen Stil herstellen lässt
Während im politischen Berlin bislang vor allem über Forschungsgelder nachgedacht werde, ist die Industrie längst weiter: „Power-to-X als Technologie zur Herstellung von Wasserstoff und Wasserstoffderivaten ist bereit für den Schritt aus dem Labor in die Realität“, kommentiert Peter Müller-Baum, Geschäftsführer der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications. Power-to-X-Projekte müssten nun im industriellen Maßstab realisiert werden, um die Vorreiterrolle der heimischen Technologieanbieter zu festigen.
Klimaschutz: Wasserstoff benachteiligt
„Hierzu braucht es ein Level-Playing Field in den regulatorischen Rahmenbedingungen“, fordert Müller-Baum, da die Technologie im Vergleich zu anderen Klimaschutz-Optionen durch Steuern und Abgaben benachteiligt werde. Um einen Markteintritt zu ermöglichen sei zum Beispiel die ambitionierte Umsetzung der europäischen Renewable Energies Directive (RED II) in nationales Recht notwendig. Der VDMA fordert - wie auch andere Verbände - für RED II einen Anteil von 20 Prozent erneuerbarer Energie im Verkehr bis 2030 vorzusehen. Entsprechende Signale sollten dafür von der Wasserstoff-Konferenz der Bundesregierung ausgehen. Der VDMA gehe daher mit einer detaillierten Position und konkreten Vorschlägen in die morgige Diskussion.
Zur Stakeholder-Konferenz in Sachen nationaler Wasserstoffstrategie
Am 5. November 2019 findet eine Stakeholder-Konferenz zur nationalen Wasserstoffstrategie in das Westhafen Event & Convention Center in Berlin statt. Federführend sind Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, und Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. In der Einladung der Bundesregierung heißt es, dass gasförmige Energieträger in einem Industrieland wie Deutschland ein integraler Teil des Energiesystems seien. Wasserstoff werde in Zukunft eine Schlüsselfunktion einnehmen. Die Beherrschung der notwendigen Technologien berge gleichzeitig große industrie-, energie- und klimapolitische Potenziale. Diese gilt es mit der nationalen Wasserstoffstrategie zu erschließen.
Stand: 16.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die WIN-Verlag GmbH & Co. KG, Chiemgaustraße 148, 81549 München einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://kontakt.vogel.de/de/win abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Weiterlesen: Welche Ziele TUM, Oerlikon, GE Additive und Linde mit dem neuen Cluster für Additive Fertigung in Bayern verfolgen