KI-Innovation Siemens Energy und HPE: Neue Impulse für das Engineering

Von HPE 3 min Lesedauer

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Siemens Energy setzt auf HPE für KI-gestütztes Engineering. Die globale Plattform ermöglicht 1,5-fach schnellere Simulationen bei voller Datensouveränität und optimierter Wirtschaftlichkeit.

Intelligente Netzinfrastruktur für die Energiewende: Siemens Energy nutzt eine neue KI-Plattform, um das Engineering für die globale Stromversorgung zu beschleunigen und die Stabilität moderner Netze sicherzustellen.(Bild:  HPE)
Intelligente Netzinfrastruktur für die Energiewende: Siemens Energy nutzt eine neue KI-Plattform, um das Engineering für die globale Stromversorgung zu beschleunigen und die Stabilität moderner Netze sicherzustellen.
(Bild: HPE)

Siemens Energy baut mit HPE eine globale Plattform für Engineering-Hochleistungsrechnen auf. Das Unternehmen reagiert damit auf die Rekordnachfrage nach Energie weltweit. Für die KI-Fähigkeiten der Plattform sorgt „NVIDIA AI Computing by HPE“, das gemeinsam von HPE und NVIDIA entwickelte Lösungsportfolio für KI-Fabriken. Damit schafft Siemens Energy die Grundlage für künftige KI-gestützte Simulationsworkflows und neue Ingenieurmethoden. Betrieben wird die Plattform an Standorten in den USA und Deutschland; Siemens Energy behält die volle Kontrolle über Daten und Systeme unter strikten Exportkontrollauflagen.
„Das ist ein außergewöhnlicher Moment: Die Nachfrage nach Energie verändert nicht nur unsere Infrastruktur, sondern auch unser Engineering", sagte Kian Mossanen, CIO und CDO von Siemens Energy. „Mit HPE haben wir jetzt enorme Rechenleistung und können KI so einsetzen, wie es vorher schlicht nicht möglich war. Das beschleunigt Innovation in unserem gesamten Geschäft – von der schnelleren Simulation und Erprobung von Turbinendesigns bis hin zu digitalen Zwillingen, die Ausfälle vorhersagen, bevor sie eintreten. Künftig werden unsere Ingenieure und KI-Agenten Seite an Seite arbeiten. HPE hilft uns, in wichtigen Bereichen unseres Geschäfts ein agentisches Unternehmen zu werden."

Höchstleistung für rechenintensive Engineering-Prozesse

Die weltweite Nachfrage nach Stromerzeugung wächst so schnell wie seit Jahrzehnten nicht. Die Elektrifizierung von Industrie und Verkehr, der Ausbau von KI-Rechenzentren und die Modernisierung veralteter Stromnetze schaffen für Siemens Energy eine enorme Marktdynamik. Das Unternehmen liefert Technologie und Services entlang der gesamten Energie-Wertschöpfungskette, von Gas- und Dampfturbinen über Netzinfrastruktur bis zur Windkraft. Das spiegelt sich im Rekord-Auftragsbestand von 154 Milliarden Euro zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026. Um diese Nachfrage zu bedienen, braucht es einen qualitativen Sprung: KI muss ins Engineering und in den Anlagenbetrieb, um Entwicklungszyklen zu verkürzen, Anlagenverhalten vorherzusagen und den Betrieb schneller, günstiger und unter souveräner Kontrolle zu skalieren.
„Infrastruktur ist zum entscheidenden Engpass für die Skalierung von KI geworden. Unternehmen brauchen Leistung, Souveränität und Kosteneffizienz gleichzeitig, ohne Kompromisse", sagte Antonio Neri, President und CEO von HPE. „Siemens Energy betreibt einige der rechenintensivsten Engineering-Prozesse weltweit und steigert die Turbineneffizienz auf Rekordniveau. HPE gibt ihnen eine Plattform, die für diese Realität gebaut ist und für das agentische Unternehmen, das sie für morgen aufbauen."

Effizientere Turbinenentwicklung durch modernes Engineering

Die Ingenieurteams von Siemens Energy verbinden Hochleistungs-Simulation mit KI-gestützter Konstruktion: Sie modellieren Aerodynamik, Thermik und Strukturverhalten von Turbinen, jeweils zugeschnitten auf den Einsatzort, von der Arktis bis zu den Tropen. Strömungssimulation (CFD), beschleunigt durch GPU und Nvidia CUDA-X, etwa mit Siemens Simcenter StarCCM+, ermöglicht es Siemens Energy, emissionsarme Turbomaschinen der nächsten Generation deutlich schneller und präziser zu entwickeln: Die Simulationszeiten sinken von Tagen oder Wochen auf Stunden, und gleichzeitig lassen sich mehr Designvarianten durchspielen.
Darüber hinaus nutzt das Unternehmen digitale Zwillinge auf Basis von Nvidia-Omniverse-Bibliotheken und vorausschauende Wartung, um die weltweit installierte Basis zu überwachen und zu optimieren. Ein großer Teil der Anlagen von Siemens Energy ist in stark regulierten Bereichen im Einsatz; die Engineering-Daten unterliegen den Exportkontrollvorschriften der USA und der EU.

Volle Datenkontrolle durch eine souveräne Private Cloud

HPE begegnet diesen Anforderungen mit einer Private-Cloud-Umgebung über das Betriebsmodell GreenLake Flex. Sie erweitert die Rechenkapazitäten bei CPU, GPU, Storage und Netzwerk gegenüber der bisherigen Umgebung von Siemens Energy erheblich. Die zuvor genutzte Public Cloud war bei nahezu permanenter Vollauslastung schlicht zu teuer. GreenLake Flex löst das mit einem wirtschaftlichem Pay-per-Use-Modell. Siemens Energy behält dabei die volle operative Kontrolle über Systeme und Daten; HPE liefert die Infrastruktur-Services für Server, Storage, Netzwerk und Sicherheit.Kernbausteine der Plattform sind HPE-ProLiant-Server, bestückt mit AMD-EPYC-Prozessoren für Hochleistungs-Simulation und mit NVIDIA Accelerated Computing – außerdem Hochgeschwindigkeitsnetzwerke mit Nvidia Quantum InfiniBand und Nvidia AI Enterprise Software für agentische KI und maschinelles Lernen. HPE Alletra Storage MP B10000 liefert die für Simulationen nötige Performance und die langfristige Datenhaltung, die regulatorisch gefordert ist. Zusammen bilden diese Technologien die Grundlage für immer komplexere Simulations-, Digital-Twin- und KI-gestützte Engineering-Workflows. Der US-Standort ist bereits in Betrieb; der deutsche Standort soll bis Mitte 2026 vollständig aufgebaut sein.

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