Der Kunststoffspezialist Pöppelmann KAPSTO fertigt mittels additiver Fertigung (3D-Druck) individuelle Schutzkappen und Verschlussstopfen für Vorserien und Kleinserien. Abhängig vom Bauteil kommen dafür unterschiedliche Verfahren und Materialien zum Einsatz.
(Quelle: Pöppelmann KAPSTO)
Die Pöppelmann-Division KAPSTO entwickelt und produziert Schutzlösungen aus Kunststoff für verschiedene Anwendungen. Die Schutzkappen und Schutzstopfen, Griffkappen und Schraubstopfen sowie individuell für kundenspezifische Anwendungen entwickelten Artikel schützen Außengewinde, Bolzen, Leitungen, etc. während der Fertigung oder dem Transport. Der Kunststoffspezialist bietet seinen Kunden die schnelle Entwicklung und Lieferung für Katalog- und Sonderartikel. Dabei ermöglicht das Verfahren der additiven Fertigung (3D-Druck) kurzfristig realisierbare sowie sehr flexible, individuelle Lösungen sowohl für Vorserien als auch qualitativ erstklassige Kleinserien.
Abteilung Rapid Manufacturing
Die Pöppelmann-Experten für dieses Verfahren arbeiten im Werkzeug-Technologie-Zentrum des Unternehmens. Ihre Abteilung hat den Namen Rapid Manufacturing. Rapid Manufacturing bedeutet die flexible, werkzeuglose Produktion von Bauteilen aus CAD-Daten. Hier entstehen sowohl Produkte (von Funktionsprototypen bis hin zu Vorserien und Kleinserien) als auch Werkzeuge (Rapid Tooling). Oben drauf gibt es höchste Qualität und höchste Wirtschaftlichkeit im Doppelpack: Denn die Investition in teure Werkzeuge entfällt, das Produkt wird in der gewünschten Geometrie auf Basis der Konstruktionsdaten Schicht für Schicht aufgebaut.
Additive Fertigung geeignet für Kleinserien
Die additive Fertigung eignet sich für Kleinserien, Anschauungs- sowie Funktionsprototypen. Auch kurzfristig nutzbare Werkzeugeinsätze für Spritzguss- und Thermoform-Produktion lassen sich auf diese Weise innerhalb von ein bis zwei Wochen – zum Teil sogar innerhalb weniger Tage – realisieren.
Für die Entwicklung ihrer Anwendungen steht den Kunden der umfassende Pöppelmann-Service zur Verfügung: Die Experten der Unternehmensgruppe unterstützen mit ihrem Fachwissen die 3D-Druck-gerechte Auslegung der Produkte. Bei einfachen Spritzguss- oder Thermoform-Artikeln in kleinen Stückzahlen kann Pöppelmann KAPSTO die komplette Prozesskette abdecken. Als Experte für Spritzguss und Thermoformen begleitet Pöppelmann bei Bedarf auch die Produktion weiterführender hoher Stückzahlen. In den vergangenen Jahren wurde zudem der Bereich der Konstruktion und Fertigung von 3D-gedruckten Werkzeugeinsätzen stetig ausgebaut.
(Dank verschiedener Verfahren der additiven Fertigung erstellt Pöppelmann KAPSTO Muster und Kleinserien in Rekordzeit, zum Beispiel diesen Schutzstopfen in Hausfarbe mit Logo-Gravur eines Kunden.Bild: Pöppelmann KAPSTO)
Vielzahl von 3D-Druck-Verfahren und Materialien
Dabei ist die Palette der 3D-Druck-Verfahren breit gefächert. Abhängig vom Bauteil und den benötigten mechanischen Eigenschaften der eingesetzten Schutzkappe oder des Schutzstopfens entscheiden die Experten von Pöppelmann KAPSTO individuell, welches Verfahren am besten geeignet ist, um die Qualität des späteren Serienprodukts wiederzugeben. Zur Auswahl stehen unter anderem Fused-Layer-Modeling (FLM), Material-Jetting (MJ), Selektives-Laser-Sintern (SLS) und Rapid Tooling (Thermoformen und Spritzguss).
Die große Flexibilität der additiven Fertigung zeigt sich auch an der Vielzahl der unterschiedlichen Materialien: von Hytrel oder Polypropylen bis hin zu Kunststoffen, die einem TPE sehr nahe kommen, zum Beispiel TPU. Die Materialwahl erfolgt auf Basis der individuellen Ansprüche des zu schützenden Bauteils. Auch hinsichtlich der Farbgebung eröffnet die additive Fertigung eine große Auswahl.
Viele Mehrwerte – besonders bei komplexen und individuellen Bauteilen
Die Vorteile des 3D-Drucks gegenüber der konventionellen Fertigung kommen bei komplexen und individuellen Bauteilen besonders zur Geltung. Für die interne Verwendung bei Pöppelmann ist das beispielsweise schon heute häufig der Fall bei Entnahmehände oder Greifersystemen, die in der Spritzgussfertigung eingesetzt werden. Bei den 3D-Druck-Verfahren sind die Bauteilkosten in erster Linie von den Bauteilabmaßen abhängig, nicht aber von der Bauteilkomplexität.
Grundsätzlich gilt: Je komplexer eine Geometrie ist, desto kostengünstiger lässt sich das Produkt im Vergleich zur konventionellen Fertigung herstellen.
Stand: 16.12.2025
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Der Kunststoffspezialist aus dem niedersächsischen Lohne entwickelt und produziert Schutzelemente, die in erster Linie in der industriellen Fertigung zum Einsatz kommen und empfindliche und funktionsentscheidende Bauteile während der Produktion, der Lagerung und des Transports schützen. Das Normprogramm von Pöppelmann KAPSTO umfasst Produkte in über 3.000 Abmessungen für alle erdenklichen Anwendungsfälle, die stets aus dem Lagerbestand lieferbar sind. Dazu kommt ein Sonderprogramm von noch einmal 2.000 weiteren Ausführungen, die der Kunststoffspezialist innerhalb von zwei Wochen liefert.