Mit Kisters 3DViewStation können Unternehmen 3D- und 2D-CAD-Daten über Unternehmensgrenzen hinweg sicher bereitstellen, analysieren und kommentieren – ohne native CAD-Systeme oder Datenkonvertierung.
Die Kisters 3DViewStation ist als Desktop, VR-Edition und HTML5 Web-Version verfügbar.
(Bild: Kisters)
Die Kommunikation zwischen OEMs und Lieferanten, wie Formenbauern und Werkzeugbauern, ist heute ein entscheidender Faktor für schnelle Entwicklungs- und Beschaffungsprozesse. Gleichzeitig steigt die Komplexität von Produkten, Baugruppen und Lieferketten kontinuierlich. Technische Rückfragen, Dateiaustausch, Änderungsstände und Abstimmungen verursachen häufig erhebliche Aufwände und Verzögerungen. Moderne Visualisierungstechnologien bieten hier neue Möglichkeiten. Hier kommt das CAD-Tool Kisters 3DViewStation zum Einsatz.
Schnellere Angebotsprozesse durch direkten Zugriff auf Geometriedaten
Ein typisches Szenario aus der Fertigungsindustrie: Ein OEM möchte Angebote für Kunststoffteile, Gussteile oder komplexe Komponenten einholen. Dafür müssen Werkzeug- oder Formenbauer die Bauteilgeometrie analysieren und den Fertigungsaufwand bewerten. Statt 3D-Dateien per E-Mail oder Datenaustauschplattformen an mehrere Zulieferer zu versenden, stellt er das Modell über Portallösungen wie VisShare für einen Onlinezugriff bereit. Bei Bedarf können unterschiedliche Nutzerberechtigungen eingerichtet werden. Die angefragten Lieferanten können das Bauteil direkt im Browser mit dem integrierten Kisters 3DViewStation WebViewer ansehen, analysieren, messen, bewerten und kommentieren. Sie prüfen Entformungsschrägen, messen Wandstärken, führen Kollisionsanalysen durch, kontrollieren Hinterschnitte und bewerten die Werkzeugkomplexität. Der OEM behält dabei die Kontrolle über seine Konstruktionsdaten, da keine CAD-Modelle heruntergeladen werden. Das Ergebnis sind schlankere Request-for-Quote Prozesse (RFQ) und weniger unkontrollierbare Datenkopien.
Rückfragen direkt und interaktiv am Modell ersetzen lange Abstimmungsschleifen
In vielen Angebotsprozessen entstehen Rückfragen, beispielsweise zu Radien, Trennfugen oder Fertigungstoleranzen. Üblicherweise werden dazu Screenshots erstellt, PDF-Dokumente kommentiert, E-Mails geschrieben oder Besprechungen angesetzt. Mit der 3DViewStation können Lieferanten Anmerkungen und Markierungen direkt an den betroffenen Geometriebereichen im 3D-Modell hinterlegen. Konstruktion, Einkauf und Lieferant arbeiten auf derselben visuellen Grundlage. Dadurch werden Missverständnisse vermieden, Abstimmungsschleifen verkürzt und Entscheidungen schneller getroffen.
Konstruktionsänderungen schneller bewerten
Besonders aufwendig wird es, wenn sich Bauteile während einer laufenden Anfrage ändern. Verändert der OEM beispielsweise Rippenstrukturen, Wandstärken oder Entformungsrichtungen, müssen Lieferanten häufig manuell prüfen, welche Auswirkungen dies auf Werkzeugkosten und Fertigungsaufwand hat. Durch den direkten Vergleich von Geometrieständen mittels spezieller Funktionen in der 3DViewStation lassen sich Änderungen schnell identifizieren. Werkzeugbauer erkennen sofort, welche Bereiche betroffen sind und können ihre Kalkulation gezielt anpassen. Angebote liegen dadurch schneller vor und müssen seltener vollständig neu erstellt werden.
Auch intern entstehen erhebliche Einsparpotenziale. Viele Unternehmen verfügen über tausende bestehende Komponenten, die häufig mehrfach entwickelt oder beschafft werden, weil sie nicht gefunden werden. Durch geometriebasierte Ähnlichkeitssuchen, die individuell in ein führendes System implementiert werden, können Konstruktion und Einkauf vorhandene Bauteile anhand ihrer Form identifizieren. Ein Einkäufer kann beispielsweise prüfen, ob ein ähnliches Gehäuse, eine Halterung oder ein Gussteil bereits im Unternehmen existiert, bevor eine neue Anfrage gestartet wird. Das reduziert die Variantenvielfalt, vermeidet Doppelentwicklungen und senkt die Beschaffungskosten.
CAD-Daten im Teilekatalog nutzbar machen
Digitale Teilekataloge profitieren ebenfalls von integrierter 3D-Visualisierung. Mitarbeiter können mit einzelnen Klicks im CAD-Modell Komponenten und dazugehörige Teilenummern visuell identifizieren und damit Bestände prüfen und Bestellungen auslösen. Gerade im Ersatzteilgeschäft oder bei Variantenprodukten verkürzt dies Suchzeiten, minimiert Fehlbestellungen und reduziert Rückfragen zwischen Vertrieb, Service, Einkauf und Kunden.
Checkliste
So beschleunigen Fertigungsunternehmen Beschaffungs- und Vertriebsprozesse mithilfe eines leistungsstarken CAD-Visualisierungstool:
CAD-Daten zentral verfügbar machen: Lieferanten, Kunden und interne Abteilungen greifen browserbasiert ohne Dateiversand und Medienbrüche auf dieselbe Informationsbasis zu.
Angebotsanfragen und Rückfragen über Portallösung des 3D Viewers: Bauteile können direkt und ohne CAD-Arbeitsplatz analysiert, kommentiert und bewertet werden.
Änderungen frühzeitig erkennen: Geometrie- und Versionsvergleiche helfen dabei, Auswirkungen von Konstruktionsänderungen schnell zu bewerten.
Vorhandene Komponenten wiederverwenden: Geometriebasierte Ähnlichkeitssuchen reduzieren Doppelentwicklungen und Beschaffungskosten.
Digitale Teilekataloge integrieren: Komponenten lassen sich visuell identifizieren, sodass technische Informationen unmittelbar genutzt werden können.
Know-how schützen: Geometrien werden bereitgestellt, ohne native CAD-Dateien weiterzugeben.
Vertriebsunterlagen aufwerten: 3D-Modelle für Kundenpräsentationen und Angebote einsetzen.
Stand: 16.12.2025
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Die Lieferantenkommunikation wird dann effizient, wenn Unternehmen CAD-Daten sicher, schnell und visualisierbar bereitstellen können. Mit der 3DViewStation und VisShare erhalten Fertigungsunternehmen eine Plattform, die die Kommunikation vereinfacht und gleichzeitig als Bestandteil des Digital Threads alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette beschleunigt. Alle relevanten Stakeholder erhalten direkten Zugriff auf relevante Produktdaten. Dadurch verkürzen sich Angebotszyklen, Administrations- und Abstimmungsaufwände werden reduziert, und Änderungen können deutlich schneller bewertet werden.
Über die 3DViewStation
Die Kisters 3DViewStation steht für eine moderne Oberfläche, performantes Viewing, fortgeschrittene Analyse und Integrationsfähigkeit in führende Systeme. Sie verfügt über viele aktuelle Importer für 3D- und 2D-Daten von u.a. Catia, Creo, NX, Inventor, Solidworks, SolidEdge, Inventor, Revit, JT, 3D-PDF, STEP, DWG, DXF, DWF, MS Office und viele andere.
Die 3DViewStation wird nahe an Kundenanforderungen entwickelt und ist als Desktop, VR-Edition und HTML5 Web-Version verfügbar. Dazu gibt es die Online-Kollaborationsplattform VisShare. Alle Produktvarianten sind dank APIs für den Einsatz in PLM-, ERP- oder anderen Management-Systemen wie Produkt-Konfiguratoren und Ersatzteilanwendungen vorgesehen. Für Cloud-, Portal- und Web-Anwendungen steht die HTML5-basierte WebViewer-Version zur Verfügung, die keinerlei Client-Installation erfordert. Alle Datenformate können in Kombination mit den intelligenten Navigations- und Hyperlinkfunktionen genutzt werden, um den Anforderungen komplexer Integrationsszenarien gerecht zu werden.