In wirtschaftlich und politisch turbulenten Zeiten mit steigenden Kosten sind Automatisierungslösungen in Produktion und Logistik stark gefragt. Ebenso wichtig sind Zulieferer, die über Produkte hinaus komplexe Vorarbeiten übernehmen, etwa die Konfektionierung einbaufertiger Energiekettensysteme. Wie das schnell und zuverlässig gelingt, zeigt Igus mit seinem Readycable- und Readychain-Service.
Igus beliefert Maschinenbauer mit maßgeschneiderten und einbaufertigen Energieketten, die bereits mit den passenden Leitungen und Steckverbindern ausgestattet sind – und das ab Stückzahl 1.
(Bild: Igus)
Das Kölner Unternehmen Igus liefert Energieketten an Maschinenbaubetriebe, die bereits mit passenden Leitungen und Steckverbindern bestückt sind. „Dieses ‚Alles-aus-einer-Hand-Prinzip‘ spart bis zu 75 Prozent Montagezeit“, sagt Christian Stremlau, Geschäftsbereichsleiter Readychain und Readycable bei Igus. „Kunden weltweit bestätigen uns, dass wir mit dem Readychain-Service einen Beitrag zur Schonung von Personalressourcen leisten und die Auslieferung von Maschinen und Anlagen beschleunigen. Diese Zeitersparnis ist für unsere Kunden ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.“ Um das zu ermöglichen, setzen die Kölner auf Prozessintegration durch Automatisierung, hohe Lagerbestände und Vorzugslieferanten. Gleichzeitig baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten weiter aus, damit Kunden von hoher Verfügbarkeit und schnellen Lieferzeiten profitieren.
Hoher Automationsgrad senkt Kosten und steigert Effizienz
Sowohl Klein- als auch Groß- und Sonderaufträge werden bei Igus mit deutlich reduziertem Kommissionierungsaufwand abgewickelt. Der Kunde profitiert so von schnelleren Lieferzeiten, gleichbleibend hoher Qualität und guten Preisen.
(Bild: Igus)
Allein für die Antriebstechnik bietet Igus über 6.000 vorkonfektionierte Leitungen, passend für 41 namhafte Antriebshersteller wie Siemens, Beckhoff, Bosch Rexroth oder SEW-Eurodrive. Der Anspruch von Igus ist es, jedem Kunden eine hochwertige, kostengünstige Lösung zu bieten. Dafür verfolgt der Anbieter die Vision einer werkzeuglosen Fabrik. Dabei werden Lieferanten gezielt nach der Maschinenverarbeitbarkeit ihrer Produkte ausgewählt. „Bei der Herstellung der Readychains setzen wir auf einen hohen Grad an Automatisierung – auch für kleine Losgrößen“, erklärt Christian Stremlau. So kommen unter anderem Maschinen zum Einsatz, die Leitungen ablängen oder Schirme aufflechten. Aber auch eigens entwickelte, patentierte Automationslösungen wie die vier Igus Crimp Tower, die Produktion und Lager verbinden. Jeder Turm beherbergt zehn Crimp-Maschinen. Jede Maschine trägt wiederum zwei Kontakttypen (Stift/Buchse), sodass ein Tower 20 Kontakttypen zum sofortigen Einsatz bietet. Das bedeutet bei vier Towern insgesamt 80 unterschiedliche Kontakttypen, die ad hoc verfügbar sind. Durch diese Automatisierung kann Igus effizienter produzieren. Klein-, Groß- und Sonderaufträge lassen sich dadurch mit reduziertem Aufwand abwickeln. Der Kunde profitiert wiederum von schnelleren Lieferzeiten, gleichbleibender Qualität und guten Preisen.
Hohe Verfügbarkeit durch Zusammenarbeit mit zuverlässigen Vorzugslieferanten
Durch Automationslösungen wie eigens entwickelte Crimp-Tower sorgt Igus für geringere Durchlaufzeiten sowie eine höhere Produktivität und Qualität.
(Bild: Igus)
Die Corona-Pandemie zeigte, dass funktionierende Versorgungsketten keine Selbstverständlichkeit sind. Maschinen- und Anlagenbauer gerieten in gefährliche Produktionsstillstände. Doch auch nach der Pandemie bleibt das Thema Lieferzeiten relevant. Viele Hersteller reduzieren aus Kostengründen ihren Direktvertrieb und arbeiten stattdessen mit Vertriebspartnern und Online-Portalen zusammen, was die Transportwege und Lieferzeiten verlängert. „Mit unserem Readychain-Service möchten wir eine direkte Verfügbarkeit gewährleisten“, sagt Stremlau. „Deshalb wählen wir unsere Lieferanten und Lagerbestände sorgsam aus.“ Dafür setzt Igus auf ein starkes Netzwerk von Vorzugslieferanten, darunter Harting, TE Connectivity, Intercontec, Hummel, Murrelektronik, Yamaichi, Binder und FCT/Molex. Diese Partner bilden mit Igus ein eingespieltes Team. Oftmals ermöglichen diese Lieferanten auch scheinbar Unmögliches – ein echter Wettbewerbsvorteil für alle Beteiligten. Gleichzeitig lagert das Unternehmen derzeit Steckverbinder im Einkaufswert von rund 16 Millionen Euro in Köln und erhält diese in Großchargen von allen Standorten. „Wir stimmen die Produktionszeiten, Wiederbeschaffungszeiten und Verfügbarkeiten genau aufeinander ab“, betont Stremlau. „So können alle Beteiligten kurze Lieferzeiten garantieren.“ Derzeit sucht Igus nach weiteren Lieferanten, um dieses Netzwerk stetig auszubauen.
Flexibler und schneller Service dank wachsender Produktionskapazitäten
Im Rahmen des Readychain-Services werden am Igus-Hauptsitz in Köln auf 4.175 Quadratmetern Fläche Leitungen und Ketten als einbaufertiges System konfektioniert, sodass beim Kunden vor Ort nur noch wenige Arbeitsschritte notwendig sind. Die E-Kettensysteme lassen sich darüber hinaus mit smarter Sensorik (smart plastics) ausstatten, um eine intelligente Zustandsüberwachung sowie vorausschauende Wartung zu ermöglichen. Um weltweit eine lückenlose Belieferung in alle Bereiche der Industrie sicherzustellen, produziert und konfektioniert Igus seine Readycable und Readychains nicht nur am Hauptsitz in Köln, sondern an 13 weiteren Standorten. Diese globale Präsenz ermöglicht es, Kunden in allen Regionen schnell und zuverlässig zu beliefern. Gleichzeitig profitieren alle Standorte vom kontinuierlichen Wissenstransfer und internen Wettbewerb um die besten Prozesse und Maschinen. Eigene Entwicklungen, die es so nicht auf dem Markt gibt, sind das Ergebnis dieses Innovationsgeistes.
Der jüngste Standort in Deutschland entstand im Januar 2025 mit der Übernahme der Elko Verbindungstechnik GmbH in Kirchheim. Das Unternehmen ist seit über 25 Jahren spezialisiert auf die Konfektionierung von Kabeln und Steckverbindern, die im Maschinenbau und der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Das Unternehmen besitzt tiefe Wurzeln in der Region, gewachsene Kundenbeziehungen und einem Ruf für Flexibilität, Qualität und persönliche Betreuung. Elko, als etablierter Leitungskonfektionär im süddeutschen Raum bekannt, bringt nicht nur regionale Nähe zu den Kunden, sondern auch jahrzehntelange Erfahrung in der Kabelkonfektion mit. Für Kunden bedeutet die Integration einen echten Mehrwert: Die regionale Nähe sorgt für kurze Wege und schnelle Reaktionszeiten, während die Zugehörigkeit zur Igus-Gruppe neue technologische Möglichkeiten eröffnet. So investiert Igus gezielt in die Automatisierung der Fertigung bei Elko, bringt moderne Maschinen und optimierte Prozesse nach Kirchheim und stärkt die Lieferketten – ohne dabei die Identität des Unternehmens zu verändern.
Stand: 16.12.2025
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Denn Elko bleibt Elko: Der Name, die familiäre Unternehmenskultur und der enge persönliche Kontakt zu den Kunden bleiben erhalten. Die bestehenden Kundenbeziehungen werden nicht nur gepflegt, sondern durch die neuen Ressourcen weiter gestärkt. Gleichzeitig kann Elko nun neue Kundengruppen ansprechen, auf das Igus-Steckerlager zurückgreifen und seine Leistungsfähigkeit deutlich ausbauen. Die Kombination aus lokaler Verankerung, jahrzehntelanger Erfahrung und der Innovationskraft von Igus macht Elko zu einem noch stärkeren Partner für Maschinenbau und Automobilindustrie – insbesondere für Kunden in Süddeutschland, die auf Schnelligkeit, Qualität und Verlässlichkeit angewiesen sind.
Markus Hüffel ist Produktmanager Readycable & Readychain bei Igus.