Keba auf der SPS: Digitalisierung, HMI und Roboterlösungen
Verantwortlicher Redakteur:in:
Rainer Trummer
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Keba Industrial Automation, der Komplettanbieter für Industrie-Automatisierung, setzt auf der SPS 2023 stark auf Austausch und Dialog. Auf über 330m² Fläche am Stand 470 in Halle 7 wird das Team von Keba folgende Schwerpunkte hervorheben: Digitalisierung, HMI, einfaches Integrieren und Bedienen von Roboterlösungen und Kemro X, der Keba-Plattform für Software und Hardware. Dazu kommen Produkteinführungen des Handbediengeräts KeTop T135, der KeDrive D3-AC-Antriebe sowie des Produktkonfigurators für HMI-Anwendungen.
(Quelle: Keba)
Im Bereich Digitalisierung wird unter den Besucherinnen und Besuchern mittels einer Akkupunktur-Puppe abgefragt, wo Industrieunternehmen so ihre Pain Points haben und mit welchen digitalen Lösungen diese behoben werden können. „Beim Thema Digitalisierung geht es sehr stark darum, zuzuhören, wo Unternehmen in ihren Abläufen und/oder Prozessen Schwachstellen oder Hürden haben. Und wo sie solche in Zukunft erwarten um dann gemeinsam zu überlegen, wie Digitalisierung hier unterstützen kann.“ So beschreibt Martin Schwarz, CSO der Keba Industrial Automation GmbH, einen Messefokus. Das Team von Keba zeigt einfach zu integrierende Lösungspakete für die optimierte Produktion und praktische Werkzeuge für Effizienz entlang des Automationsprozesses.
Anlagen um den Mehrwert von KI erweitern
Das Artificial Intelligence-Team wird anhand eines Spiels zeigen, wie künstliche Intelligenz in einen Steuerungsprozess eingebunden werden kann, zum Beispiel um Objekte in Echtzeit zu erkennen und zu tracken. Zudem wird das Team das Keba KI Development Kit präsentieren. Das DevKit, das sich momentan in einem Prototypenstatus befindet, besteht aus einer Linux basierten Keba C5-Steuerung inklusive I/O Karte(n) und dem KI Erweiterungsmodul. Dieses Erweiterungsmodul wurde speziell für KI-Anwendungen im industriellen Umfeld unter Einhaltung aller relevanten Normen entwickelt. Die darin enthaltene Toolchain umfasst alle Werkzeuge, um Modelle für das KI Erweiterungsmodul zu trainieren.
Weiters stehen Funktionsbausteine zur Verfügung, die es ermöglichen die Modelle direkt im SPS Code auszuführen. Industrieunternehmen mit KI Bedarf können so den raschen Einstieg in die Welt der neuronalen Netze schaffen und ihre Anlagen um den Mehrwert von KI erweitern.
Ankündigung der Zusammenarbeit mit RoboDK
In Bezug auf Robotiklösungen gibt es mehrere Highlights. Das Team von Drag&Bot (seit November 2021 Teil der Keba Gruppe) wird anhand einer Demo die einfache Integration von Robotik präsentieren. Das Drag&Bot-Modul dazu ist mittlerweile fester Bestandteil der Automatisierungsplattform Kemro X von Keba.
Ein weiterer Schwerpunkt im Bereich Robotik ist die offizielle Ankündigung der Zusammenarbeit mit RoboDK. RoboDK wurde 2015 in Kanada gegründet und hat sich auf die Offline-Programmierung und Simulation von Robotern spezialisiert. Unter Offline-Programmierung versteht man die Programmierung von Robotern außerhalb der Produktionsumgebung. Sie soll Produktionsausfälle eliminieren, die durch die Programmierung in der Fertigung verursacht werden.
Martin Schwarz: „Beim Thema Digitalisierung geht es sehr stark darum, zuzuhören, wo Unternehmen in ihren Abläufen und Prozessen Schwachstellen und Hürden haben oder in Zukunft erwarten um dann gemeinsam zu überlegen, wie Digitalisierung hier unterstützen kann."
(Quelle: Keba)
Kürzere Inbetriebnahmezeiten
Simulation und Offline-Programmierung ermöglichen es, mehrere Szenarien einer Roboterarbeitszelle zu untersuchen, bevor die Produktionszelle eingerichtet wird. Dazu gehört die optimale Positionierung des Roboters um Taktzeiten zu minimieren, Singularitäten zu vermeiden oder Erreichbarkeiten sicherzustellen. Vorbereitungen im Büro führen zu kürzeren Inbetriebnahmezeiten.
Die aktuell verfügbare Funktionalität ermöglicht die Erstellung von Roboterprogrammen in der Keba-Sprache Kairo innerhalb der RoboDK-Umgebung auf Basis von 3D-Modellen von Teilen und Systemen. Eine einfache Möglichkeit zur Übertragung auf KeMotion-Steuerungen ist ebenfalls verfügbar. Die Ausführung der Roboterbewegung kann sowohl in einer digitalen Umgebung als auch mit der eigentlichen Robotersteuerung innerhalb von RoboDK überwacht werden. Weitere Verbesserungen betreffen die Arbeitsabläufe bei der Anlagenplanung und -realisierung sowie den After-Sales-Support.
Modulare Maschinenkonzepte erfordern flexible, kompakte Antriebssysteme. Der neue KeDrive D3-AC ist ein Servoregler, der AC-Netzanschluss, Netzfilter und Bremswiderstand sowie drei Achsregler in einem Gerät integriert.
(Quelle: Keba)
Dreh-Drückknopf beschleunigt Produktkonfiguration
Im Bereich HMI zeigt das Keba Team auf der SPS mehrere Highlights. Neben Safe-Wireless (unserem kabellosen Ansatz) und dem adaptiven Dreh-Drückknopf KeWheel wird erstmalig ein Produktkonfigurator vorgestellt. In diesem Konfigurator kann man mit nur wenigen Klicks mobile und stationäre KeTop Panels nach eigenen Bedürfnissen und Erfordernissen konfigurieren. Anwender wählen aus einer großen Auswahl an KeTop „Basic“-Handbediengeräten. Damit konfigurieren sie in nur wenigen Schritten die Tastatur und das gewünschte Design, sowie die Einbauelemente. Das dazu passende Zubehör, wie Anschlussboxen und Kabel, können sie ebenfalls dazu konfigurieren.
Stand: 16.12.2025
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Modulare Maschinenkonzepte erfordern flexible, kompakte Antriebssysteme. Der neue KeDrive D3-AC von Keba ist ein Servoregler, der AC-Netzanschluss, Netzfilter und Bremswiderstand sowie drei Achsregler in einem Gerät integriert. Der Dreiachs-Servoregler wurde mit dem Fokus auf dreiachsige Handlings-Kinematiken entwickelt. Besonders bei kartesischen Robotern ist eine erhöhte Antriebsleistung in der Z-Achse erforderlich. Daher gibt es beim Dreiachser Varianten mit 4 A/4 A/6 A- oder 8 A/8 A/12 A-Nennströmen.