IAA Mobility 2021: Wie Elektromobilität zur Goldgrube wird
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Rainer Trummer
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Bosch setzt in der Elektromobilität in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Euro um. Und das Geschäft nimmt weiter Fahrt auf: Bis 2025 soll sich der Umsatz verfünffachen.
(Quelle: Bosch)
„Die Elektromobilität wird für uns zum Kerngeschäft, die CO2-freie Mobilität zu einem Wachstumsfeld“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der IAA Mobility 2021 in München. Zu den Wachstumsfeldern zählt auch das automatisierte Fahren. Basis für alle Ausbaustufen bildet die Fahrerassistenz. Bosch wächst hier mit 40 Prozent stärker als der Markt. Die gute Positionierung des Unternehmens in den Feldern Elektromobilität und automatisiertes Fahren trägt dazu bei, dass sich Bosch in einem von Coronavirus-Krise, Halbleiter-Knappheit und beschleunigter Transformation der Mobilität geprägten Marktumfeld behaupten kann: Der Umsatz des Unternehmensbereichs Mobility Solutions steigt dieses Jahr um zehn Prozent.
Elektromobilität muss klimaschonend und bezahlbar sein
Mit Vorleistungen in Höhe von bislang insgesamt fünf Milliarden Euro und den effizientesten elektrischen Antriebslösungen im Markt ermöglicht das Unternehmen ihren Durchbruch. Allein in diesem Jahr kommen 700 Millionen Euro an Vorleistungen hinzu. „Wir richten uns darauf ein, dass die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen global steigt. In aller Welt werden 2035 voraussichtlich 60 Prozent aller Neuzulassungen E-Autos sein“, sagt Dr. Stefan Hartung, Bosch-Geschäftsführer und Vorsitzender des Unternehmensbereichs Mobility Solutions. Anspruch des Unternehmens ist es, die Mobilität der Zukunft in der Breite zu gestalten: „Sie muss das Klima schonen, aber nicht zuletzt im Hinblick auf die ambitionierten Ziele der EU auch bezahlbar und attraktiv sein“, ergänzt Denner. „Nur so werden Menschen und Güter auch morgen mobil sein.” Dazu verfolgt Bosch weiter einen technologie-offenen Ansatz und bietet weltweit klimaschonende Lösungen für alle Arten der Mobilität innerhalb der jeweiligen politischen Rahmenbedingungen. So investiert Bosch neben dem Batterie- auch in den Brennstoffzellen-Antrieb und verfolgt Kundenprojekte in China ebenso wie in den USA und Europa. Erste LKWs sind bereits auf chinesischen Straßen unterwegs.
IAA Mobility 2021: Bosch präsentiert flexibles Ladekabel ohne Kontrollbox
Beim elektrischen Fahren spielt das Laden eine entscheidende Rolle. Bosch präsentiert in München ein neues, flexibles Ladekabel für Elektroautos mit integrierter Steuerungs- und Sicherheitstechnik sowie Adaptern für Typ-2- und Haushaltsstecker. Dieses kommt auch beim Laden an der 230-Volt-Steckdose ohne die sonst übliche In-Kabel-Kontrollbox aus und wiegt dadurch unter drei Kilogramm – gut 40 Prozent weniger als herkömmliche Ladekabel mit Kontrollbox. Und damit Fahrer unterwegs nicht nach Lademöglichkeiten suchen müssen, bietet der internetbasierte Ladeservice von Bosch Zugang zu mehr als 200.000 Ladepunkten in Europa – unkomplizierte Abrechnung inklusive.
Bereits heute sind komplett fahrerlose Fahrfunktionen möglich. Beim Automated Valet Parking arbeitet Bosch mit Mercedes-Benz und weiteren Partnern am Serieneinsatz im Stuttgarter Flughafen-Parkhaus. Die neue Mercedes-Benz S-Klasse ist das weltweit erste Serienfahrzeug mit der notwendigen Technik an Bord. Damit Fahrzeuge per Smartphone-Befehl fahrerlos einen reservierten Stellplatz ansteuern können, stattet Bosch das Parkhaus unter anderem mit fest installierten Videokameras aus. Bis 2025 sollen 1000 weitere Parkhäuser folgen. Bei allem Komfortgewinn versteht Bosch die Automatisierung des Fahrens vor allem als Entwicklung, die mehr Sicherheit in den Straßenverkehr bringen kann. Bosch hat Systeme vom elektronischen Schleuderschutz bis zur automatischen Notbremsung auf den Markt gebracht und verfolgt weiter das Ziel des unfallfreien Fahrens. "Bosch beherrscht beides, die Elektronik an Bord des Autos ebenso wie das Internet der Dinge, mit dem das Auto vernetzt ist“, sagt Denner.
Stand: 16.12.2025
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