Bei der Open Industry 4.0 Alliance steht auf der SPS der Digitale Zwilling im Vordergrund und wie sich Unternehmen in der Praxis auf kommende EU-Vorschriften, etwa den Digital Product Passport und den Cyber Resilience Act, auf technologischer Ebene vorbereiten. „Follow The Digital Twin“ ist zudem ein Wettbewerb, mit dessen Hilfe Standbesucher die Interoperabilität standardisierter Digitaler Zwillinge visuell erleben und dabei einen Preis gewinnen können.
(Quelle: Gorodenkoff/AdobeStock)
Die Einführung und der Umgang mit Digitalen Zwillingen ist weniger komplex, als es mancher Industrieteilnehmer vermutet. Um dies für Messebesucher auf der SPS direkt erfahrbar zu machen, organisiert die Open Industry 4.0 Alliance den Wettbewerb „Follow the Twin“, der quer über die Messe zu Ständen von 13 Allianzmitgliedern führt. An den Ständen der Aussteller markieren QR-Codes den Digitalen Zwilling eines Geräts, den der Messebesucher scannen kann und eine dazugehörige Web-App öffnet sich. Wer fünf oder mehr der Digitalen Zwillinge findet und einscannt – die von den Unternehmen allesamt in einem Format gemäß der AAS strukturiert sind – dem winkt am Stand der Allianz ein Preis.
„Unser Motto lautet ‚Better together‘ und damit bringen wir frischen Wind in die Industrie-4.0-Landschaft“, erklärt Ekrem Yigitdöl, Geschäftsführer der Open Industry 4.0 Alliance. „In konkreten Implementierungsprojekten führen wir Standards zusammen und stärken die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. So erreichen wir für unsere Mitglieder und deren Kunden gemeinsam mehr.“
Digital Product Passport soll 2026 für erste Produktgruppen verpflichtend werden
Ein anderer Themenschwerpunkt ist der Digital Product Passport einer Initiative der Europäischen Kommission im Rahmen des Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR) – eines weiteren Bausteins des „European Green Deal“. Der DPP wird derzeit durch die europäische Standardisierungsorganisation CEN/CENELC definiert und soll bereits ab 2026 für erste Produktgruppen verpflichtend werden. „Was Praxisorientierung bedeutet, lässt sich am Beispiel des Digital Product Passport erklären, der etwa 2026 für Batterien in Elektroautos verpflichtend werden soll“, erklärt Christoph Hock, strategischer Projektleiter bei der Open Industry 4.0 Alliance.
„Zum DDP haben wir gerade ein arbeitsgruppenübergreifendes Projekt gestartet, dass sich neben der technischen Grundlagenarbeit mit der Frage beschäftigt, wie sich aus der Not eine Tugend machen lässt“, beschreibt Rüdiger Fritz, Director Product Management bei SAP und Working Group Lead bei der Open Industry 4.0 Alliance. „Die Umsetzung der regulatorischen Vorgabe erfordert es, aus verschiedenen Systemen die richtigen, stets aktuellen Daten im richtigen Format an die richtige Stelle zu schreiben. Das ist sehr aufwendig und für jedes Unternehmen unterschiedlich. Daher stellen wir uns die Frage, wie dieser Komplex im Sinne von effizienten Musterlösungen angegangen werden kann – und noch viel wichtiger: Wie kann ich dafür sorgen, dass auf dem Weg der Implementierung Vorteile für meine Produkte oder meine zugrundeliegenden Business Prozesse generiert werden?“
Der dritte Themenschwerpunkt ist das Vulnerability Management im Rahmen des kommenden Cyber Resilience Act der EU. Dieser wird „horizontale Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit digitalen Elementen“ regulieren. In diesem Zusammenhang hat das BSI Technische Richtlinien zu den Cyber-Resilienz-Anforderungen an Hersteller und Produkte herausgegeben (TR-03183 bzw. TR-03183-2), die formelle und fachliche Vorgaben für die Software Bill of Materials (SBOM) beschreiben. Bislang ist Vulnerability Management – vor allem über die vielen verschiedenen Geräte hinweg – noch kaum automatisiert. Die Remote Device Management Workgroup der Allianz wird eine Demo für interoperables Vulnerability Management zeigen, die auf dem Rahmenwerk der Asset Administration Shell (AAS; „Verwaltungsschale“) und den Technischen Richtlinien des BSI für SBOM aufsetzt.
Weitere Informationen zum Auftritt der Open Industry 4.0 Alliance auf der SPS
SPS-Bühnentalk am 14. November 2023 von 16:20 bis 16:40 Uhr in Halle 8, Stand 410 (Forum Halle 8): „Was der Digitale Zwilling auf Basis der AAS für mittelständische Komponentenhersteller bedeuten kann – ein Beispiel aus der Praxis eines Komponentenherstellers.“ Die Rolle der Asset Administration Shell (AAS; "Verwaltungsschale") und die Vorteile des Digitalen Zwillings. Ein Kurzvortrag von Christian Günther, Topic Owner Digital Twin bei Conplement, und Markus Weishaar, Director IIoT and Services bei Dunkermotoren, beide für die Open Industry 4.0 Alliance aktiv.
Stand: 16.12.2025
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