Mit ihrem Fokus hat die Sensor+Test ihre Rolle als international führende Fachmesse für Sensorik, Mess- und Prüftechnik bestätigt. Sie vereint technologische Tiefe und branchenübergreifende Vielfalt.
317 Aussteller aus 25 Nationen, 4351 Fachbesucher, 251 Kongressteilnehmer und rund 7000 Messeteilnehmer nutzten die drei Messetage der Sensor+Test, um sich über Trends, Entwicklungen, neue Technologien und Anwendungen auszutauschen.
(Bild: AMA Service)
Unter dem Motto „Willkommen zum Innovationsdialog“ traf sich vom 9. bis 11. Juni 2026 die internationale Sensorik- und Messtechnikbranche in Nürnberg. Drei Tage lang standen Innovationen, Fachgespräche und der direkte Austausch zwischen Industrie, Forschung und Entwicklung im Mittelpunkt. 317 Aussteller aus 25 Nationen, 4351 Fachbesucher, 251 Kongressteilnehmer und insgesamt rund 7000 Messeteilnehmer nutzten die drei Messetage der Sensor+Test, um sich über aktuelle Entwicklungen, industrielle Anwendungen und zukünftige Technologietrends auszutauschen. Aussteller präsentierten Lösungen, die die zunehmende Verschmelzung von Sensorik, Datenverarbeitung, Software und Künstlicher Intelligenz in industriellen Gesamtsystemen verdeutlichen.
Die Messe gilt als zentrale Plattform für Sensorik, Mess- und Prüftechnik, weil sie ihren Besuchern nicht nur einen Überblick über Technologien bietet, sondern tiefgehende Einblicke in deren Funktionsweise, Weiterentwicklung und industrielle Umsetzung ermöglicht. Gleichzeitig bildet sie nahezu alle relevanten Anwendungsfelder ab – von Automotive, Maschinenbau und Industrieautomation über Luft- und Raumfahrt bis hin zu Energie, Medizintechnik und Rail. Diese Kombination aus technologischer Tiefe und breiter Branchenabdeckung macht die Messe einzigartig im internationalen Umfeld.
Elena Schultz, Geschäftsführerin der AMA Service, zieht ein positives Fazit: „Die Sensor+Test 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie stark unsere Branche den technologischen Wandel mitgestaltet. Besonders wichtig ist der intensive fachliche Austausch, der weit über einzelne Produkte hinausgeht und echtes Systemverständnis ermöglicht.“ Auch die Aussteller betonten die hohe Qualität der Gespräche. Im Fokus standen insbesondere Systemintegration, Datenqualität und KI-basierte Anwendungen. Die Besucher kamen mit konkreten Fragestellungen und nutzten die Messe gezielt zur Lösung komplexer technischer Herausforderungen.
Technologische Konvergenz prägt die Branche
Ein zentrales Thema war die zunehmende Verschmelzung von Sensorik, Datenverarbeitung, Software und Künstlicher Intelligenz. Sensoren entwickeln sich dabei von reinen Messwertgebern zu intelligenten Systemkomponenten innerhalb vernetzter Industriearchitekturen. Im Mittelpunkt standen Anwendungen aus Predictive Maintenance, intelligenter Produktion, Robotik, autonomen Systemen und datenbasierter Qualitätssicherung. Deutlich wurde, dass der entscheidende Erfolgsfaktor nicht allein in der Sensorik selbst liegt, sondern in der Qualität, Struktur und Verfügbarkeit der Daten. Kalibrierung, Rückführbarkeit, Synchronisation und Multisensorfusion rückten dabei weiter in den Fokus – als Grundlage für robuste und industrielle KI-Anwendungen. „Wir erleben aktuell keine isolierten Technologiesprünge, sondern eine Phase technologischer Konvergenz. Die industrielle Zukunft entscheidet sich nicht allein in Algorithmen, sondern in der Qualität und Verfügbarkeit der zugrunde liegenden Daten“, resümiert Elena Schultz.
Forum als Plattform für Wissenstransfer
Ein umfangreiches Vortragsprogramm begleitete die Messe über alle drei Tage hinweg. Das offene Fachforum bot kompakte Einblicke in neue Technologien, konkrete Anwendungen und aktuelle Forschungsergebnisse. Ergänzt wurde das Programm durch thematische Areas wie Condition Monitoring und Calibration, die gezielt den Austausch zwischen Entwicklern, Anwendern und Wissenschaft förderten. Die Formate waren stark besucht und unterstrichen den Bedarf an Orientierung in einem zunehmend komplexen Technologiefeld.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Expertenforum „KI-gestützte Messtechnik und Sensorik – Intelligente Systeme zwischen Innovation, Verantwortung und Praxis“, das Industrial AI in den Kontext industrieller Anwendungen stellte. „Die hohe Resonanz zeigt, dass der Bedarf an fundiertem Austausch und tiefem technischem Verständnis weiter wächst“, erklärt Elena Schultz.
Wissenschaft und Industrie im direkten Dialog
Begleitend zur Sensor+Test fanden die 23. ITG/GMA-Fachtagung „Sensoren und Messsysteme“ sowie die European Test and Telemetry Conference (ETTC) statt. Beide Veranstaltungen ergänzten die Messe in idealer Weise und ermöglichten einen intensiven Austausch zwischen Forschung, Entwicklung und industrieller Praxis. Die Themen reichten von modernen Sensor- und Messsystemen über Telemetrie, IoT und Edge Computing bis hin zu KI und komplexen Systemarchitekturen. Besonders wertvoll war dabei die direkte Übertragung wissenschaftlicher Erkenntnisse in industrielle Anwendungen. „Gerade die Verbindung aus wissenschaftlicher Tiefe und industrieller Umsetzung macht den besonderen Charakter der Sensor+Test aus“, so Elena Schultz.
Stand: 16.12.2025
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Netzwerke, Dialog und neue Perspektiven
Neben den technologischen Inhalten spielte auch 2026 der persönliche Austausch eine zentrale Rolle. Die Messe bot zahlreiche Möglichkeiten für Networking, Kooperationen und den Aufbau neuer Projektpartnerschaften. „Vor allem die neu geschaffene Networking Plattform hat positiv dazu beigetragen“, freut sich Elena Schultz. Die Messe zeigte sich damit erneut als Treffpunkt, auf dem nicht nur Produkte präsentiert, sondern Technologien in ihrer Tiefe verstanden und in ihrer Breite vernetzt werden. „Der Messeauftritt war dank zahlreicher Neukontakte ein Erfolg bei der Generierung neuer Projekte“, so Elena Schultz. Das bestätigen auch die Aussteller.
2027: Sensorik als Schlüsseltechnologie der industriellen Transformation
Die diesjährige Veranstaltung verdeutlichte erneut, dass Sensorik und Messtechnik zu den zentralen Enablern der industriellen Transformation gehören. Die Branche entwickelt sich zunehmend von Einzeltechnologien hin zu integrierten, datengetriebenen Systemen. „Je komplexer Technologien werden, desto wichtiger werden Orte, an denen sie eingeordnet und gemeinsam weiterentwickelt werden können. Die Sensor+Test ist genau ein solcher Ort“, fasst Elena Schultz zusammen.
Die nächste Sensor+Test findet vom 11. bis 13. Mai 2027 in Nürnberg statt. Die Vorbereitungen laufen bereits, um den internationalen Innovationsdialog weiter zu stärken und die technologische Tiefe der Messe erneut erlebbar zu machen.
Die erfolgreiche Serie der parallelen Kongresse wird ebenfalls fortgesetzt. Mit der SMSI 2027 – Sensor and Measurement Science International Conference – treffen sich zum dritten Mal nationale und internationale Experten aus Forschung, Wissenschaft, Industrie und staatlichen Institutionen, um ihre neuesten Forschungsergebnisse zu präsentieren und sich über Ideen und Zukunftstrends auszutauschen. „Mit einem starken Programm von Vorträgen und Präsentationen wird die Veranstaltung einen Blick in die Zukunft unserer Technologie werfen. Die SMSI 2027 bietet damit nicht nur eine ausgezeichnete Plattform für den Austausch der neuesten Forschungsergebnisse, sondern überzeugt auch durch hochkarätige Vorträge, Poster Sessions und einem Science Slam“, freut sich der Konferenzleiter Prof. Dr. Ulrich Schmid (TU Wien) bereits auf das kommende Jahr.
Die Messe geht digital weiter
Auch nach der Messe setzt die Sensor+Test ihre Kommunikation fort. Inhalte, Innovationen und technologische Trends bleiben über die digitalen Kanäle der Veranstaltung, wie Website, Newsletter und Social Media, verfügbar und verlängern den fachlichen Dialog über die Messetage hinaus.
Auch die ausstellenden Unternehmen ziehen eine positive Bilanz:
„Die Messe war für uns erneut ein voller Erfolg. Besonders der persönliche Austausch mit Kunden und Partnern hat gezeigt, wie wertvoll der direkte Dialog für neue Ideen, innovative Lösungen und langfristige Zusammenarbeit ist. Vielen Dank an alle Besucher – wir freuen uns auf die Fortsetzung der Gespräche“, erklärt Alan Ravizza, Leiter Vertrieb und Marketing sowie Vorstandsmitglied der Innovative Sensor Technology IST.
„Unsere Erwartungen wurden übertroffen. Wir haben viele wertvolle Gespräche geführt und zahlreiche vielversprechende Kontakte geknüpft. Die Messe war für uns ein voller Erfolg. Wir werden auch im nächsten Jahr wieder ausstellen und freuen uns schon jetzt darauf“, sagt Maarten Kleemans, Vertriebs- und Marketingleiter bei Zemic Europe.
„Die Sensor+Test war für uns auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich. Wir konnten zahlreiche wertvolle Gespräche mit Kunden und Partnern führen, spannende neue Kontakte knüpfen und unser Produktportfolio einem interessierten Fachpublikum präsentieren. Die durchweg positive Atmosphäre, der intensive fachliche Austausch und das große Interesse an unseren Innovationen haben die Messe für uns zu einem echten Highlight gemacht. Wir sind sehr zufrieden mit unserem Auftritt und freuen uns bereits auf die nächste Sensor+Test“, betont René Allerdisse, Leiter Vertrieb und Customer Service bei Sensorix.