evopro setzt auf ctrlX OS Bildverarbeitung: Von der SmartCam bis zum Server

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Mit der Bildverarbeitung evoVIU VIUx bringt evopro systems engineering die erste Software-defined Camera auf neuer Plattform auf den Markt. Die Software VisionWebx wird als App für ctrlX OS verfügbar.

evopro systems engineering bringt mit der evoVIU VIUx die erste Software-defined Camera auf den Markt und setzt dabei auf das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS von Bosch Rexroth.(Bild:  Bosch Rexroth)
evopro systems engineering bringt mit der evoVIU VIUx die erste Software-defined Camera auf den Markt und setzt dabei auf das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS von Bosch Rexroth.
(Bild: Bosch Rexroth)

Industrielle Bildverarbeitung stellt je nach Anwendung sehr unterschiedliche Anforderungen an Rechenleistung und Hardware – von der kompakten Kamera direkt an der Maschine bis zum leistungsfähigen Server. Häufig gehen damit unterschiedliche Plattformen und Entwicklungsumgebungen einher, was den Engineeringaufwand erhöht. Die evopro systems engineering setzt bei ihrer neuen Vision-Automation-Plattform auf das Linux-basierte Betriebssystem ctrlX OS von Bosch Rexroth und wird ctrlX-OS-OEM-Partner. In Verbindung mit der Vision-Software VisionWebx entsteht eine durchgängige Softwarebasis, auf der sich Vision-Anwendungen betreiben und skalieren lassen.

Mit der evoVIU VIUx bringt evopro, ein Tochterunternehmen von Bertrandt, die erste Software-defined Camera auf einer neuen Plattform auf den Markt. Sie verbindet industrielle Bildverarbeitung, Edge AI und Automatisierung direkt an der Maschine. VisionWebx wird dafür auf ctrlX OS portiert und als App im ctrlX OS Store verfügbar. Damit steht für Vision-Anwendungen eine gemeinsame Entwicklungs- und Laufzeitumgebung zur Verfügung, die sich auf unterschiedlicher Hardware mit ctrlX OS nutzen lässt.

„Mit evopro gewinnen wir einen OEM-Partner, der Machine Vision konsequent mit Automatisierung verbindet“, sagt Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth. „Die Kombination aus VisionWebx und ctrlX OS schafft eine durchgängige Basis für industrielle Bildverarbeitung – von der Software-defined Camera über Edge Controller und IPCs bis hin zum Server. Anwender können die jeweils passende Hardware für ihre Anforderungen wählen und entwickeln ihre Vision-Anwendung künftig nur einmal.“

Eine Softwarebasis für unterschiedliche Leistungsklassen

Kern der Architektur ist die Portierung von VisionWebx auf ctrlX OS. Mit der browserbasierten Entwicklungs- und Laufzeitumgebung lassen sich visuelle Workflows erstellen, konfigurieren und betreiben. Durch ctrlX OS als hardwareunabhängiges Betriebssystem wird diese Umgebung über unterschiedliche Geräte- und Leistungsklassen hinweg nutzbar.

Eine Vision-Anwendung kann beispielsweise auf der evoVIU VIUx direkt an der Maschine starten und bei steigenden Anforderungen auf einer ctrlX Core, einem leistungsfähigeren ctrlX IPC mit GPU oder einem Server mit der virtuellen Version von ctrlX OS betrieben werden. Entwicklungsumgebung und Applikations-Know-how bleiben dabei erhalten. So lassen sich Rechenleistung und Hardware an veränderte Anforderungen anpassen, ohne die Vision-Lösung für jede Geräteklasse neu entwickeln zu müssen.

Software-defined Camera verbindet Vision und Automatisierung

Mit der evoVIU VIUx überführt das Unternehmen das Prinzip der SmartCam in die Geräteklasse der Software-defined Camera. Die Kamera erfasst und verarbeitet Bilddaten dort, wo sie entstehen, und stellt die Ergebnisse mit geringer Latenz für automatisierte Prozesse und KI-gestützte Entscheidungen bereit.

Ein NXP-i.MX95-Prozessor und ein Hailo-8 KI-Beschleuniger bieten Rechenleistung für anspruchsvolle Machine-Vision- und Edge-AI-Anwendungen. Unterschiedliche Sensoroptionen – von SWIR und hochauflösenden Global-Shutter-Sensoren bis zu ToF für die 3D-Tiefenerfassung – ermöglichen den Einsatz für verschiedene industrielle Bildverarbeitungsaufgaben. Dazu gehören beispielsweise Qualitätsprüfung, OCR und Codeerkennung, Anomalie- und Objekterkennung sowie Prozessüberwachung.

Durch die enge Verzahnung mit der Automatisierung lassen sich die gewonnenen Informationen direkt für nachgelagerte Prozesse nutzen. Über EtherCAT können zudem Automatisierungskomponenten bis hin zu Achsen angebunden werden. Separate Schnittstellen binden die Kamera in IT- und OT-Netzwerke ein.

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Vision- und KI-Funktionen flexibel erweitern

Als Betriebssystem der evoVIU VIUx bildet ctrlX OS die softwareseitige Verbindung zur Automatisierungswelt. Die offene, App-basierte Architektur verbindet Vision und KI mit Automatisierungs- und Kommunikationsfunktionen auf einer Plattform.

Damit unterstreicht die OEM-Partnerschaft den hardwareunabhängigen Ansatz von ctrlX OS. Das Betriebssystem ist nicht auf Steuerungshardware von Bosch Rexroth beschränkt, sondern kann von Geräteherstellern als Basis eigener Produkte eingesetzt werden. Parallel zur OEM-Partnerschaft tritt evopro dem Partnernetzwerk ctrlX World bei und stellt VisionWebx als App für ctrlX OS bereit. So lässt sich die Vision-Software mit weiteren Anwendungen aus dem ctrlX OS Ecosystem verknüpfen und ausbauen.

„Für Physical AI müssen Bildverarbeitung, KI und Automatisierung nahtlos zusammenspielen“, sagt Stefan Kraus, Leiter Produktentwicklung und Produktmanager evoVIU bei der evopro systems engineering. „Entscheidend ist, Informationen aus der Umgebung nicht nur zu erfassen und auszuwerten, sondern sie unmittelbar für automatisierte Prozesse nutzbar zu machen. Die offene Softwarearchitektur gibt uns dabei die Möglichkeit, Vision- und KI-Funktionen flexibel mit weiteren Automatisierungsfunktionen zu kombinieren.“

Von Qualitätsprüfung bis Robotik

Die Plattform deckt ein breites Spektrum industrieller Anwendungen ab. In der Fertigung können Vision-Anwendungen beispielsweise für Qualitätsprüfung, OCR und Codeerkennung oder Prozessüberwachung eingesetzt und bei Bedarf um KI-Funktionen ergänzt werden. In der Robotik lassen sich visuelle Informationen für Objekterkennung, Lokalisierung und Pick&Place-Anwendungen nutzen. Auch in der Intralogistik können Objekte identifiziert, nachverfolgt und Materialflüsse überwacht werden. Damit wird industrielle Bildverarbeitung zum integrierten Bestandteil durchgängiger Automatisierungsprozesse.