Präzision trifft Sicherheit Automotive Testing Expo 2026: Mayr zeigt Prüfstandtechnik

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Mayr Antriebstechnik präsentiert auf der Automotive Testing Expo 2026 Neuheiten in den Bereichen Leichtbaukupplungen und Sicherheitsbremsen sowie intelligentes Monitoring für die Prüfstandtechnik.

Basierend auf der Roba DS Stahllamellenkupplung hat Mayr Antriebstechnik eine gewichtsoptimierte Variante aus Aluminium entwickelt, bei gleichbleibender Leistungsdichte. Die Kupplung ist serienmäßig kompatibel mit allen gängigen Drehmomentaufnehmern.(Bild:  Mayr Antriebstechnik)
Basierend auf der Roba DS Stahllamellenkupplung hat Mayr Antriebstechnik eine gewichtsoptimierte Variante aus Aluminium entwickelt, bei gleichbleibender Leistungsdichte. Die Kupplung ist serienmäßig kompatibel mit allen gängigen Drehmomentaufnehmern.
(Bild: Mayr Antriebstechnik)

Die Prüfstandtechnik für automobile Antriebe erlebt einen grundlegenden Wandel. Der Siegeszug der E-Mobilität verändert Prüfroutinen, Drehzahlprofile und Anforderungsbilder tiefgreifend. Was dabei unveränderlich bleibt: Präzision, Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit sind in der Messtechnik unabdingbar. Auf der Automotive Testing Expo 2026 vom 23. bis 25. Mai 2026 in Stuttgart (Halle 1, Stand 1824) präsentiert mayr Antriebstechnik sein aufeinander abgestimmtes Portfolio für die Prüfstandtechnik – von der Leichtbaukupplung Roba DS Type 9120 über bewährte Sicherheitsbremsen bis hin zu intelligenten Überwachungslösungen.

Wellenausgleichskupplungen sind ein essenzieller Bestandteil in Prüfständen. Basierend auf der Roba DS Stahllamellenkupplung hat der Hersteller mit der Roba DS Type 9120 eine gewichtsoptimierte Variante aus Aluminium im Angebot. Im Vergleich zur Stahlausführung ist der Außendurchmesser um bis zu zehn Millimetern reduziert, Masse und Massenträgheitsmoment liegen je nach Bauform und Größe bei 40 bis 60 Prozent der Stahlausführung – bei unveränderter Leistungsdichte.

In die Entwicklung sind umfassende Erkenntnisse aus vielen Jahren in der Prüfstandtechnik eingeflossen, wo bislang hohe Drehzahlbereiche die Regel waren. Daher ist die Roba DS 9120 auch für Drehzahlen bis 32.000 Umdrehungen pro Minute geeignet. Dank Leichtbau, geringer Massenträgheit und hoher Leistungsdichte bietet die Aluminiumkupplung messbare Vorteile. Die Balance zwischen Steifigkeit und Elastizität sorgt für möglichst geringe Rückstellkräfte auf das System. Eine Wuchtgüte von G 2,5 bei 5000 Umdrehungen pro Minute sorgt für die nötige Laufruhe und vibrationsarmen Betrieb – eine entscheidende Grundlage für hohe Messgenauigkeit in allen Drehzahlbereichen.

Standardmäßig weist die Kupplung die Fertigungstoleranz IT6 auf. Eine vernickelte Oberfläche, Lamellenpakete aus rostfreiem Edelstahl und galvanisierte Verbindungsschrauben bieten umfassenden Korrosionsschutz. Für reproduzierbare Messergebnisse sorgen spielfreie Wellenanbindungen über Spannringnaben oder Schrumpfscheibennaben. Die Kupplung ist serienmäßig kompatibel mit allen gängigen Drehmomentaufnehmern. Dank des modularen Baukastensystems lässt sich die Roba DS 9120 flexibel aus verschiedenen Anbindungsvarianten und Modulen zusammenstellen, von Hochleistungsprüfständen in Forschung und Entwicklung bis zur Serienprüfung.

Sicherheitsbremsen für Prüfstände: Zuverlässiger Schutz für Menschen und Material

Neben der Kupplungstechnik präsentiert der Anbieter auf der Automotive Testing Expo 2026 auch sein breites Portfolio an Sicherheitsbremsen für Prüfstandsanwendungen. Prüfstände für automobile Antriebe umfassen häufig vertikale Achsen und lineare Bewegungen, die zuverlässig abgesichert sein müssen, sei es im laufenden Prüfbetrieb, bei Wartungsarbeiten oder im Fehlerfall.

Die Roba guidestop Profilschienenbremse beispielsweise wirkt direkt auf die bewegten Massen der Vertikalachsen und klemmt diese spielfrei und mit hoher Steifigkeit in Position. Sie ist in hydraulischer, pneumatischer und elektromagnetischer Ausführung erhältlich und für alle gängigen Linearführungen verfügbar. Die Rob linearstop Kolbenstangenbremse sichert lineare Bewegungen auf Rundstangen ab. Sie ist eine Sicherheitsbremse nach dem Fail-Safe-Prinzip, ist also im energielosen Zustand geschlossen, und ist für dynamische Notbremsungen ausgelegt. Die Baureihe umfasst sechs Baugrößen mit Kräften von 70 bis 17.000 Newton.

Mit der Roba-stop M Baureihe steht zudem eine robuste Motorbremse für kompakten Schutz direkt am Antriebsmotor zur Verfügung. Als Haltebremse klemmt sie zuverlässig und hält die Anlage in Position, als Arbeitsbremse bringt sie die Last innerhalb kürzester Zeit zum Stillstand.

Die Bremse spricht: Smarte Module für intelligentes Monitoring

Konstante, aussagekräftige Datenströme sind aus modernen Prüfumgebungen nicht mehr wegzudenken. Das Modul Roba brake-checker überwacht Sicherheitsbremsen sensorlos und versorgt sie gleichzeitig mit Energie. Es erkennt durch eine erweiterte Analyse von Strom und Spannung den Schaltzustand der Bremse und gibt eine Warnung aus, bevor die Bremse im aktuellen Betriebszustand nicht mehr lüften kann. Dadurch wird eine planbare Wartung erleichtert; kritische Randbedingungen wie etwa zu niedrige Versorgungsspannung oder falsch dimensionierte Zuleitung sowie erhöhte Spulentemperatur und vergrößerter Luftspalt können vom Anwender gezielt untersucht werden.

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In Kombination mit dem Modul Roba gateway wird die Lösung netzwerkfähig: Die Bremsdaten lassen sich per Ethernet-Anschluss dauerhaft auslesen und über ein Dashboard visuell darstellen. Auffälligkeiten im Prüfprozess sind frühzeitig erkennbar, Wartung wird planbar, und Stillstandzeiten lassen sich gezielt minimieren. Die Integration in Fernwartungssysteme ist ebenfalls möglich.

Mayr Antriebstechnik auf der Automotive Testing Expo 2026 in Stuttgart finden Sie in Halle 1 an Stand 1824.