Branchenbilanz 2025/2026 Lufttechnik: Ausland kompensiert Inlandsflaute

Von VDMA e.V. Fachverband Allgemeine Lufttechnik 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Während das Inlandsgeschäft der Lufttechnik 2025 schwächelte, sorgte das Ausland für Stabilität. Seit Anfang 2026 zieht die Nachfrage spürbar an. Die Branche setzt auf internationale Wachstumsimpulse.

Stabilitätsanker Export: Die deutsche Lufttechnik profitiert von der internationalen Nachfrage nach effizienten Lösungen, während das Inlandsgeschäft derzeit stagniert.(Bild:  © Sajib/stock.adobe.com - generiert mit KI)
Stabilitätsanker Export: Die deutsche Lufttechnik profitiert von der internationalen Nachfrage nach effizienten Lösungen, während das Inlandsgeschäft derzeit stagniert.
(Bild: © Sajib/stock.adobe.com - generiert mit KI)

Im Jahr 2025 blieb der Auftragseingang in der Allgemeinen Lufttechnik insgesamt um real 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Während das Inlandsgeschäft mit einem Rückgang von 14 Prozent deutlich nachgab, entwickelten sich die Auslandsbestellungen mit einem Plus von 5 Prozent als stabilisierend. Zu Jahresbeginn 2026 zeigte sich eine spürbare Belebung: In den ersten drei Monaten lag der Auftragseingang insgesamt um 22 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, getragen insbesondere vom Ausland (plus 37 Prozent). Allerdings war der Vergleichszeitraum 2025 von sehr schwachen Bestellungen geprägt.
„Die konjunkturelle Entwicklung in der Allgemeinen Lufttechnik ist zweigeteilt. Während das Inlandsgeschäft unter Druck steht, gewinnt das Ausland als Impulsgeber zunehmend an Bedeutung. Es kompensiert im Grunde die schwache Inlandsnachfrage“, sagt Robert Hild, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Allgemeine Lufttechnik. „Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, dass die Unternehmen der Allgemeinen Lufttechnik auf internationale Märkte angewiesen sind, um konjunkturelle Schwächen im Inland auszugleichen. Dabei bleibt die Entwicklung im Euroraum ein entscheidender Faktor für die weitere Stabilisierung der Nachfrage“, erläutert Hild. „Wichtig ist jetzt, die Weichen richtig zu stellen: Ein starker europäischer Binnenmarkt, offene Märkte und verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für Wachstum.“

Lufttechnik als zentraler Stabilitätsfaktor

Der Außenhandel erwies sich im Jahr 2025 als wichtiger Stabilitätsanker für die Branche. Die Exporte der Allgemeinen Lufttechnik aus Deutschland erreichten ein Volumen von 14,5 Milliarden Euro und lagen damit leicht über dem Vorjahr (plus 1 Prozent).

Regional zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Während die Exporte in die USA als größten Einzelmarkt moderat um 5 Prozent zurückgingen, fiel der Rückgang in China um 14 Prozent deutlich stärker aus. Der EU-Binnenmarkt behauptete mit einem Wachstum von 2 Prozent seine zentrale Rolle und nahm weiterhin mehr als die Hälfte der Gesamtausfuhren auf.
Diese enge europäische Einbindung spiegelte sich auch auf der Importseite wider. Im Jahr 2025 belief sich der Importwert auf rund 11,6 Milliarden Euro, wovon etwa 7,9 Milliarden Euro aus den 27 Ländern der EU stammten. Die Zahlen verdeutlichen die hohe arbeitsteilige Verflechtung innerhalb Europas. 

Stabilisierung der Geschäftsentwicklung

Die Allgemeine Lufttechnik rechnet für das Jahr 2026 mit einer Stabilisierung der Geschäftsentwicklung und einer nominalen Umsatzsteigerung von rund 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Wichtige Impulse kommen weiterhin aus den internationalen Märkten sowie aus einer vergleichsweise stabilen Nachfrage in Europa.

Robert Hild: „Wichtig ist jetzt, die Weichen richtig zu stellen: Ein starker europäischer Binnenmarkt, offene Märkte und verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für Wachstum.“(Bild:  VDMA)
Robert Hild: „Wichtig ist jetzt, die Weichen richtig zu stellen: Ein starker europäischer Binnenmarkt, offene Märkte und verlässliche handelspolitische Rahmenbedingungen sind zentrale Voraussetzungen für Wachstum.“
(Bild: VDMA)

Allerdings bleibt das Umfeld anspruchsvoll: Geopolitische Spannungen, zunehmender Protektionismus und sehr unterschiedliche Entwicklungen in wichtigen Absatzmärkten sorgen für anhaltende Unsicherheiten. Im Inland dämpfen die schwache Konjunktur, hohe Bürokratielasten und komplexe regulatorische Anforderungen die Investitionsbereitschaft.
Vor diesem Hintergrund erweist sich die breite internationale Aufstellung der Unternehmen als zentraler Faktor für die Stabilität der Branche. Die zu Jahresbeginn leicht gestiegenen Exportzahlen deuten darauf hin, dass das Auslandsgeschäft im weiteren Jahresverlauf zusätzliche Wachstumsimpulse liefern kann – auch wenn die Entwicklung insgesamt volatil bleibt und stark vom globalen Umfeld abhängt.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung