RS Components auf der embedded world: Das Leiterplatten-Design geht mit DesignSpark jetzt noch leichter von der Hand - aber was soll die nutzlose Maschine?
(Quelle: ImageFlow)
Leiterplattendesignsoftware enthält jetzt Hinweise auf freie Verbindungen
Zuordnung von Kupferflächen vereinfacht
Aber was soll diese „nutzlose“ Maschine?
Bereits Anfang Februar hat RS Components eine neue Version seiner kostenlosen CAD-Software für das Leiterplatten-Design herausgebracht. Diese erkennt jetzt frei verdrahtete Verbindungen in Schaltplänen, bietet eine einfachere Auswahl von Kupferfüllflächen und die Excellon-NC-Bohrdateien sind optimiert.
Leiterplatten-Design: Was ist DesignSpark?
Die Software DesignSpark PCB ist ein kostenloses Paket aus Rapid-PCB-Prototyping-Tools, die das Design von Schaltplänen für Leiterplatten unterstützt. Dabei lassen sich beispielsweise Layer, Nodes, Pads und Anschlüsse miteinander kombinieren. Teile-Bibliotheken von RS und Drittanbietern, ein Bibliothekseditor zum Erstellen eigner Komponenten und die freien Softwaremodule Mechanical und Electrical erweitern die Möglichkeiten von Design Spark PCB. Erstellte Leiterplattenschemata und -dateien lassen sich auch in das erweiterte DesignSpark PCB Pro importieren. Diese Version richtet sich an professionelle Entwickler, die komplexere Designs erstellen möchten.
Leiterplatten designen - das geht in DesignSpark jetzt leichter von der Hand.
(Quelle: RS Components)
Leiterplatten-Design: Was ist neu?
Mehr Überblick: In Design Spark PCB 9 lässt sich nun während des Schaltplanentwurfs ein Report aller freiverdrahteten Verbindungen erstellen. Dieser Report gibt alle Komponentenpins an, die zwar in das System der Leiterbahnen eingebettet sind, aber für die der Prozess nicht vollständig abgeschlossen wurde. Noch mehr Überblick: Außerdem können die Entwickler nun aus einer eigenen Kategorie Kupferfüllflächen auswählen, anstatt diese in allen Leiterbahnen-Vorlagen suchen zu müssen.
Weitere Änderungen beim Leiterplatten-Design und was der Chefentwickler der Leiterplatten-Entwicklungs-Software sagt
Geänderte und im Komponenteneditor gespeicherte Symbole werden jetzt automatisch in Vorschaufenstern aktualisiert.
Die Größe von Dialogfeldern wie „Komponente hinzufügen“ im Bibliotheksmanager kann geändert werden, damit Komponentennamen vollständig lesbar sind.
„Text hinzufügen“ ermöglicht die Auswahl des Textformats und der Ausrichtung.
Nutzer können den Cross-Probe-Modus verlassen, sobald eine Auswahl getroffen wurde.
Schaltflächen zur einfacheren Auswahl oder Abwahl aller oder einzelner Ebenen im Plotting-Dialogfeld.
Neue Bibliotheksassistenten bieten Optionen zum Erstellen und Speichern eines neuen Bibliothekselements.
Eine neue Springen-Leiste ermöglicht die Suche nach Komponentennamen.
Eine nutzlose Maschine - wie schön.
(Quelle: RS Components)
Maurice Banting, Head of Design Software and Tools bei RS, erläutert: „DesignSpark PCB richtet sich an Elektronik-Entwickler mit begrenzten Budgets, die trotzdem ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten für das PCB-Design benötigen. In Kombination mit DesignSpark PCB Pro und unseren vielen Modellbibliotheken haben sie Zugriff auf Tools und Ressourcen, die helfen, Entwicklungszeiten zu verkürzen. Wir arbeiten ständig an den Funktionen und setzen auf Feedback aus der Nutzer-Community.“
DesignSpark PCB lässt sich einfach kostenlos herunterladen. Dabei ist auch die kommerzielle Nutzung explizit erlaubt. Support gibt es durch Video-Tutorials, Bibliotheken und eine Online-Community.
Embedded World: RS lässt Automation. IT und Elektronik zusammenwachsen – das Ergebnis: ein fast nutzloses Ding
Als Kunst betrachtet ist es ja ganz nett… RS möchte auf der Messe Embedded World in Nürnberg vom 25. bis zum 27. Februar 2020 zeigen, wie Elektronik und Automation zusammenwachsen. Und was ist zu sehen – ein erstmal nutzloses Ding, wie das Unternehmen selbst zugibt.
Besuchern des Standes 439 in Halle 3A soll sie allerdings klar machen, wie vernetzte Elektronik eine klassische Automationsaufgabe löst… Die Idee: Die Vernetzung von Embedded-Lösungen und die Kommunikation zwischen ihnen schafft völlig neue Wege, klassische Automatisierungs-Aufgaben zu erledigen. Klassische Automatisierung mit Ventilen und Pumpen wird kombiniert mit IT. Es gibt keine Sensoren. Nicht für den Pegel und auch keine für den Durchfluss, nichts. Der einzige Input für die Steuerungsalgorithmen kommt von einer USB-Kamera, die die Behälter überwacht. Dazu noch ein paar Python-Bibliotheken wie OpenCV. Die so geschaffene Software analysiert die Kamerabilder und erkennt die Flüssigkeitspegel.
Mit Python haben die RS-Ingenieure zudem einen Zustandsautomaten programmiert, die Informatiker werden wissen, was das ist. Und der erkennt folgendes: Es gibt zwei Behälter. Der linke enthält grün gefärbtes Wasser, der rechte enthält rot gefärbtes Öl. Beide Flüssigkeiten werden aus ihren Tanks in einen Zylinder in der Mitte gepumpt (das rote Öl schwimmt oben, darunter das grüne Wasser – sehr schön). Die Maschine trennt nun die vorher mutwillig gemischten Flüssigkeiten wieder und pumpt sie zurück in ihre ursprünglichen Behälter. Tatsächlich ziemlich sinnlos.
Stand: 16.12.2025
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Der nutzlose Vorgang zeigt jedoch, zu was Automatisierungstechnik, Elektronik und aktuelle Software in Kombi heute fähig sind.
Leiterplatten-Design: Auch das DesignSpark-Team und RS Pro auf der embedded world
Natürlich ist auch das DesignSpark-Team vor Ort, um die neue Version 9 zu zeigen und in der „RS Pro-Zone“ wird eine Werker-Arbeitsplatz eingerichtet, in den RS Pro Produkte „eingebettet“ sind. Das ist eine Eigenmarke für die Elektronik-Fertigung. Das spannt den Bogen von der Idee zum fertigen Produkt.
Als ob das alles nicht schon genug Besucher zum RS-Stand locken würde, lässt der Ingenieurs-Distributer auch das Glücksrad kreisen: Das ist natürlich 2.0 und elektronisch statt analog – schließlich ist embedded world.
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