Studie Die Zukunft ganzheitlicher digitaler Fabrikmodelle

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Das Fraunhofer IGCV, Contact Software und Ingenics Consulting haben mit fünf Partnern eine neue Studie evaluiert, die sich mit der Entwicklung ganzheitlicher digitaler Fabrikmodelle befasst.

In einem Fragebogen haben die Teilnehmenden angegeben, welche Herausforderungen sie in der Fabrikplanung sehen.(Bild:  Contact Software)
In einem Fragebogen haben die Teilnehmenden angegeben, welche Herausforderungen sie in der Fabrikplanung sehen.
(Bild: Contact Software)

Neue Anforderungen und steigender Wettbewerbsdruck erfordern von Unternehmen ihre Fabriken immer öfter anzupassen. Die neue Studie „Ganzheitliche digitale Fabrikmodelle“ identifiziert die daraus resultierenden Herausforderungen und zeigt anhand acht zentraler Thesen Lösungsansätze für Fabrikbetreiber. Doktoranten aus dem Fachgebiet der Fabrikplanung bewerteten diese auf Grundlage des aktuellen Forschungsstand in der Literatur.

Eine wichtige Erkenntnis ist der Wandel der Fabrikplanung: Sie entwickelt sich hin zu einer kontinuierlichen, kurzzyklischen Aufgabe, was einen durchgängigen Informationsfluss über den gesamten Lebenszyklus hinweg essenziell macht. Literatur sowie Expertinnen und Experten sind sich einig, dass es aktuell an der Zusammenarbeit und durchgängigem Informationsaustausch zwischen den Domänen Gebäude und Produktionssystem mangelt. Die Teilnehmenden erörterten Anreize und Methoden zur Verbesserung der Situation, wie zum Beispiel Building Information Modeling (BIM). Ob gemeinsame Datenumgebungen notwendig sind, bleibt offen, da die Teilnehmenden auch Schnittstellen für ausreichend halten.

Vorwiegend Office- und CAD-Software im Einsatz

Die Expertinnen und Experten bestätigten die These, dass Unternehmen aktuell hauptsächlich Office- und CAD-Software nutzen, in Zukunft aber Simulationstools, BIM- und PLM-Software diese ergänzen. Die Rolle des Digitalen Zwillings in der Fabrikplanung bewerteten sie uneindeutig, auch wenn die Relevanz statischer und dynamischer Daten hervorgehoben wurde. Hinsichtlich des Industrial Metaverse herrscht Einigkeit darüber, dass es bisher noch zu wenig erforscht ist, um es für konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Fabrikplanung einzusetzen.

Abschließend unterstreichen die Expertinnen und Experten, dass es eine große Herausforderung bleibt, Fabrikplanungsprozesse zu standardisieren. Obwohl die Literatur Methoden bietet, halten die Expertinnen und Experten diese entweder für nicht bekannt oder für unzureichend. Zudem müssten Unternehmen generische Methoden individuell an ihre Bedürfnisse anpassen und sie als unternehmensweiten Standard einführen.

Für die Autoren ergibt sich daraus weiterer Forschungsbedarf. Unter anderem im Bereich der lebenszyklusübergreifenden Informationsdurchgängigkeit, für den sinnvollen Einsatz Digitaler Zwillinge für Fabrikplaner sowie die Potenziale des Industrial Metaverse. Des Weiteren ist es notwendig, bestehende Fachprozesse und Methoden weiterzuentwickeln. Dies geschieht bereits im Verein buildingSmart Deutschland sowie beim VDI.

Die detaillierten Studienergebnisse in englischer Sprache finden Sie hier.

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