AuCom, Anbieter elektronischer Antriebstechnik, hat seine Bearbeitungszeiten um bis zu 80 Prozent verkürzt, auch dank Connectivity Consulting von Weidmüller.
Der Weidmüller Configurator (WMC) bietet durch die Schnittstelle zu Eplan Unterstützung im digitalen Engineering bei AuCom.
(Bild: Weidmüller)
AuCom MSC aus Sendenhorst hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt und ist heute der zentrale Standort der AuCom-Gruppe für moderne Frequenzumrichter-Technik. Ein Großteil der Fertigung erfolgt in Eigenregie – das schafft Unabhängigkeit und stärkt die Wettbewerbsposition. Bereits 2020 lieferte das Unternehmen die ersten Anlagen mit Frequenzumrichtern aus – seither hat sich das Auftragsvolumen jährlich verdoppelt.„So ein rasantes Wachstum ist nur zu realisieren, indem Prozesse schneller und effizienter gestaltet werden. Unser Fokus lag hier auf der konsequenten Implementierung digitaler Datendurchgängigkeit – von der Planung bis in die Fertigung“, erläutert André Borgmann, Chief Operating Officer bei AuCom. Dies war ein entscheidender Hebel zur Effizienzsteigerung, in Teilbereichen um bis zu 80 Prozent. Als zukunftsweisendes Unternehmen ist AuCom auf ebensolche Lösungen angewiesen, die dieses Wachstum möglich machen. „Wir haben die Chancen der Digitalisierung und Automatisierung schnell erkannt und konnten mit der umfassenden Expertise und den Maßnahmen von Weidmüller unsere Prozesse nachhaltig in Gang setzen: Das braucht Mut und Durchhaltevermögen, hier wird die Beratung eines Experten wie Weidmüller umso wichtiger“, erklärt Borgmann weiter. AuCom will weiterwachsen und plant, künftig auch Schaltschränke für Sanftanlasser und Frequenzumrichter selbst zu fertigen.
Individuelle Analyse und Beratung
Weidmüller bietet als erfahrener Lösungsanbieter im Schaltschrankbau mehr als nur Komponenten. Mit Know-how aus über 1.000 Projekten identifiziert das Unternehmen durch sein Connectivity Consulting gezielt Optimierungspotenziale und steigert mithilfe von Digitalisierung und Automatisierung nachhaltig die Wertschöpfung. Universelle Lösungen greifen hier zu kurz – jeder Kunde hat individuelle Anforderungen, wie auch AuCom. Schon beim ersten Treffen mit Weidmüller entstanden konkrete Ideen für passgenaue Optimierungskonzepte.Durch die Teilnahme an den Weidmüller WPS Days konnte AuCom sein Fachwissen gezielt erweitern und Optimierungspotenziale erkennen. Gemeinsam wurden konkrete Maßnahmen entwickelt – denn trotz Eplan-Nutzung erfolgten viele Schritte noch manuell. André Borgmann, erläutert: „Früher nutzten wir eine Projektbegleitmappe, die von den Fachkräften mühsam studiert werden musste, was bis zu vier Stunden täglich in Anspruch nahm. Jetzt stellen wir die Daten gezielt für den jeweiligen Arbeitsschritt zur Verfügung und konnten die Bearbeitungszeit auf etwa 20 Minuten pro Projekt reduzieren – eine Zeitersparnis von rund 80 Prozent!“
Digitale Datenverarbeitung bis in die Werkstatt
B: Der Klippon Automated RailAssembler ermöglicht die vollautomatische Bestückung von Tragschienen.
(Bild: Weidmüller)
Ein weiterer zentraler Aspekt der Prozessoptimierung ist die Reduzierung der Produktionszeiten durch die konsequente Nutzung von ECAD-Daten für eine durchgängige digitale Datenverarbeitung bis in die Werkstatt – etwa bei der Beschriftung. Mithilfe der M-Print-PRO-Schnittstelle von Weidmüller können die Daten direkt für die Fertigung aufbereitet werden, sodass die richtigen Informationen auf den korrekten Markierern landen. „In der Fertigung kommt es darauf an, dass die korrekten Informationen am passenden Arbeitsplatz verfügbar sind. Seit der Umstellung auf digitales Engineering stellen wir die Daten gezielt für jeden Arbeitsschritt bereit, was zu erheblichen Zeiteinsparungen und einer Minimierung von Fehlern geführt hat – eine wichtige Vorbereitung auf die automatisierte Fertigung“, erklärt André Borgmann.
Unterstützung im digitalen Engineering
Die Nutzung des Weidmüller Configurators (WMC) erleichtert der Elektrokonstruktion bei AuCom den Arbeitsalltag erheblich. Durch die Bereitstellung hochwertiger digitaler Produktdaten und die Schnittstelle zu Eplan bietet der WMC wertvolle Unterstützung im digitalen Engineering. Darüber hinaus profitiert AuCom vom Fast Delivery Service (FDS), über den bereits fertig bestückte Klemmleisten installationsbereit geliefert werden – was eine enorme Zeitersparnis in der Arbeitsvorbereitung bedeutet. Daniel Schwee, Elektronikkonstrukteur bei AuCom, erklärt: „Es ist eine große Hilfe, dass wir die Eplan-Data-Standard-Produktdaten von Weidmüller direkt einlesen und sofort mit der Konstruktion beginnen können. Und sollte doch einmal ein Fehler auftreten, steht uns das Connectivity Consulting-Digital-Team von Weidmüller schnell zur Seite.“
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Vereinfachung des Onboardings neuer Mitarbeiter durch die Systeme von Eplan und Weidmüller. Diese ermöglichen eine schnelle Einarbeitung und minimieren fehleranfällige Prozesse. Angesichts des rasanten Mitarbeiterwachstums im Unternehmen betont André Borgmann, die Bedeutung effizienter Abläufe: „Es ist entscheidend, unsere Prozesse zu optimieren, um wertvolle Arbeitszeit und Ressourcen zu sparen. Weidmüller hat uns hierbei neue Perspektiven eröffnet und gezeigt, wie wir durch die Digitalisierung unserer Prozesse attraktiv für Mitarbeiter bleiben. Zudem binden wir unsere Belegschaft aktiv in die Prozessgestaltung ein. Unsere Mitarbeiter haben erkannt, dass es nicht darum geht, Arbeitskräfte zu reduzieren, sondern die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern.“
Stand: 16.12.2025
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Fertigungsprozesse weiter optimiert
Seit Februar 2025 erweitert AuCom seinen Maschinenpark um den Klippon Automated RailAssembler und RailLaser von Weidmüller. Damit werden Fertigungsprozesse weiter automatisiert, Skalierbarkeit ermöglicht und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt. Der RailAssembler übernimmt die vollautomatische Bestückung von Tragschienen, spart bis zu 60 Prozent Zeit und verhindert Fehler dank durchgängiger eCAD-Daten. Der RailLaser sorgt für eine schnelle, präzise und wischfeste Laserbeschriftung – ganz ohne Verbrauchsmaterial. So lassen sich bei der Kennzeichnung bis zu 90 Prozent Zeit einsparen.