40 Millionen Varianten im Griff Wie CPQ bei Mayer & Cie. für Durchblick sorgt

Von Susanne Leisten 4 min Lesedauer

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Mayer & Cie. nutzt die CPQ-Lösung von SAE, um die Konfiguration seiner Rundstrickmaschinen effizienter zu gestalten. Die Software bündelt Daten, sichert Know-how und ermöglicht schnelle, fehlerfreie Angebote sowie einen digital gestützten Vertrieb.

Mayer & Cie. fertigt Rundstrickmaschinen individuell. Sie sind konfigurierbar in bis zu 40 Millionen Varianten.(Bild:  Ralph Koch / Mayer & Cie.)
Mayer & Cie. fertigt Rundstrickmaschinen individuell. Sie sind konfigurierbar in bis zu 40 Millionen Varianten.
(Bild: Ralph Koch / Mayer & Cie.)

Ob elastische Sporttextilien, flammhemmende Schutzkleidung, Matratzenbezüge oder Hochdruckschläuche für die industrielle Fertigung, Bau oder Landwirtschaft – die Einsatzmöglichkeiten der Rundstrickmaschinen von Mayer & Cie. sind ebenso vielfältig wie anspruchsvoll. Gefordert sind Lösungen, die Präzision, Flexibilität und Qualität auf höchstem Niveau vereinen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, bietet Mayer & Cie. rund 40 unterschiedliche Maschinentypen an – konfigurierbar in bis zu 40 Millionen Varianten. Jede Maschine muss exakt auf den jeweiligen Einsatzzweck abgestimmt werden. Die Vielzahl technischer Parameter – von Garnart und Strickstruktur bis hin zu Antriebstechnik und Steuerung – macht den Angebots- und Produktionsprozess hochkomplex. Diese enorme Variantenvielfalt war der Auslöser für Mayer & Cie., die Konfiguration und Angebotserstellung mit der leistungsfähigen CPQ-Lösung von SAE „Applications for Digitalization“ digital zu unterstützen und in die unternehmensweite Digitalisierungsstrategie einzuschließen.

Ausgangsituation: Manuelle Vorgänge als Zeitfresser und Fehlerquellen 

Als führender Hersteller für Rundstrickmaschinen arbeitet Mayer & Cie. nicht nur kontinuierlich daran, gegenüber der Konkurrenz auf dem Weltmarkt einen qualitativen und technologischen Vorsprung zu haben, sondern auch im Bereich Produktivität die Nase vorn zu haben. Daher produziert das Unternehmen seine Rundstrickmaschinen nicht als Standardversionen, sondern ausschließlich individuell nach Kundenauftrag. Zur Vermarktung seines Kernprodukts setzt Mayer & Cie. auf ein globales Netzwerk an Handelspartnern, die die rund 5.000 Kunden im direkten Austausch betreuen.

Die Konfiguration und die Angebotserstellung für eine Rundstrickmaschine gestalteten sich dabei als hochkomplexe Vorgänge. Zum einen aufgrund der zahlreichen Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Komponenten und zum anderen aufgrund eines fragmentierten Vertriebsnetzwerks, das auf eine Exportquote von 99 Prozent zurückzuführen ist. Vor der Einführung der CPQ-Software bildete ein mehrere tausend Seiten starkes Preisbuch die Basis für den Konfigurationsprozess, anhand dessen der Handelspartner den Kunden beriet und die Komponenten der neuen Maschine auswählte. Hatte der Kunde sich für eine Konfiguration entschieden, wurde diese in eine Excel-Tabelle übertragen und an Mayer & Cie. geschickt. Dort wurde sie in SAP übertragen und darauf basierend im Anschluss ein Angebot erstellt, das durch den Handelspartner wiederum dem Kunden vorgelegt wurde. Ein Prozessablauf mit vielen Schnittstellen, der nicht nur mit hohem manuellem Aufwand verbunden war, sondern sich je nach Zeitzone und entsprechenden Liegezeiten auch zeitintensiv gestaltete. Ein weiteres Problem bestand darin, dass Informationen und Fachwissen in Silos gespeichert sind und durch Personalwechsel sowie das Ausscheiden erfahrener Kolleginnen und Kollegen verloren gehen kann.

Wichtigstes Auswahlkriterium: SAP-Integration ohne Brüche

Im Rahmen seiner Digitalisierungsstrategie entschied sich Mayer & Cie, auch den Vertrieb mit Hilfe einer CPQ-Software zu modernisieren. Das große Ziel: Alle relevanten Informationen und Folgeprozesse in einem System bündeln und im Unternehmen vorhandenes Fachwissen sichern, ohne den Kontakt zwischen Handelspartner und Kunde einzuschränken.Da Mayer & Cie. SAP als führendes System gewählt hat, war die SAP-Integrierbarkeit eines der Hauptkriterien bei der Auswahl der CPQ-Software. Hierbei konnte SAE als einziges Unternehmen unter mehreren Anbietern die Kriterien von Mayer & Cie. erfüllen. Statt für den Test eine zweite Systemlandschaft aufzubauen, überzeugte der Anbieter von CPQ-Software in einem Proof of Concept von der Integrierbarkeit in SAP, sodass die Entscheidung auf die Lösung von SAE fiel.

Implementierung innerhalb von 12 Monaten

Zur Einführung der neuen CPQ-Lösung entschied sich Mayer & Cie. zunächst nur die Top Seller unter den Maschinen in die Software einzupflegen, da diese am häufigsten verkauft werden. Nach und nach sollen weitere Maschinen angelegt und über die CPQ-Software vertrieben werden. Insgesamt erstreckte sich der Implementierungsprozess über rund zwölf Monate und verlief zur vollsten Zufriedenheit von Mayer & Cie.  

Besondere Herausforderungen lagen für das Familienunternehmen darin, das Wissen aus dem Preisbuch in Vorgänge zu übersetzen und bereits vorhandenen Prozesse neu aufzustellen sowie beides in das neue System zu übertragen. Es mussten Entscheidungen getroffen werden, mit denen eine gemeinsame Basis für alle Länder und Kulturen, die in den Vertrieb involviert sind, geschaffen werden konnte. Ein Vorgehen, in dem SAE Mayer & Cie. als transparenter Partner beratend zur Seite stand.  

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Pre-Sales: flexibel und tagesaktuell

Durch die Nutzung der CPQ-Software von SAE ist es Mayer & Cie. gelungen seinen Vertrieb einfacher, effizienter und transparenter zu steuern. Wo zuvor das Preisbuch in PDF-Form aufgrund des hohen Aufwandes nur selten angepasst werden konnte, können heute tagesaktuelle Preise ausgespielt werden. Wo es zuvor aufgrund des Umfangs des Preisbuches und dem in Köpfen und E-Mails feststeckenden Wissen schwierig war, neue Vertriebsmitarbeiter anzulernen, können neue Handelspartner nun schnell und ohne großes Vorwissen mit dem Konfigurationsprozess beim Kunden starten. 

Sebastian Mayer, Chief Digital Officer bei Mayer & Cie: "Durch SAE CPQ ist unser Pre-Sales Prozess schneller, einfacher, prozesssicherer und aktuell, und das ohne Medien- oder Logikbrüche in unser SAP-System."(Bild:  Mayer & Cie.)
Sebastian Mayer, Chief Digital Officer bei Mayer & Cie: "Durch SAE CPQ ist unser Pre-Sales Prozess schneller, einfacher, prozesssicherer und aktuell, und das ohne Medien- oder Logikbrüche in unser SAP-System."
(Bild: Mayer & Cie.)

Nicht zuletzt profitiert auch das Abwicklungszentrum von Mayer & Cie von der Möglichkeit, Informationen an den Vertrieb weiterzugeben und von diesem die richtigen Informationen wieder zurückzubekommen. Des Weiteren ist auch der Markt für Mayer & Cie. durch die Nutzung der CPQ-Lösung von SAE transparenter geworden, denn die Vertriebsaktivitäten lassen sich nun besser nachverfolgen. „In SAE haben wir neben der technischen Plattform auch einen inspirierenden Partner gefunden, um unsere komplexen Vertriebsprozesse zu digitalisieren,“ erklärt Sebastian Mayer, Chief Digital Officer bei Mayer & Cie. „Durch SAE CPQ ist unser Pre-Sales Prozess schneller, einfacher, prozesssicherer und aktuell, und das ohne Medien- oder Logikbrüche in unser SAP-System. So muss Digitalisierung aussehen.“  

Susanne Leisten, B2B Communication bei Maisberger in München.