Aus einem Uni-Start-up ist einer der führenden europäischen CPQ-Anbieter geworden: Encoway feiert 25-jähriges Bestehen, beschäftigt über 300 Mitarbeiter und zeigt in drei Projekten, wie erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kunden aussieht.
Workshop für den Start eines Open Innovation Projektes mit Kunden.
(Bild: Encoway)
Dieses Wachstum kommt zum einen aus einem stetig wachsenden Markt, aber auch aus der Tatsache, dass sich das Software-Unternehmen seit jeher mit dem Thema Innovationen auseinandersetzt. So wurde bereits im Jahr 2018 das hauseigene Innovationslabor „DOCK ONE“ zusammen mit dem Mutterkonzern Lenze, dem Hamelner Antriebsautomatisierungsspezialisten, gegründet. Das „DOCK ONE“ beschäftigt sieben Mitarbeiter, die sich ausschließlich mit dem Thema Innovation auseinandersetzen. So werden neben neuartigen Ideen für die Software von Encoway auch Innovationen im Bereich der Antriebstechnik für Lenze (Stichwort Predictive Maintenance) vorangetrieben.
Kollaborative Arbeit an intelligenten Lösungen
Das NEOS-Gebäude in Bremen: Firmensitz von Encoway.
(Bild: Encoway)
Durch die enge Zusammenarbeit und die Nähe zur Bremer Universität hat sich das Innovationslabor weiterentwickelt und man hat erkannt, wie wichtig und erfolgreich die Kooperation mit Partnern ist. So entstand der Gedanke der „Open Innovation“ bei Encoway, welcher nun seit einiger Zeit bei dem Bremer Softwarehaus praktiziert wird.
"Open Innovation“ – die kollaborative Arbeit an intelligenten Lösungen für die stetig neuen Herausforderungen der Kunden, hat sich somit zum elementaren Pfeiler der Erfolgsgeschichte entwickelt. Im neuen Hauptsitz hat Encoway gemeinsam mit Partnern den „Digital Hub Industry Bremen“ (DHI) geschaffen. In diesem Ökosystem wird das Konzept von „Open Innovation“ lebendig und anfassbar und die Digitale Transformation weiter gestaltet. Im Gebäude von Encoway befinden sich weitere Wirtschaftsgrößen wie der Satellitenhersteller OHB, zahlreiche Institute der Universität Bremen, wie z. B. das KI-Transferzentrum, und viele Startups, die mittlerweile ebenso zum großen Teil zum Netzwerk des DHI gehören.
Der Leiter des Innovationslabors, Florian Hartke, formuliert es so: „Encoway weiß: Der entscheidende Erfolgsfaktor sind die eigenen Kunden. Somit ist es unser Ziel, sie noch erfolgreicher zu machen und das gelingt, indem wir gemeinsam mit ihnen „Open Innovation“ betreiben. Wir glauben, dass wir nur gemeinsam mit unseren Kunden – dem deutschen Mittelstand – relevante Ergebnisse liefern können. Die Welt wird immer komplexer und unser gemeinsames Ziel ist es, die Industrie von morgen zu bauen.“
Doch was genau versteht Encoway unter dem Begriff „Open Innovation“? Drei Beispiele zeigen, wie der Softwarehersteller dabei mit Kunden und Partnern zusammenarbeitet:
Beispiel für einen Dialog im KI-basierten Produktfinder Explainable Guided Selling.
(Bild: Encoway)
Guided Selling, der Ansatz im Vertrieb einem potenziellen Kunden mit Fragen durch den Kaufprozess zu führen, ist bereits ein sehr erfolgreiches Tool, um Kunden die Komplexität bei der Suche nach einem bestimmten Produkt zu erleichtern. Mit dem neuen Kl-basierten Produktfinder – Explainable Guided Selling – kann in Zukunft eine Guided-Selling-Anwendung schneller und effizienter erstellt werden. Statt aufwendiger manueller Modellierung von Datenmodellen, wird dank des durchgängigen Einsatzes von KI ein benutzerfreundlicher Produktfinder erstellt. Das Tool wird mit bestehenden Produktdatenblättern und Broschüren gefüllt, extrahiert allein alle relevanten Informationen aus den gegebenen Daten, reichert diese Daten an und strukturiert das Datenmodell vollständig eigenständig. Im Nachgang gibt es noch die Möglichkeit der manuellen Nachbearbeitung, falls nötig. Der Kl-basierte Produktfinder ergänzt technische Produkteigenschaften mit hilfreichen Erklärungen, um die richtige Produktauswahl zu erleichtern. Dies ist besonders bei technischen Produkten essenziell. Potenzielle Kunden erkennen klar, welche Informationen in den Entscheidungsprozess einfließen und wie diese zur finalen Produktauswahl beitragen. Die neue Software ist somit eine moderne, leicht integrierbare Web-Anwendung für Guided Selling Lösungen – speziell entwickelt für erklärungsbedürftige Produkte.
Die Welt wird immer komplexer und unser gemeinsames Ziel ist es, die Industrie von morgen zu bauen.
Florian Hartke, Encoway
2. LV Importer: Leistungsverzeichnisse mit KI-Unterstützung bearbeiten
Unternehmen aus dem Bereich der Technischen Gebäudeausstattung kennen es aus ihrer täglichen Praxis: wie erstelle ich aus einem Leistungsverzeichnis das richtige Angebot für meinen Kunden. Ein Leistungsverzeichnis (LV) ist das zentrale Dokument beispielsweise in der Baubranche. Es dient als Vertragsgrundlage des Bau- oder Dienstleistungsvertrags oder bei öffentlichen Ausschreibungen. Hier werden alle detaillierten Produkte und Leistungen erfasst, die von einem Auftragnehmer erbracht werden sollen. Als Beispiel: In einem neuen Bürokomplex sollen eine bestimmte Anzahl an Fenster und Türen mit besonderen Produkteigenschaften verbaut werden, die in einem Leistungsverzeichnis detailliert abgebildet werden.
Diese Leistungsverzeichnisse sind oft bis zu 100 Seiten und mehr lange PDF-Dokumente, die in der Regel von Mitarbeitern manuell erfasst werden müssen. Eine zeitintensive Arbeit. So braucht man im Durchschnitt für 100 Seiten eines Leistungsverzeichnisses bis zu 16 Stunden mit der Bearbeitung des Dokumentes.
Encoway entwickelt nun mit seinen Kunden zusammen eine KI-basierte Importfunktion für seine CPQ-Anwendung. Dieser LV-Importer ermittelt automatisch die relevanten Seiten für die Angebotserstellung, filtert die entscheidenden Informationen aus den Anforderungspositionen, übersetzt die LV-Bezeichnungen in die eigene Unternehmenswelt und automatisiert den Prozess vom Ausschreibungsdokument bis zum Angebot. Durch diese KI-basierte Importfunktion sind die Anwender in der Lage, diesen manuellen Prozess zu automatisieren und verkürzen so den Prozess um ein Vielfaches.
Stand: 16.12.2025
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Die eingesetzte KI im LV-Importer ist nicht auf ein bestimmtes Produkt oder auf eine bestimmte Firma „trainiert“, sondern funktioniert produktunabhängig und kann somit bei weiteren Encoway-Kunden eingesetzt werden.
3. Knowledge Pilot: Chatbot mit firmeneigener Wissensbasis
In jeder Firma gibt es eine Fülle von Quellen, wenn es um Produktdaten geht. Neben dem ERP- oder PLM-System gibt es Datenblätter, Powerpoint-Präsentationen, Kataloge und viele weitere Informationsquellen. Und so verbringen täglich viele Menschen ihre Arbeitszeit damit, die richtigen Informationen zu finden. Eine mühevolle und zeitintensive Arbeit. Gerade bei Unternehmen aus Forschung und Entwicklung ist das ein erheblicher Kostenfaktor. Beim Encoway-Innovationspartner Lenze hat man errechnet, dass circa 2 Stunden pro Tag und Mitarbeiter für die Suche nach Informationen „verloren“ gehen.
In der Auseinandersetzung mit genau dieser Herausforderung, hat Encoway mit seinem Mutterkonzern die Lösung Knowledge Pilot entwickelt. Hierfür wurde ein eigener KI-gestützter Chatbot entwickelt, der die Wissensdatenbank durchsucht, die ebenfalls mit KI erstellt wurde. In dieser Datenbank sind über 20.000 Dokumente unterschiedlicher Art enthalten. Der Knowledge Pilot kann innerhalb von Sekunden auch komplexere Fragen interpretieren und liefert hierfür die richtigen Antworten. In der Erprobungsphase konnte bereits eine 92-prozentige Trefferquote erreicht werden, die jetzt weiter ausgebaut wird. Das Ergebnis kann sich jetzt schon sehen lassen. So gelangt man bereits heute rund 70 Prozent schneller zur Problemlösung, und gewinnt dadurch 40 Prozent mehr ‚echte‘ Ingenieurszeit, die für die Entwicklung statt für die Suche genutzt werden kann.
Die vorgestellten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie technologische Exzellenz und praxisnahe Lösungen Hand in Hand gehen. Dabei steht stets der Mensch im Mittelpunkt – sei es als Kunde, Partner oder Mitarbeitender.
Lars Schade ist Team Leader Marketing bei Encoway.