Wenn das zurückliegende Jahr eines deutlich gemacht hat, dann dass die Digitalisierung in der gesamten Breite der Wirtschaft angekommen ist.
(Quelle: Rawpixel.com/shutterstock)
Vor allem die Nachfrage von kleinen und mittelständischen Betrieben sorgt dafür, dass immer häufiger Freelancer und Selbständige im Einsatz sind. Auch die Flexibilisierung der Arbeitswelt ist ein wichtiger Treiber, der Freiberufler auch in 2020 unverzichtbar macht.
Autor: Christian Schön
Die Nachfrage nach Freiberuflern steigt seit Jahren kontinuierlich an und auch das zurückliegende Jahr bildet hier keine Ausnahme. Die Entwicklung lässt darauf schließen, dass sich die Situation in 2020 weiter zuspitzen wird. Dies gilt im Besonderen für Freiberufler im Bereich IT und Engineering. Doch spricht bei Weitem nicht nur reine Notwendigkeit dafür, dass Unternehmen vermehrt auf Freiberufler zu setzen. Ganz im Gegenteil: Es gibt gewichtige Gründe, die für den Einsatz von „Solopreneuren“ sprechen.
Spezifisches fachliches Know-how kaum intern verfügbar
Lösungen im Bereich der digitalen Transformation erfordern immer häufiger hochspezialisiertes Fachwissen. Zudem wachsen die Herausforderungen im Bereich Cyber Security stetig an. In den seltensten Fällen ist das Know-how intern vorhanden oder Spezialisten auf dem Arbeitsmarkt verfügbar. Freiberufler sind in diesem Fällen oft die einzige Alternative, um sich das Wissen in die Organisation holen zu können. Nach wie vor ungebrochen ist auch der Trend, dass die Halbwertszeit von einmal erlerntem Wissen immer kürzer wird. Da die technologische Entwicklung in einer hohen Geschwindigkeit voranschreitet, ist lebenslanges Lernen zur Pflicht geworden. Auch hier können Freiberufler punkten, da sie schon allein aufgrund ihrer eigenen Positionierung auf dem Markt immer auf dem neuesten Stand des Wissens sein müssen.
Freiberufler federn Fachkräftemangel ab
Nach wie vor stellt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt als angespannt dar. Insbesondere dann, wenn es um IT-Fachkräfte geht, kann das Angebot die Nachfrage nicht vollständig bedienen. Laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit besteht vor allem in den Bereichen Softwareentwicklung und IT-Anwendungsberatung erhöhter Bedarf. Dieser Befund deckt sich mit der jährlich durchgeführten Studie des Bitkom. Auch diese stellt in diesem Jahr fest, dass der Mangel an IT-Kräften sich wie erwartet weiter verschärft hat. Deutlich mehr als 100.000 Stellen sind aktuell unbesetzt. Laut der Bitkom-Studie erwarten zwei Drittel der Unternehmen, dass sich diese Situation in 2020 noch weiter verschärfen wird. Die steigende Nachfrage nach IT-Spezialisten kann aktuell durch Freiberufler abgefedert werden.
Flexibilität ist wichtiger denn je
Die digitale Transformation bringt den Unternehmen nicht einfach nur Vorteile und Verbesserungen. Vielmehr ist es so, dass zunächst zum Teil sehr hohe Investitionen in den Ausbau digitaler Infrastruktur und Know-how geleistet werden müssen, bevor sich wirtschaftlicher Nutzen bezahlt macht. Viele Unternehmen zögern darum nach wie vor, wenn es um Investitionen in den digitalen Wandel geht, oder müssen aus anderen Gründen mit ihren Ressourcen haushalten. Auf Freiberufler zu setzen, ist in dieser Situation eine ideale Lösung. Die Zusammenarbeit mit ihnen ermöglicht es vielen Unternehmen mit überschaubaren Kosten und ohne lange Einarbeitungsphasen schnell und unkompliziert einzelne Use Cases auszutesten. Stellt sich beispielsweise ein neues Geschäftsmodell als tragfähig heraus, kann gezielt darin investiert und gleichzeitig die Risiken gering gehalten werden.
Innovationskraft war noch nie so wettbewerbsentscheidend
Mehrere Branchen und Industrien sind derzeit mit gravierenden Änderungen konfrontiert. Insbesondere die Energie- und Mobilitätswende führt zu strukturellen Veränderungen, die kaum mehr zu übersehen sind – wobei sie in ihren Auswirkungen aber erst am Anfang stehen. Unternehmen müssen darum verstärkt auf Innovationen setzen, um zukünftig am Markt bestehen zu können. Innovationen entstehen bekanntlich nicht ohne jegliche Impulse, sondern ist oft ein Resultat von neuen Einflüssen von außen. Freiberufler und Selbständige spielen hier eine zentrale Rolle. Sie bringen frischen Input und regen damit neue Lösungen an. Zudem bringen sie wertvolle Erfahrung aus anderen Projekten mit ein. Ein weiterer Vorteil: Sie können sowohl mutige Ideen als auch Einwände sehr viel freier formulieren, da sie außerhalb des hierarchischen Gefüges von Organisationen verortet sind.
Stand: 16.12.2025
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New Work fördert Beschäftigung von Freiberuflern
Ein weiterer anhaltender Trend sorgt dafür, dass Freiberufler besser in Projekte eingebunden werden können: New Work verwandelt das traditionelle Büro in die Arbeitswelt 4.0. Schon heute haben zehn Prozent der Festangestellten keinen eigenen Schreibtisch mehr. Immer mehr Unternehmen führen neue Kommunikations- und Kollaborations-Tools ein. Das erleichtert die Einbindung von externen Fachkräften in Projekte.
Die Schlüsselrolle von Freiberuflern und Selbständigen
Nimmt man diese Entwicklungen zusammen, dann zeigt sich, dass Freiberufler und Selbständige auch in 2020 eine Schlüsselrolle für die wirtschaftliche Entwicklung einnehmen werden. Insbesondere Projektdienstleistern wie Solcom kommen in den Bereichen IT und Engineering ebenfalls eine wesentliche Bedeutung zu, die auf hochqualifizierte Freiberufler setzen. Gerade wenn es um die Digitalisierung geht, führt derzeit kaum ein Weg an Freiberuflern vorbei. Aber wie hier gezeigt wurde, ist dies nur einer von vielen weiteren guten Gründen, warum Freiberufler in 2020 unverzichtbar sein werden.