Wartungsmanagement ist ein komplexes und gleichermaßen wichtiges Thema in der Fertigung. Ausfallsicherheit, Werterhalt und Arbeitsschutz stehen als Ziele im Fokus. Die Koordination von Terminen wird vereinfacht mit softwarebasierten Wartungsplanern wie der Inventarisierungslösung des Schweizer Anbieters Timly.
(Bild: Gorodenkoff/Shutterstock)
Streng genommen ist das Wartungsmanagement nur ein Teilbereich der Instandhaltung. Gleichberechtigt stehen daneben die Inspektion und die Reparatur oder Instandsetzung. Mit umfasst davon sind auch regelmäßige Maßnahmen, die der Aktualisierung von Maschinen und Anlagen dienen. In der Praxis dürfte diese Einteilung eine weniger wichtige Rolle spielen. Vielmehr kommt es darauf an, Wartungsarbeiten einerseits zeitgerecht durchzuführen, andererseits den Produktionsbetrieb nicht unnötig lange zu stören. Aus diesem Grund sollten auch vorgeschriebene Prüfmaßnahmen in den Komplex der Instandhaltungsplanung integriert werden.
Wartungsmanagement ist mehr als das Führen von Listen
Digitale Wartungsplanung muss Assets im Unternehmen ganzheitlich betrachten. Hierzu ist es erforderlich, Inventar und Arbeitsmittel vollständig erfassen zu können. Geschieht dies in einem Tabellenkalkulationsprogramm, lassen sich die gespeicherten Daten zumeist nur in einem Kontext auswerten. Sie sind statisch einer zuvor festgelegten Einteilung unterzogen, da die Anwender sich für eine Zuordnung, beispielsweise nach Standort oder Gerätekategorie, entscheiden müssen. Tatsächlich erforderlich ist aber die mehrdimensionale Auswertbarkeit.
Die dafür notwendige dynamische Zuordnung lässt sich nur mithilfe einer Datenbank darstellen. Informationen werden kontextlos erfasst und lassen sich beliebig häufig mit anderen Informationsobjekten verknüpfen. Auf diese Weise kann der Datensatz eines Arbeitsmittels mit Standorten, Oberkategorien, Verantwortlichen und beliebigen weiteren Datensätzen in Relation gesetzt werden. Auch eine nachträgliche Erweiterung ist problemlos möglich. Diese Flexibilität ist erforderlich, damit beispielsweise der Arbeitsablauf einer Produktion abgebildet werden kann und die darin involvierten Assets sich miteinander verknüpfen lassen.
Wie Software die Inventar-Erfassung umsetzt
In einer spezialisierten Inventarverwaltungssoftware wie Timly startet die Erfassung an einer Wurzel mit wenigen Oberkategorien. Darunter können beliebig verzweigte Unterkategorien angelegt werden. Jedes erstellte Objekt erhält die benötigten Attribute, um Eigenschaften und sonstige Datensätze aufnehmen zu können. Logische Verknüpfungen sind mit Standorten, Personen und anderen Objekten möglich, die eine Containereigenschaft zugewiesen bekommen haben. Dadurch lassen sich auch räumlich getrennte Verbünde einrichten, da bei der Wartungsplanung für einen Produktionsabschnitt nicht immer nur an einem Standort befindliche Assets zu betrachten sind. So können beispielsweise auch Arbeitsmittel der Intralogistik oder aus einem Zulieferbereich relevant sein und müssen daher berücksichtigt werden.
Screenshots von Timlys Wartungsmanagement.
(Bild: Timly Software)
Maßnahmen der Instandhaltung werden als Aktivitäten in den erforderlichen Intervallen definiert. Beim Anlegen des Objekts einer bestimmten Kategorie lassen sich die notwendigen Aktivitäten gleich mit zuordnen. Umgesetzt ist die Software cloudbasiert, als Service, der auf einem zentralen Server läuft. Dadurch ist vor Ort keine Netzwerkinfrastruktur für das Wartungsmanagement notwendig. Mitarbeiter benötigen lediglich ein internetfähiges Endgerät, mit dem sie die Web-App im Browser aufrufen können. Zur Identifizierung der Objekte stehen QR-Codes zur Verfügung. Gerade in Produktionshallen ist es dadurch ohne manuelle Eingaben möglich, Informationen über ein Asset am Mobilgerät aufzurufen.
Wartungsplanung als Teil vom Wartungsmanagement
Je nach Wartungskonzept im Unternehmen können Assets im benötigten Kontext gefiltert werden. Die Verknüpfung aller involvierten Objekte schafft mehr Übersicht. Automatisierte Erinnerungsfunktionen helfen Verantwortlichen bei der Umsetzung. Wenn für die Wartungsplanung Software zum Einsatz kommt, bestehen darüberhinausgehende Möglichkeiten. So lassen sich digitale Geräteakten führen, die Wartungshinweise enthalten können. Ebenso ist die Ablage von Protokollen und Fotos zur Dokumentation möglich. Grundsätzlich ist der Anspruch einer spezialisierten Inventarsoftware, alle Informationsobjekte eines Arbeitsmittels zu bündeln.
IoT und smarte Komponenten
Nicht nur die Datenbank einer Inventarverwaltung kann erweitert werden. Es ist auch möglich, der verwendeten Software Funktionen hinzuzufügen. Naheliegend beim Wartungsmanagement ist die Nutzung des Internet of Things. Smarte IoT-Sensoren können Laufleistung von Fahrzeugen tracken, Arbeitsstunden aufzeichnen oder Füllstände von Betriebsmitteln messen. Dadurch ist es möglich, Wartungsmaßnahmen intelligent zu steuern, wenn Komponenten in der Produktion über das Jahr nicht gleichmäßig genutzt werden. Professionelle IoT-Sensoren sind nachrüstbar. Energiesparende Modelle werden mit Batterien versorgt, die mehrere Jahre halten. Die Kommunikation erfolgt entweder über ein Protokoll wie LoRaWAN oder über spezielle IoT-SIM-Karten.
REST-API macht Cloud-Anwendungen universell
Das Wartungsmanagement ist ein Kernbereich im Asset-Management von Unternehmen. Wenn die in einer Softwarelösung gespeicherten Informationen einmal erfasst sind, lassen sie sich auch in anderen Anwendungen, beispielsweise einem ERP-Programm oder einer Werkstattsoftware, nutzen. Industrieller Standard ist hier die REST-API, über die ein Datenaustausch zwischen Anwendungen unterschiedlicher Hersteller möglich ist. Dokumentationen der Entwickler stehen für die Kunden bereit, sodass interne oder externe IT-Fachleute eine Synchronisierung von Datenbeständen einrichten können.
Stand: 16.12.2025
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Softwarebasiertes Wartungsmanagement bringt viele Vorteile
Ein an die Arbeitsabläufe im Unternehmen angepasstes Wartungsmanagement lässt sich am effektivsten mit einer spezialisierten Software umsetzen. Dadurch ist sichergestellt, dass alle Assets einheitlich verwaltet und an den notwendigen Stellen miteinander verknüpft werden. Eine aufwändige manuelle Koordination von Terminen entfällt. Zusatzfunktionen wie die Dokumentation von Wartungen in der digitalen Geräteakte und das Einbinden von IoT-Sensoren sparen Arbeitszeit.
Die Autorin Jennifer Ritz ist Senior Content Marketing Manager bei Timly Software.