Dem finnischen Übertragungsnetzbetreiber Fingrid gelang es, in 12 Monaten über 100 Kraftwerke zu digitalisieren und in virtuelle Schulungsumgebungen umzuwandeln.
(Quelle: ThingLink)
Während COVID-19 musste das finnische Stromnetzwerk Fingrid die Organisation der vorgeschriebenen Schulungen an 130 Kraftwerksstandorten neu überdenken. Mitarbeiter sollten jederzeit und auf jedem Gerät auf wichtige Anlageninformationen und Sicherheitsanweisungen zugreifen können, ohne physisch zum Standort fahren zu müssen.Bislang jedoch war die Erstellung von VR-Schulungen langsam und teuer. In dieser Fallstudie wird beschrieben, wie Fingrid innerhalb von 12 Monaten über 100 Kraftwerke digitalisieren und in virtuelle Schulungsumgebungen umwandeln konnte, während Reisezeit und Kosten für obligatorische Schulungen reduziert wurden.
Ausgangslage: Hohe Ausbildungskosten, geringe Wissensbindung
Fingrid ist für die ununterbrochene Stromversorgung im finnischen Netz verantwortlich. Stromerzeuger, stromintensive Anlagen und Stromverteilungsnetze sind an das landesweite Netz angeschlossen.
Sicherheitseinweisungen für neue Mitarbeiter sind ein wichtiger Bestandteil des Schulungsplans jedes lokalen Betriebsteams. Traditionell finden die Sicherheitseinweisungen von Fingrid persönlich in 130 Kraftwerken in ganz Finnland statt. Als Teil des Onboarding-Prozesses mussten Ausbilder und neue Mitarbeiter bisher weite Strecken zum Kraftwerk in Kauf nehmen, um das Einführungsmaterial mit Themen wie Mobilität und Sicherheit vor Ort durchzugehen. Diese 1:1-Schulungsmethoden waren in Bezug auf die Arbeitszeit und Kilometerzahl kostspielig. Somit war es nicht ohne weiteres möglich, die Schulung zu wiederholen, um bessere Lernergebnisse zu erzielen. Es bestand ein Bedarf für verbesserte Mitarbeiterschulungen.
(Sicherheitseinweisungen für neue Mitarbeiter sind ein wichtiger Bestandteil des Schulungsplans jedes lokalen Betriebsteams. Bild: ThingLink)
Erste Phase: Partnersuche für skalierbare VR-Schulungen
Mit Hinblick auf Zeitaufwand und Umweltauswirkungen des Onboarding-Prozesses begann Fingrid virtuelle Trainingsmöglichkeiten zu erkunden. Während der Suche nach geeigneten Softwarelösungen wurde ihnen ThingLink, ein weiteres finnisches Unternehmen und ein Microsoft-Partner, der auf die kosteneffiziente Erstellung von VR und skalierbare Lösungen für große Unternehmen spezialisiert ist, empfohlen. Fingrid bat um eine externe Überprüfung der Software von ThingLink, die mehrere Qualitäten herausstellte, die ThingLink zu einer guten Wahl für Fingrid machen würden:
Benutzerfreundlichkeit: Fingrids interne Teams konnten ihre Schulungsmaterialien ohne Vorkenntnisse in der Content Creation erstellen
Unternehmenssicherheit: Die Benutzeridentifikation und -anmeldung konnte in Fingrids bestehende Infrastruktur integriert werden, außerdem bot ThingLink eine private Cloud-Lösung für verbesserte Sicherheit
Verknüpfung der Datenverfolgung von Lernenden mit Zugangsmanagement: ThingLink bot die Möglichkeit die Datenverfolgung der Lernenden in Fingrids bestehendes HR-System zu integrieren, welches die Zugangsrechte zu den verschiedenen Kraftwerken kontrolliert.
(Leichter Zugang von mobilen Geräten. Bild: ThingLink)
Erste Phase: Anwendbarkeitstest virtueller Trainings in einem Pilotprojekt
Fingrid wollte mit einem Pilotprojekt die Anwendbarkeit virtueller Trainings in der obligatorischen Sicherheitsschulung zeigen. Ziel: Ein möglichst authentisches und realistisches Erlebnis. Dieses war mit hochwertigen 360-Grad-Bildern des realen Kraftwerks möglich. Der Vorteil solcher Bilder ist der leichte Zugang von mobilen Geräten aus. Neue Mitarbeiter oder Subunternehmer sind somit in der Lage sich im Kraftwerk zurechtzufinden und jede kritische Phase der Ausbildung jederzeit durchlaufen zu können.
Im Rahmen des Pilotprojekts wurde eine reale Schulung in einem der Kraftwerke organisiert, bei der Videos und Fotos aller Anweisungen aufgenommen wurden, die neue Mitarbeiter bei einer Standardschulung erhalten würden. Diese wurden anschließend in hochwertige 360-Grad-Bilder des Kraftwerks eingebettet. Mit interaktiven Hotspots lassen sich wichtige Informationen im richtigen Kontext präsentieren. Sie sind daher leichter zu verstehen als beim Durchblättern eines Handbuches.
Die interne Resonanz auf das Pilotprojekt war so positiv, sodass Fingrid beschloss, die Digitalisierung auf 130 Stationen zu erweitern. Bei einer internen Umfrage schätzten die Mitarbeiter die Möglichkeit virtuell in den Umspannwerken zu navigieren ohne den Standort physisch besuchen zu müssen.
Stand: 16.12.2025
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ThingLink hat sich als ein wertvolles Tool erwiesen. Die Anwendung hilft uns die Sicherheit zu verbessern und die Navigation in den Umspannwerken zu vereinfachen.
Veijo Siiankoski, Betriebsleiter bei Fingrid, der seit 25 Jahren für die Leitung der lokalen Betriebsteams verantwortlich ist.
Zweite Phase: Content Skalierung mit einem professionellen 360°-Fotografen
Nach Abschluss des erfolgreichen Pilotprojekts bat Fingrid das ThingLink-Team, einen Spezialisten für die Aufnahme von 360-Grad-Bildern in jedem Umspannwerk bereitzustellen. Zwei Fotografen und Content Creators fotografierten alle Außen- und Inneneinrichtungen der Kraftwerke in 360 Grad. Für die Aufnahme eines Kraftwerks benötigte ein Fotograf drei bis sechs Stunden. Nach der Bildbearbeitung und Upload auf ThingLink sortierten die Fotografien die Bilder in Ordnern nach Kraftwerken. Aus diesen Ordnern konnte Fingrids Team die Bilder zu virtuellen Rundgängen zusammenstellen.
Die Idee bestand darin, dass ein Lernender sich mühelos durch die verschiedenen Bereiche des Umspannwerks bewegen kann, ähnlich wie bei der Durchführung tatsächlicher Arbeitsschritte. Zu jeder Zeit während der Führung kann der Benutzer problemlos zur Vogelperspektive zurückkehren, um die Navigation zu erleichtern und den Raum besser wahrzunehmen.
(Die Idee bestand darin, dass ein Lernender sich mühelos durch die verschiedenen Bereiche des Umspannwerks bewegen kann. Bild: ThingLink)
Einfaches Bearbeiten und gut gestaltete Vorlagen sparen Erstellungszeit
Neben der Zeitersparnis bei der Mitarbeiterschulung sparte Fingrid zudem Zeit bei der Erstellung der Tour. Denn es kam eine Standardvorlage für die Orientierungsschulung an allen Umspannwerken zum Einsatz.
ThingLink bietet den Content Managern die Möglichkeit, ein Schulungsmodul zu kopieren und die vorhandenen Bilder durch neue zu ersetzen. Dies ist vor allem dann nützlich, wenn die Schulungsstruktur gleichbleibt, aber jeder Standort anders ist. Mit einer gut durchdachten Vorlage kann ein Lerndesigner an einem Tag mehrere maßgeschneiderte Schulungsmodule erstellen. Die Konsistenz zwischen den Touren der einzelnen Umspannwerke macht es den Mitarbeitern leicht, sich schnell mit mehreren Umspannwerken vertraut zu machen.
Fingrid erstellte auch vielseitige Vorlagen für Einführungsmaterialien für verschiedene Zielgruppen wie zum Beispiel eigene Mitarbeiter, Dienstleister und Wartungspersonal. Nach der Veröffentlichung konnten die Details der Schulungsmaterialien jederzeit problemlos bearbeitet und aktualisiert werden.
Ein Hauptvorteil für Fingrid bei der Content-Erstellung ist die interne Erstellung und Bearbeitung aller virtuellen Touren. Dadurch behält Fingrid die volle Kontrolle über ihren Inhalt und Updates. Dies spart Zeit im Vergleich zur Auslagerung der Content-Produktion, die teuer und zeitaufwendig sein kann. Es gibt nun keine Verzögerungen durch externe Kommunikation und Updates werden sofort an allen geteilten Standorten umgesetzt.
Die wichtigsten Vorteile von VR-Schulungen von ThingLink für Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Kosteneinsparungen in der Schulungslogistik: VR-Schulungen für Einsteiger sind im Vergleich zu Schulungen vor Ort zeit- und kosteneffizienter. Für große Unternehmen, die jedes Jahr Tausende von Mitarbeitern und Subunternehmern schulen müssen, sind die langfristigen Einsparungen allein bei der Logistik erheblich.
Verringerung des CO2-Fußabdrucks: Durch die virtuelle Durchführung von Hunderten von obligatorischen Orientierungsveranstaltungen können die Unternehmen ihren CO2-Fußabdruck verringern - ein wichtiger Bestandteil ihrer Politik der Unternehmensverantwortung.
Flexibilität für Mitarbeiter: Die Mitarbeiter können die Schulungen zu einem Zeitpunkt absolvieren, der ihnen am besten passt - auf Wunsch sogar von zu Hause.
Bessere Integration: Die virtuellen Rundgänge von ThingLink können automatisch in jeder Sprache aufgerufen werden. Dies verbessert die Lernergebnisse und die Mitarbeiterintegration mit unterschiedlichem Sprachhintergrund.
Besseres Startwissen, steilere Lernkurve: Wenn die Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, die vorgeschriebenen Schulungen zu absolvieren, bevor sie an den Arbeitsplatz kommen, haben sie ein besseres Startwissen. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft ihnen, kompliziertere Sachverhalte schneller zu lernen.
Besserer Wissenserhalt, verbesserte Sicherheit: Im Gegensatz zu Einzelschulungen können virtuelle Rundgänge von den Schulungsteilnehmern jederzeit wiederholt und erneut besucht werden. Dies ist notwendig, wenn seit dem letzten Besuch einer Umspannstation viel Zeit vergangen ist, sich am Standort etwas geändert hat oder es neue Unternehmensrichtlinien oder Initiativen gibt.
Automatische Zertifizierung spart Zeit: Informationen über abgeschlossene virtuelle Orientierungen lassen sich automatisch im HR-System des Unternehmens registrieren. Dies spart Zeit bei den betrieblichen Fachkräften, denn diese müssen die abgeschlossenen Lernergebnisse nicht mehr manuell im HR-System erfassen.
ThingLink ist ein zuverlässiger Partner im Bereich immersiver Lerntechnologien für Unternehmen und Bildungseinrichtungen in Europa und Nordamerika. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die schnelle und einfache Erstellung von interaktiven VR/AR-Lernumgebungen, VR-Touren und Simulationen für die Rekrutierung, Onboarding und Mitarbeiterschulungen. ThingLink hilft seinen Kunden, Tausende von Mitarbeitern kosteneffizient und mit verbesserten Lernergebnissen zu schulen. Weitere Informationen: https://www.thinglink.com/