So wählen Sie Schmierfette für Wälzlager richtig aus

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 1 min Lesedauer

Das richtige Schmierfett kann die Lebensdauer eines Wälzlagers maßgeblich verlängern: Langjährige Untersuchungen zeigen, dass sich 85 Prozent aller Ausfälle durch anwendungsspezifische Schmiermittel verhindern ließen. Bei der richtigen Wahl der Befettung der Wälzlager gibt es einige Parameter zu beachten.

(Quelle:  Findling Wälzlager)
(Quelle: Findling Wälzlager)

Grundlegend besteht ein Schmierfett aus drei Komponenten: Ein Mineralöl bringt die grundlegenden Schmiereigenschaften mit sich. Ein Verdicker erhöht die Viskosität. Mit verschiedenen Additiven schließlich lassen sich Korrosion und Oxidation verhindern oder ein Verschleißschutz erzielen. „Sowohl der chemische Aufbau als auch die mechanischen Eigenschaften eines Schmierstoffes sind sehr komplex“, so Klaus Findling, Geschäftsführer von Findling Wälzlager. „Deshalb gibt es für die Einordnung verschiedene Parameter.“

Wälzlager: Tropfpunkt gibt Auskunft über das Fließverhalten unter Temperatureinfluss

Zu diesen Parametern zählt die „kinematische Viskosität“, die sich aus der Zähigkeit und der Dichte des Schmierstoffes berechnet. Sie bezieht sich ausschließlich auf das verwendete Mineralöl und wird standardmäßig für die Temperaturen von 40°C und 100°C angegeben. Der „Tropfpunkt“ hingegen gibt Auskunft über das Fließverhalten unter Temperatureinfluss. Die „Walkpenetration“ definiert die Konsistenz des Schmierfettes in seiner Gesamtheit und dient dazu, die sogenannte NLGI-Klasse zu ermitteln. Grundsätzlich werden Fließfette, weiche und harte Fette unterschieden. „Es gibt allerdings noch zahlreiche weitere Kennwerte für Schmierfette“, so Klaus Findling. „Wir bieten unseren Kunden eine professionelle Beratung an, die alle wichtigen Eigenschaften in Betracht zieht.“ Findling Wälzlager bietet zudem den Service der Sonderbefettung mit speziellen Schmierstoffen an – flexibel und individuell auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten.

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