So pessimistisch blickt die Sensorik und Messtechnik aufs zweite Quartal

Verantwortlicher Redakteur:in: Rainer Trummer 2 min Lesedauer

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Das Jahr startete gut für die Sensorik und Messtechnik, im ersten Quartal ein leichter Dämpfer. So pessimistisch sind die Aussichten für Q2.

(Quelle:  Asharkyu/Shutterstock)
(Quelle: Asharkyu/Shutterstock)
  • Sensorik und Messtechnik: Leichte Umsatzeinbußen im ersten Quartal

  • Branche blickt pessimistisch ins zweite Quartal und meldet Kurzarbeit an

  • AMA veröffenlicht Branchenzahlen  

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt seine 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Branche meldet für das erste Quartal ein Umsatzminus von lediglich einem Prozent, verglichen zum Vorquartal. Die Auftragseingänge stiegen zu Jahresbeginn um vier Prozent. Für das zweite Quartal jedoch erwartet die Branche einen Umsatzrückgang von vier Prozent. Zudem haben bereits im ersten Quartal 25 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit angemeldet.

Sensorik und Messtechnik legte guten Jahresstart hin

Umsätze und Auftragseingänge in der deutschen Industrie erholten sich zu Jahresbeginn zum Teil noch. Doch durch die Corona-Pandemie, die weltweit einen massiven Nachfrage- und Angebotseinbruch auslöste, hat sich diese Konjunkturentwicklung inzwischen umgekehrt. Die Auswirkungen der Pandemie beeinträchtigt Produktion, Lieferketten, Absatzmärkte und den deutschen Arbeitsmarkt. Wie stark der Einbruch für die Sensorik- und Messtechnik-Hersteller wird, ist laut AMA Verband gegenwärtig schwer einzuschätzen. Im laufenden Quartal rechnet die Branche mit einem Umsatzrückgang um vier Prozent.

AMA Verband befragt seine 450 Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auswirkungen der Krise waren im 1. Quartal noch nicht voll in der Branche der Sensorik  und Messtechnik -Hersteller angekommen.(Quelle:  AMA Fachverband)
AMA Verband befragt seine 450 Mitglieder zur wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auswirkungen der Krise waren im 1. Quartal noch nicht voll in der Branche der Sensorik und Messtechnik -Hersteller angekommen.
(Quelle: AMA Fachverband)

Die Krise läuft – aber nicht für alle

„Da die nationalen und internationalen Absatzmärkte durch die Corona-Pandemie massiv eingebrochen sind, wirkt sich das zeitversetzt auf die Hersteller von Sensoren und Messtechnik aus“, kommentiert Thomas Simmons, Geschäftsführer des AMA Verband für Sensorik und Messtechnik. „Die konjunkturelle Entwicklung zeigt im ersten Quartal, dass die Zulieferer in die Automobilindustrie besonders betroffen waren und deutliche Umsatzverluste verkraften mussten. Sie und die Zulieferer in den Maschinen- und Anlagenbau blicken daher auch pessimistisch in das laufende Quartal. Ganz anders die AMA Mitglieder, die in die Gebäudeautomation und die Medizintechnik liefern. Sie verbuchen leichte Zuwächse im ersten Quartal und blicken deutlich zuversichtlich in das laufende Quartal.“ 

Einordnung und Zusammenfassung: Erfolgsbranche Sensorik und Messtechnik

Die Sensorik und Messtechnik ist als Querschnitts- und Wachstums-Branche in den letzten Jahren überdurchschnittlich gewachsen. Im Verlauf deckt sie dabei die allgemeine Entwicklung der deutschen Wirtschaft gut ab. Internationale Entwicklungen hatten bereits im zurückliegenden Jahr zu leichten Einbußen geführt. Nach gutem Start ins Jahr 2020 und leichten Verlusten im Quartal 1 rechnen die Hersteller nun mit einem Rückgang um 4 Prozent im zweiten Quartal. Als Zulieferer der Branchen Automobil und Maschinenbau, machen sich hier die Produktionsstillstände bemerkbar. Gut läuft es jedoch in anderen Branchen wie der Medizintechnik.

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