Automatisierung und Datenintegrität So gelingt die digitale Transformation 

Von Maximilian Kleine-Brockhoff 4 min Lesedauer

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Die digitale Transformation und die erforderlichen Strategien entwickeln sich ständig weiter. Unternehmen, die Technologie und Daten für Innovation und Effizienz nutzen, werden erfolgreich sein.

Monitoring und Analyse von Daten sind der Schlüssel der digitalen Transformation von Unternehmen, um präzise Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu optimieren.(Bild:  © Gorodenkoff/stock.adobe.com)
Monitoring und Analyse von Daten sind der Schlüssel der digitalen Transformation von Unternehmen, um präzise Entscheidungen zu treffen und Prozesse zu optimieren.
(Bild: © Gorodenkoff/stock.adobe.com)

Automatisierung und Datenintegrität stehen zunehmend im Mittelpunkt einer erfolgreichen digitalen Transformation. Gemeinsam ermöglichen diese beiden Grundpfeiler, schnell zu handeln, sichere Entscheidungen zu treffen und in einem dynamischen Markt die Nase vorn zu haben. Datenintegrität – also Daten mit maximaler Genauigkeit, Konsistenz und Kontext – ist das, was echtes Vertrauen in Daten schafft. Dies wiederum ist die Grundlage für wirkungsvolle Entscheidungen. Dafür benötigen Unternehmen folgende drei Komponenten:

  • Datenstrategie: Durch die Abstimmung von Dateninitiativen auf Unternehmensziele wird sichergestellt, dass jede Anstrengung zu sinnvollen, transformativen Ergebnissen beiträgt.
  • Dateneingabe und -pflege: Die Automatisierung spielt hier eine Schlüsselrolle, da sie die Eingabe von Daten in Systeme rationalisiert. Durch die Automatisierung werden Unternehmen flexibler, da sie qualitativ hochwertige Daten effizient erfassen und im Laufe der Zeit pflegen können, wodurch sich Fehler und manuelle Prozesse reduzieren lassen.
  • Verbesserung der Daten: Daten müssen genau, konsistent und kontextabhängig sein. Saubere, zuverlässige Daten ermöglichen es Unternehmen, operative Risiken zu vermeiden, intelligentere Entscheidungen zu treffen und neue Chancen zu entdecken.

All diese Faktoren tragen zur Datenintegrität bei. Zusätzlich hilft Automatisierung, die Ergebnisse der digitalen Transformation zu beschleunigen in Bezug auf Agilität, Geschwindigkeit sowie Datenintegrität. Ein wichtiger Faktor, den Unternehmen auf ihrer Reise immer im Auge behalten sollten, ist die gegenseitige Abhängigkeit von Prozessen und Daten. Die Vernachlässigung des einen kann das andere beeinträchtigen – und die digitale Transformation insgesamt verlangsamen oder sogar schädigen.

Für echte Transformation braucht es abgestimmten Ansatz

Daten und Prozesse sind eng miteinander verwoben. Hochwertige Daten allein reichen nicht aus, wenn die Prozesse, die sie erzeugen oder verwalten, fehlerhaft sind. Wenn Unternehmen einen fehlerhaften Prozess automatisieren, ohne sich um die Qualität der zugehörigen Daten zu kümmern, werden sie schneller schlechte Daten produzieren. Und wenn sie sich nur auf die Datenqualität konzentrieren, ohne sich um die zugrunde liegenden Prozesse zu kümmern, stoßen sie auf wiederkehrende Probleme, die wertvolle Zeit und Ressourcen verschlingen.

Diese Beziehung ist besonders wichtig in SAP-Umgebungen, wo Daten und Prozesse nahtlos und in großem Umfang zusammenarbeiten müssen. Um eine echte Transformation zu erreichen, benötigen Unternehmen einen abgestimmten Ansatz, bei dem sich Prozesse und Datenmanagement gemeinsam weiterentwickeln. An dieser Stelle kommen Low-Code/No-Code-Automatisierungsplattformen ins Spiel, die es den Fachbereichen – insbesondere Citizen Developer – ermöglichen, Prozesse ohne tiefgreifende technische Kenntnisse zu entwerfen und zu optimieren.

Wenn Daten und Prozesse aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung. Die Automatisierung beschleunigt diese Verbesserungen und sorgt für Transparenz bei allen beteiligten Schritten und Daten.

Wenn Daten und Prozesse aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein Kreislauf der kontinuierlichen Verbesserung.

Komplexität überwinden: Eine der größten Herausforderungen bei digitaler Transformation

Die Komplexität von Daten, Prozessen und Organisationsstrukturen stellt eine große Herausforderung für die digitale Transformation dar. Besonders deutlich wird diese Komplexität in SAP-Umgebungen, wo Systeme miteinander verbunden sind und große Datenmengen sehr sorgfältig verwaltet werden müssen. Auf einen Blick:

  • Datenkomplexität: Materialstammdaten sind ein gutes Beispiel für Datenkomplexität. Bei Tausenden von Datensätzen mit durchschnittlich 300 Datenobjekten sind manuelle Prozesse, die ineffizient und fehleranfällig sind, nicht mehr zeitgemäß.
  • Komplexität der Prozesse: Workflows mit mehreren Beteiligten, die Funktionen wie Beschaffung, Fertigung und Finanzen umfassen, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Je mehr Beteiligte, desto mehr Berührungspunkte, an denen etwas schiefgehen kann.
  • Organisatorische Komplexität: Unterschiedliche Teams in verschiedenen Regionen und Abteilungen haben oft gegensätzliche Prioritäten, die die Zusammenarbeit und die Prozesse erschweren.

Bleiben diese Probleme ungelöst, kommt es zu Engpässen, Ineffizienz und verpassten Chancen. Automatisierung unterstützt Unternehmen, diese Komplexität zu entwirren, macht Daten zugänglicher sowie Prozesse nahtloser und gewährleistet gleichzeitig die Datenintegrität im gesamten Unternehmen.

Automatisierung und Datenintegrität: eine leistungsstarke Partnerschaft

Automatisierung ist unverzichtbar auf dem Weg zur Datenintegrität. Sie stellt sicher, dass alle Daten, die in das System gelangen, den richtigen Prozessen unterliegen, sodass von Anfang an hochwertige, vertrauenswürdige Daten erstellt werden. Das Ergebnis sind weniger Fehler, eine größere Zeitersparnis sowie geringere Kosten.
 
Durch Automatisierung können Unternehmen vertrauenswürdige Daten gezielt und effizient nutzen. Mit zuverlässigen, konsistenten Informationen, die automatisierte Workflows in SAP-Umgebungen steuern, stellt die Automatisierung beispielsweise sicher, dass Kundendatensätze oder Produktdaten standardisiert und fehlerfrei sind, sodass Prozesse abteilungsübergreifend reibungslos ablaufen können.
 
Automatisierung und Datenintegrität steigern gemeinsam die betriebliche Effizienz, beschleunigen die Entscheidungsfindung und stellen sicher, dass Unternehmen bei jedem Schritt mit hochwertigen, verwertbaren Daten arbeiten.

<p>Die Grafik zeigt eine moderne Stadtansicht bei Nacht mit einem Netzwerk von Datenverbindungen. Hochrise-Gebäude sind beleuchtet, während in der oberen Bildhälfte eine stilisierte Weltkarte angedeutet ist. Lichtpunkte verbinden verschiedene Regionen, was den Einfluss digitaler Netzwerke symbolisiert. Die Darstellung vermittelt ein Gefühl von Globalität und technologischer Vernetzung, da die Datenströme ein dynamisches, pulsierendes urbanes Umfeld darstellen.<p>
In einer zunehmend vernetzten Unternehmenswelt helfen Automatisierung und Datenintegrität, die Komplexität zu meistern sowie agile, datengesteuerte Entscheidungen zu ermöglichen.
(Bild: © ake1150/stock.adobe.com)

Agilität, Wettbewerbsfähigkeit und Vorbereitung auf die Zukunft

Mit der Verbindung von Automatisierung und Datenintegrität entfalten Unternehmen das volle Potenzial ihrer Daten – ein entscheidender Vorteil in einer sich rapide wandelnden Geschäftswelt. Während Automatisierung für Geschwindigkeit, Effizienz und Skalierbarkeit sorgt, gewährleistet die Datenintegrität, dass Entscheidungen auf präzisen, konsistenten und kontextbezogenen Informationen basieren. Jetzt gilt es für Unternehmen, ein stabiles Fundament für nachhaltige Transformation zu schaffen, in dem Daten und Prozesse gemeinsam Innovation und Wachstum vorantreiben.

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Maximilian Kleine-Brockhoff ist Senior Director bei Precisely.