CPQ-Lösungen können mehr – oder sollten es zumindest können, als so manche Entscheider in Unternehmen heute noch denken. Daraus ergibt sich die Frage: Welche Eigenschaften sollte ein moderner Produktkonfigurator vorweisen?
(Quelle: Procad)
Produktkonfiguratoren sind aus vielen Industrie-Unternehmen nicht mehr wegzudenken: Sie sind essentiell für den Erfolg produzierender Organisationen, da diese damit schnell und effizient neue Produkte und Varianten erstellen können. Laut einer Studie der Global Excellence in Supply Chain Operations (GEXSO) sahen bereits 2018 knapp 80 Prozent der befragten Unternehmen Produktkonfiguratoren als Erfolgsfaktor an. Die Akzeptanz solcher Lösungen dürfte – insbesondere nach zwei Jahren Pandemie – weiter gestiegen sein, helfen sie doch dabei, die Produktion effizienter zu gestalten.
Der Standard ist konfigurierbar
Nicht konfigurierbare Standardprodukte nehmen jedenfalls mittlerweile eine untergeordnete Rolle ein: Entwicklungs- und Konfigurationsprodukte bilden inzwischen laut der Studie das Gros der Produkte mit 25 beziehungsweise 58 Prozent. Produktkonfiguratoren dienen also nicht mehr nur der Effizienzsteigerung der Produktion: Durch ihren einfachen Aufbau und No-Code-Ansätzen können auch Personen ohne dedizierte CAD- und Programmierkenntnis Produkte und ihre Varianten erstellen. Sind diese vorhanden, kann beispielsweise der Vertrieb schnell auf Wünsche von Kunden reagieren und maßgeschneiderte Produkte anbieten. Einige Produktkonfiguratoren bieten allerdings noch mehr und können mit den entsprechenden Erweiterungen und Funktionen auch die Produktion und Wartung von Produkten effizienter gestalten.
Zentrale Funktionen der Produktkonfiguratoren
Um zielgerichtet mit Produktkonfiguratoren arbeiten zu können, bedarf es einiger grundlegender Funktionen. Dazu gehören:
Bottom-Up-Konfiguration von komplexen Produkten und Anlagen: Auch die komplexeste Anlage beginnt mit einem ersten Schritt. Hier liegt es nicht nur am ausführenden Mitarbeiter, ein Asset schon zu Beginn effizient zu gestalten. Ein Produktkonfigurator muss alle Funktionen, die zur Erstellung und Konfiguration von Geräten und Anlagen benötigt werden, übersichtlich darstellen. Nur so kann ein Mitarbeiter oder Team effizient die Arbeit an einem Projekt beginnen.
Web-basierte Produktkonfiguration mit (leichtgewichtigem) 3D-Viewing-Modell: Um die Anwendung eines Produktkonfigurators geräteunabhängig zu gestalten, sollte er nicht in einer dedizierten Anwendung laufen. Ein Zugriff über einen Webbrowser umgeht Schwierigkeiten mit gerätespezifischen Eigenheiten wie Betriebssystemen, APIs und Hardware. Eine übersichtliche 3D-Darstellung vereinfacht die Abstimmung mit dem Kunden.
Generierung eines Viewing-Models zur Ansicht in Standard-Viewern in Echtzeit, inkl. korrekter Abmessungen: Modelle werden im Arbeitsalltag mit Kollegen und anderen Teams geteilt. Diese Modelle müssen deshalb von verschiedenen etablierten Viewern darstellbar sein und die korrekten Maße enthalten.
CAD-Design-Automation und vollautomatische Erzeugung des vollständigen CAD-Modells: Sobald das Modell im Konfigurator in der Erstellung ist, muss es auch als CAD-Modell vorliegen. CAD-Programme bieten mehr Funktionen als Produktkonfiguratoren. Hierdurch ergibt die Detailarbeit an Modellen Sinn, wenn der Funktionsumfang der Konfiguratorlösung nicht ausreicht.
Produktkonfiguratoren – Integration zum Product Lifecycle Management
Für Unternehmen ist es heute essentiell, Produkte von der Konzeptionsphase über die Produktion bis hin zum laufenden Support und darüber hinaus zu dokumentieren. Systeme für das Product Lifecycle Management (PLM) liefern hier den zuständigen Abteilungen die Informationen, die sie zur Dokumentation jeder Lebensphase benötigen. Produktkonfiguratoren und eingesetzte PLM-Systeme sollten daher eng zusammenarbeiten oder gar direkt miteinander integrieren können, um schon bei der Erstellung sämtliche Stücklisten, Teile sowie Hierarchien untereinander auszutauschen und Änderungen zu dokumentieren. Unternehmen verhindern auf diese Weise Dopplungen und Unklarheiten in ihren Stücklisten – und damit unnötigen zusätzlichen Arbeitsaufwand für ihre Mitarbeiter. Ein Produktkonfigurator besonderer Güte integriert deshalb ein PLM-System nativ, sodass auch die Nutzung teurer und komplizierter Schnittstellen entfällt.
CPQE: Warum CPQ alleine nicht mehr reicht
Vertriebsmitarbeiter nutzen Produktkonfiguratoren, um ein auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenes Produkt bieten zu können. Kunden wiederum wollen dabei ihr Produkt zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu einem annehmbaren Preis auf den Hof gefahren bekommen. Diese beiden Seiten werden erst mittels Configure, Price, Quote & Engineer (CPQE) umfassend ermöglicht: Denn Unternehmen benötigen Prozessdurchgängigkeit, die ein Produkt von der konstruktiven Erstellung bis zum Verkauf darstellen kann. Ein Produktkonfigurator, der CPQE unterstützt, bietet genau das. Produkte lassen sich konfigurieren, anhand der benötigten Komponenten bepreisen und nach Erstellung sowie Annahme eines Angebots an die Produktion weitergeben. Weiterer Vorteil: Schon sehr früh im Konfigurationsprozess eines Produkts lassen sich Sonderwünsche berücksichtigen, die Kunden äußern könnten. Kostspielige Änderungen während der Produktion werden somit vermeiden.
Stand: 16.12.2025
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Produktkonfiguratoren Praxisbeispiel
Ein Kunde benötigt für seine Fabrik Förderbänder und wendet sich an einen entsprechenden Hersteller. Dieser nutzt einen Produktkonfigurator um mit ihm Anforderungen und Kosten durchzugehen. Gemeinsam mit dem Kunden geht nun ein Mitarbeiter die Charakteristika der gewünschten Förderbänder durch, beispielsweise Länge und Breite des Bands, angestrebte Fördermenge in Gewicht pro Strecke usw. Auch Antriebsart, Ansteuerung und Position der Motoren lassen sich festlegen. Der Produktkonfigurator erstellt zeitgleich im Hintergrund entsprechende CAD-Modelle und Stücklisten. Ist der Kunde mit dem Produkt zufrieden, generiert der Konfigurator anhand von Stücklisten und benötigter Mitarbeiterressourcen ein Angebot und die Produktion kann nach Freigabe beginnen. Dank Integration ins PLM können Ingenieure und Supportmitarbeiter bei späteren Wartungsarbeiten zudem auf detaillierte Informationen wie Baugruppen, Hierarchien unter Teilen, Zeichnungen und Notizen zurückgreifen und den Wartungsprozess beschleunigen.
Fazit
Produktkonfiguratoren ermöglichen einen fließenden Übergang von der Planungs- zur Produktionsphase. Mit den richtigen Funktionen wie einer Integration ins PLM und CPQ und der Berücksichtigung von Engineering-Bedarfen können sie noch mehr und entlasten Mitarbeiter in Engineering, Vertrieb, Produktion und Support. Entscheider sollten deshalb bei der Auswahl eines Systems zur Produktkonfiguration darauf achten, dass es den gesamten Prozess von der Planung bis hin zu Support und Wartung abdeckt – Procad hat mit dem Pro.File Produktkonfigurator einen solchem im Portfolio, der sich in die Geschäftsprozess- und PLM-Software des Anbieters integriert.