Nach erfolgreich eingeführter PLM-Lösung hat der Anlagenbauer 3Con in einem weiteren Schritt das hauseigene ERP angebunden – welche Vorteile das bringt, zeigt dieser Bericht.
(Quelle: 3Con Anlagenbau)
ERP-Integration in der Praxis: Der Anlagenbauer 3Con liefert weltweit Produktionsanlagen für die Fertigung von Interieur für die Automobilindustrie. Seit mehr als 20 Jahren entwickelt und produziert das österreichische Unternehmen Technologien und Prozesse, die den Zulieferern und Herstellern Gestaltungsfreiheiten, Effizienz und Qualität bringen.
ERP-Integration für schnelle Prozessoptimierung
Produziert werden unter anderem flexible Kaschieranlagen und Montagelinien. Die Technologien sind State of the Art in der Serienproduktion von Automobilinterieur. Um diesen Status zu halten, wird bei 3Con laufend an neuen Lösungen gearbeitet, um die Produktionsschritte in der Automobilindustrie zu optimieren. Auch die eigenen Abläufe sind stets auf dem Prüfstand. Seit 2015 arbeitet 3Con mit dem PLM-Integratoren Technia zusammen, um diesem Anspruch gerecht zu werden.
Nach der Zusammenarbeit bei der Implementierung der 3DExperience-Plattform von Dassault Systèmes war es Mitte 2020 an der Zeit für ein weiteres gemeinsames Projekt mit Technia: Es galt, das vom Anlagenbauer selbst entwickelte ERP 3Connect an die 3DExperience-Plattform anzubinden.
Umfangreiche Stücklisten bearbeiten
Christian Obholzer arbeitet in der Konstruktion und Entwicklung bei 3Con. Er erläutert: „Bei uns ergeben sich als Basis für die Produktion umfangreiche Stücklisten: Im Zusammenbau der komplexen Werkzeuge für die Fahrzeug-Innenausstattungen ergeben umfassende Baugruppen teilweise über 17.000 Teile.“
In der Vergangenheit bedeutete dies für die 3Con-Mitarbeiter, dass sie alle Teile, die in der CAD-Struktur verbaut sind, händisch in eine Excel-Tabelle übertragen mussten, um daraus eine Stückliste für die Fertigung zu erzeugen.
Diese manuelle Arbeit hatte ihre Tücken: Oft fehlten Daten oder es kam zu Dopplungen. Die Mitarbeiter waren in ihrer Konzentrationsfähigkeit voll gefordert, denn jede Unterbrechung konnte eine Ursache für Fehler sein.
(Die Anlagen von 3Con dienen der Herstellung und Montage von Auto-Interieur. Bild: 3Con Anlagenbau)
Um solche Fehler in den Fertigungsaufträgen zu vermindern, wollte 3Con eine automatisierte Lösung implementieren via ERP-Integration. Das hauseigene ERP-System benötigte dafür eine Schnittstelle zur 3DExperience-Plattform. Mit dieser können die Stücklisten aus dem CAD-Modell künftig automatisch erzeugt werden.
Als Schnittstelle bot sich das Technia Integration Framework (TIF) an. Damit lässt sich die PLM-Lösung von Dassault Systèmes an andere Systeme wie ein ERP anbinden und das Anwenderunternehmen kann Standard-Integrationen – eingehende und ausgehende – mittels einfacher Konfigurationen verwalten. Die Implementierung, Administration und Pflege der Integration wird dadurch günstiger, schneller und weniger fehleranfällig. Integrationsschritte werden erfasst, Abweichungen einfach erkannt und Statistiken werden erstellt – all das über eine web-basierte Verwaltungsschnittstelle auf der Basis branchenüblicher Messaging Standards wie JMS, NativeMQ und AMQP sowie webbasierter Dienste wie SOAP und REST. TIF ist zudem voll unterstützt und updatefähig.
Fehlerfreie Übertragung durch ERP-Integration
Von nun an werden alle Teile, die in einer Anlage verbaut sind und im CAD-Modell vorhanden sind, mittels programmierter TIF-Schnittstelle automatisch an das ERP-System übermittelt. Fehlerhafte und kostspielige Fertigungsaufträge, bei denen Teile vergessen oder zu viel bestellt wurden, gehören damit der Vergangenheit an. Trotzdem bleibt die Stücklistenerstellung flexibel genug, so dass der verantwortliche Mitarbeiter auch im Nachhinein noch fehlende Teile manuell hinzufügen kann.
(Bild: 3Con)
Im Zusammenbau der komplexen Werkzeuge für die Fahrzeug-Innenausstattungen umfassen Baugruppen teilweise über 17.000 Teile.
Christian Obholzer, 3Con
Kosten und Zeit gespart
Für 3Con bringt die Lösung sichtbar reduzierte Kosten und verminderten Zeitaufwand. Die Mitarbeiter können die gewonnenen Ressourcen für wichtigere Aufgaben einsetzen. Außerdem können nun auch mehrere Personen gleichzeitig an einer Stückliste arbeiten, ohne sich dabei zu behindern, denn die automatisierte Lösung lässt direkte Datenlöschungen oder Überschreibungen nicht zu.
Christian Obholzer stellt klar, dass sich das Investment gelohnt hat. Auch, dass Technia wieder im Boot war, bewertet er als sinnvoll. Auf diese Weise ließ sich an die gute Projekterfahrung anknüpfen und das ERP mit TIF nahtlos in die Softwareumgebung von 3DExperience einbinden.
Christian Obholzer schließt: „Unsere Anliegen wurden zügig und unkompliziert bearbeitet. Selbst wenn mal Fehler aufgetreten sind, lief die Zusammenarbeit reibungslos. Eine kurze Mail oder ein Ticket genügten und wenige Stunden später war das Problem gelöst. Deshalb ist ein weiteres Folgeprojekt, das wir wieder mit Technia umsetzen wollen, bereits in Planung.“
Stand: 16.12.2025
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Die Autorin Ute Klingelhöfer ist freie Redakteurin in Karlsruhe.