Wissensmanagement schafft Vorsprung

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Allein die technischen Entwicklungen in der eigenen Branche mitzuverfolgen, ist heute eine Lebensaufgabe. Ein Einzelner kann sie kaum bewältigen. Um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, brauchen Unternehmen ein gezieltes Wissensmanagement. Deutsche Unternehmen investieren zu wenig Zeit und Geld in Wissensmanagement. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die die Medienakademie Köln – ein Unternehmen, das spezialisiert ist auf berufliche Fortbildung – zusammen mit der Fraunhofer-Gesellschaft durchgeführt hat. 600 Entscheider in Personalabteilungen wurden befragt, welche Methoden sie zur Informationsbeschaffung und Weiterbildung nutzen, welche Strategien sie einsetzen, um die Informationsexplosion zu bewältigen und welche Hindernisse sie auf dem Weg zum lebenslangen Lernen sehen.

Ergebnis: Die Möglichkeiten eines gezielten Wissensmanagements werden zu wenig genutzt. »Unter dem Begriff Wissensmanagement werden verschiedene Formen der Informationsbeschaffung, -aufbereitung und -bewahrung zusammengefasst«, erklärt Dr. Mathias Kirsten, Projektkoordinator vom Fraunhofer-Vorstandsbüro Ergebnisverwertung und Wissensmanagement in St. Augustin. »Ziel ist es,alles Wissen, das in Datenbanken, in den Köpfen der Mitarbeiter und in den Organisationsstrukturen liegt, auszuschöpfen und weiterzuentwickeln. Spezielle Wissensmanagementsysteme stellen die dafür notwenige technische Basis – beispielsweise in Form intelligenter Dateiablagen und Suchfunktionen – zur Verfügung.«

Bisher nutzen Unternehmen vor allem Mitarbeitergespräche, Internet, Fachliteratur und Seminare für die Informationsbeschaffung. E-learning, computer- oder netzbasierte Trainings spielen nur eine untergeordnete Rolle. Bei 45 Prozent der befragten Unternehmen wurden Wissensmanagementsysteme bereits eingeführt und von den Entscheidern überwiegend positiv bewertet. In der Praxis setzen die Mitarbeiter sie jedoch nicht in dem Umfang ein, wie dies möglich wäre: Nur knapp 23 Prozent gaben an, die Systeme, die ihnen zur Verfügung stehen, auch häufig zu nutzen.

Auch neue Fortbildungsmethoden wie »hochfrequentes Lernen«, bei dem der Stoff durch kurzes wiederholtes Üben einstudiert wird, und e-learning bekamen gute Noten, in der Praxis kommen jedoch auch sie eher selten zum Einsatz. »Als entscheidendes Hindernis zur Verbesserung des beruflichen Wissenserwerbs und -managements geht aus der Untersuchung der Faktor Zeit hervor«, erklärt Lucia Linsinger, Koordinatorin des Projekts an der Medienakademie Köln. »Für 91 Prozent der Befragten ist Zeitmangel – zumindest teilweise – ein Hinderungsgrund für die Weiterbildung, obwohl sie dazu motiviert wären.«

Fazit: Noch ist die Forderung nach lebenslangem Lernen ein Lippenbekenntnis und Wissensmanagement zu wenig in den Arbeitsalltag integriert. Die Studie empfiehlt, die Vorteile von Wissenserwerb und -management bekannt zu machen, Wissensarbeit zunehmend in den normalen Berufsalltag zu integrieren und Hemmschwellen gegenüber neuen, IT-gestützten Formen des Lernens abzubauen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.fraunhofer.de

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