Vernetzte Arbeitsprozesse und Digitalisierung sind mittlerweile fester Bestandteil des Wirtschaftslebens. Eine große Herausforderung ist allerdings die steigende Datenmenge. Welche Rolle eine KI-basierte Wissensmanagement-Lösung dabei spielen kann, zeigt dieser Beitrag.
(Quelle: Panchenko Vladimir/shutterstock)
Der Bericht „Global DataSphere Forecast“ von IDC zeigt ein deutliches Wachstum bei der Erstellung und Nutzung von Daten. Den Experten zufolge, werden in den nächsten drei Jahren mehr Daten erzeugt als in den vergangen 30 Jahren zusammen. Aber erst durch die Analyse dieser Datenmengen entsteht für Unternehmen ein Mehrwert. Dafür kommen verstärkt KI-basierte Wissensmanagement-Lösungen zum Einsatz. Sie ermöglichen die Verknüpfung von Daten aus unterschiedlichen Systemen, ihre Analyse und eine intelligente Aufbereitung für den Anwender.
Eine KI-basierte Wissensmanagement-Lösung wie Insight Engines basiert auf traditionellen Enterprise-Search-Technologien und erweitert diese um Methoden der künstlichen Intelligenz. Der Einsatz von Maschine Learning und Deep Learning sowie innovativen Techniken der Spracherkennung erlaubt eine ressourceneffiziente und gewinnbringende Bereitstellung von Informationen, unter anderem für die Qualitätssicherung, die Bedarfsplanung oder für Predictive Maintenance. Im Gegensatz zu klassischen Suchtechnologien ermöglichen sie konkrete Antworten auf die vom Anwender gestellten Fragen.
Der Einsatz von Natural Language Processing (NLP) und Natural Language Understanding (NLU) bringt den Vorteil, dass Anwender Suchabfragen intuitiv und in natürlicher Sprache stellen können. Die Lösung kann die menschliche Sprache übersetzen, verstehen und linguistisch interpretieren. Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine läuft wie ein Dialog ab (Conversational Search). Dadurch ist es möglich, akkurate und gezielte Antworten auf die vom Anwender gestellten Fragen zu geben – erweitert um kontextspezifische Informationen.
Übersichtliche Darstellung in der Wissensmanagement-Lösung
Die Ergebnisse stehen übersichtlich und personalisiert aufbereitet in Dashboards (360-Grad-Sicht) bereit. Dabei stellt die Insight Engine sicher, dass Anwender nur jene Daten sehen, für die sie auch berechtigt sind. Je nach Rolle, Position, Abteilung etc. passt das System die Inhalte und die Darstellung an. Ein Mitarbeiter im Einkauf ruft vorrangig Daten über Lieferanten und Angebote ab, während dem Anwender aus der Produktion eine Übersicht über Konstruktionspläne, Wartungsprotokolle oder Bauteile interessiert. Dank Deep Learning und Maschine Learning erlernt die Insight Engine die Arbeitsweisen der einzelnen Personen und erkennt, dass Informationen zu Bestellungen und Rechnungen für den Mitarbeiter im Einkauf eine höhere Relevanz besitzen als Wartungsprotokolle. Entsprechend dieser Erfahrungen sind die Suchergebnisse individuell aufgereiht und mit spezifischen Zusatzinformationen angereichert.
Heute kommen diese KI-basierten Wissensmanagement-Lösungen bereits in den unterschiedlichsten Bereichen von Industrieunternehmen zum Einsatz, etwa im Stücklistenwesen. Warenwirtschaftssysteme oder Lösungen zur Verwaltung von Stücklisten beziehungsweise Bill of Materials bieten zwar eigene Ansätze der Informationsaufbereitung, sind aber meist limitiert auf den eigenen Datenstamm. Erste Angaben zu einzelnen Bauteilen lassen sich zwar finden, jedoch bleiben geschäftskritische Zusatzinfos wie etwaige länderspezifische Restriktionen, Verfügbarkeiten oder Zulieferer meist verborgen.
Die Einbindung einer Insight Engine bietet im Gegensatz dazu die Möglichkeit, Inhalte und Informationen aus sämtlichen relevanten Unternehmensdatenquellen miteinzubeziehen. Statt einer mühsamen und zeitaufwändigen manuellen Recherche in unterschiedlichen Anwendungen erhalten Nutzer auf Knopfdruck sämtliche relevante Informationen.
Korrelationen aufzeigen
Im Bereich Predictive Maintenance ist eine intelligente Wissensmanagement-Lösung in der Lage, Korrelationen zwischen einzelnen Komponenten oder Abläufen aufzuzeigen. Sie erkennt damit nicht nur, ob Anlagen fehlerfrei funktionieren, sondern auch, ob die Gefahr eines Maschinenausfalls durch eine fehlerhafte Komponente besteht. Sensoren liefern in Echtzeit relevante Maschinendaten wie Druck, Temperatur oder Schwingungen; intelligente Wissensmanagement-Lösungen reichern diese Erkenntnisse mit Zusatzinformationen aus Wartungsprotokollen, Plänen, technischen Dokumentationen sowie persönlichen Erfahrungen von Experten und weiteren Informationen an.
Dies erlaubt eine detaillierte Darstellung (360-Grad-Sicht) aller verfügbaren Informationen etwa zur Wartung und Logistik eines Bauteils, von Daten zu Ansprechpartnern und Experten oder zu etwaigen bisherigen Problemen. Anstelle von starren Wartungsintervallen können Unternehmen auf diese Weise dynamisch und agil reagieren und ihre Wartungs- sowie Inspektionskosten reduzieren.
(Die Insight Engine bietet eine 360-Grad-Sicht auf Bauteile. Bild: Mindbreeze)
Wissensmanagement-Lösung: Auch für die Managementebene prädestiniert
Auch in anderen Unternehmensbereichen dienen Insight Engines als wertvolles Werkzeug zur Informationsbereitstellung, beispielsweise auf Managementebene. Hier können Wissensmanagement-Lösungen Verantwortliche dabei unterstützen, fundierte Entscheidungen zu treffen. Entscheidungsträger erhalten sämtliche Fakten übersichtlich aufbereitet, wodurch sich das Risiko einer Fehlentscheidung aufgrund schwer oder nicht auffindbarer Informationen verringern lässt. Ebenso lassen sich Experten oder Projekte zu einem bestimmten Thema leichter auffinden sowie gewonnene Erkenntnisse wiederverwerten.
Stand: 16.12.2025
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Daten sind heute wertvoller denn je. Auch im Bereich der Industrie führt kein Weg mehr an ihrer intelligenten Auswertung vorbei. Insight Engines unterstützen Anwender bei der täglichen Arbeit, indem sie die relevanten Informationen übersichtlich aufbereiten. So sind Unternehmen in der Lage, Potenziale zu erkennen und Wettbewerbsvorteile zu nutzen.
Der Autor Gerald Martinetz ist bei Mindbreeze verantwortlich für die Bereiche angewandte künstliche Intelligenz und Klassifizierung.