Der Maschinenbauer Automation Express verzeichnet seit seiner Gründung im Jahr 2021 ein beachtliches Wachstum. Von Anfang an dabei: die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes, bei dessen Implementierung der Karlsruher Softwareanbieter Technia half.
Auf Expansionskurs: Das neue Betriebsgebäude ist im Juli 2024 einzugsbereit.
(Bild: Automation Express)
Es gibt Unternehmen in zukunftsträchtigen Nischen, denen man beim Wachsen förmlich zuschauen kann. Bestes Beispiel ist die österreichische Automation Express GmbH, kurz AX. Der junge Player im Sondermaschinenbau wurde im September 2021 aus der Taufe gehoben. Die damalige Idee des 15-köpfigen Teams: ganzheitliche Automatisierungslösungen, wobei sowohl Konstruktion als auch Fertigung unter einem Dach erfolgen. Der Schwerpunkt liegt zunächst auf der Metallverarbeitung, inzwischen sind weitere Branchen hinzugekommen. „Mit unserem Geschäftsmodell haben wir einen Nerv getroffen“, sagt Unternehmensgründer und Geschäftsführer Daniel Schöpf.
Start-up auf Expansionskurs
Die Auftragsbücher füllen sich von Anfang an quasi wie von selbst. Im Februar 2022 bezieht man den Standort Langkampfen bei Kufstein. Wenige Monate später erfolgt die Gründung der mAX Automation auf der anderen Seite des Atlantiks als Joint Venture mit einer weiteren südtiroler Firma. Der erste Kundenauftrag aus den USA lässt dann nicht lange auf sich warten. Und auch daheim geht es positiv weiter: Der Standort Langkampfen wird massiv erweitert. Ein zweiter Standort, ebenfalls in Tirol, ist bereits im Bau: Das neue Betriebsgebäude mit 4.000 Quadratmetern Produktionsfläche ist im Juli 2024 einzugsbereit. „Wir fahren aktuell unter Volldampf“ freut sich Daniel Schöpf über die rasante Entwicklung des Unternehmens. „Dafür ist es unerlässlich, dass wir uns blind auf unsere Software verlassen können.“
CAD-System von Anfang an
Der Unternehmer weiß, wovon er spricht. Vor der Startup-Gründung war er lange in der Automobilbranche tätig. „Ich habe internationale Automatisierungsprojekte betreut und konnte dabei reichlich Erfahrungen sammeln.“ Eine besonders wertvolle Erkenntnis, die er in dieser Zeit gewonnen habe: „Ein Startup wie AX braucht spätestens ab dem zweiten Tag ein funktionierendes CAD-System. Nur so lassen sich potenzielle Kunden von unserem Know-how und Leistungspaket überzeugen.“
Bei AX entscheidet man sich rasch für die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes. Sie ist den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon aus früheren Tätigkeiten bekannt – auch Daniel Schöpf. „Durch die hohe Benutzerfreundlichkeit kann man sofort loslegen“, sagt er. Für die Einführung und Begleitung setzen die Tiroler auf eine enge Partnerschaft mit Technia. Der Softwarespezialist mit deutschem Hauptsitz in Karlsruhe ist global unter anderem im PLM-Bereich tätig. Die damals begonnene Kooperation zwischen Technia und AX besteht bis heute und wird laufend ausgebaut. „Das Technia-Team in Österreich und Deutschland hat uns bei der Implementierung unterstützt und hilft weiterhin beim Onboarding neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Daniel Schöpf.
3D-Experience-Plattform: Alle Bereiche unter einem Hut
Bei 3D-Experience handelt es sich um eine digitale Umgebung, die alle Unternehmensbereiche, Daten, Wissen und Geschäftsprozesse unter einen Hut bringt. Als Single Source of Truth sorgt die PLM-Plattform nach Anbieterangaben für zuverlässige Echtzeit-Informationen, nahtlose Kommunikation und Kollaboration, im Unternehmen und in der Lieferkette. An verschiedenen Standorten wird gleichzeitig am selben Produkt, Objekt oder Projekt gearbeitet. Das schafft konsistente Prozesse, digitale Kontinuität und einen sicheren Wissensaustausch auf globaler Ebene.
Die User haben Zugang zu diversen Funktionen, etwa für 3D-Konstruktion, Simulation, Datenmanagement oder Produktionsplanung. Navigiert wird über eine einzige Oberfläche. „Die intuitive Bedienbarkeit macht es Neulingen leicht – das hilft enorm beim Onboarding“, meint der AX-Geschäftsführer. „Für mich ist es wichtig, möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ein gutes System zu bringen. Andernfalls baut sich jeder eine eigene Insel-Lösung. Die Folge: Binnen kurzer Zeit blickt keiner mehr durch. Und das führt zu Fehlern und Unmut im Team.“ Sein Fazit: Eine gute Software muss auch positiv nach innen wirken.
Besonders hervorheben möchte Daniel Schöpf allerdings die Möglichkeit, schon in einem frühen Stadium realitätsnahe Modelle präsentieren zu können. „Die Software versetzt uns in die Lage, potenziellen Kunden noch vor Auftragserteilung die künftige Anlage zu zeigen.“ Früher sei das nur in Form von Skizzen oder Power-Point-Präsentationen möglich gewesen. „Heute können sie sich ein wirkliches Bild von der Anlage machen.“ Das beeindrucke viele Kunden – und sei nicht selten bereits das ausschlaggebende Element für die Auftragserteilung. Hinzu kommt: „Prozesse lassen sich virtuell simulieren. So können wir Ressourcen sparen und das Kapital an anderer Stelle einsetzen.“
Gefördertes Start-up-Programm
Los geht’s bei AX im Jahr 2022 mit sechs Usern des CAD-Systems. Inzwischen ist die Zahl zweistellig, und es werden fast monatlich mehr. Durch das speziell geförderte Start-up Programm von Dassault Systèmes liegen die Basisrollen unter 500 Euro pro Jahr und User. Nach drei Jahren klettert der Preis allerdings nach oben.
AX-Geschäftsführer Schöpf: „Eine gute Software muss auch positiv nach innen wirken.“
(Bild: Foto Gretter)
„Aber Unternehmen, denen bis dahin nicht der Durchbruch gelungen ist, sollten ohnehin über ein alternatives Geschäftsmodell nachdenken“, sagt Daniel Schöpf. „Wir bleiben der Plattform auf jeden Fall auch in den kommenden Jahren treu.“ Es sind vor allem Skalierbarkeit und Flexibilität, die das junge Unternehmen braucht. „Das sind die beiden wesentliche Faktoren für uns. Und beide bietet die Plattform.“
Anfangs nutzt AX schätzungsweise lediglich 20 Prozent der Möglichkeiten. Die Hinterlegung von Artikelnummern und Stücklisten sowie die Verknüpfung mit einem ERP-System, um nur einige Optionen zu nennen, hat laut Daniel Schöpf aber wesentlich zur Entscheidung für diese Software beigetragen. Mittels der Schnittstelle TIF (Technia Integration Framework) können sämtliche Teile-Daten ins ERP-System übertragen werden.
Ohne zu zögern mit der 3D-Experience-Plattform in die Cloud
Die 3D-Experience-Plattform kann auf Wunsch on premise genutzt werden. AX hat sich allerdings ohne Zögern für die Cloud-Lösung entschieden. „Nur so können wir neue Kolleginnen und Kollegen schnell an das System anbinden.“ Hinzu komme die Schnelligkeit bei Software-Updates und natürlich das schier unbeschränkte Reservoir an Speicherkapazität. „Unternehmen auf Wachstumskurs brauchen zwingend eine Cloud-Lösung“, meint der Firmengründer.
Der Autor Daniel Boss ist freier Journalist.
Stand: 16.12.2025
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