Digitalisierung muss nicht immer ein strategisches Großprojekt sein. Auch schlanke und gezielte Initiativen können in Industrieunternehmen zu gewinnbringenden Veränderungen führen. Etwa, wenn es um die Wartung und Instandhaltung von Industrietoren geht.
(Quelle: Efaflex)
Jedes zweite Industrieunternehmen in Deutschland realisiert heute Anwendungen, wie zum Beispiel auch die Wartung von Industrietoren, auf Basis von Industrial IoT. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Studie. Die sieht IoT bei den Digitalisierungsstrategien sogar noch vor Schlüsseltechnologien wie Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain. Als wichtigste Motivation für den Einsatz von IoT nennen Unternehmen die Optimierung von Prozessen und Effizienzsteigerung.
Wartung von Industrietoren: Das smarte Potenzial
Daten und smarte Technologien (KI, Machine Learning) spielen eine wichtige Rolle, um beispielsweise die Instandhaltung und Wartung von technischen Anlagen effizienter und sicherer zu machen. Zwei Drittel der Entscheider, die Industrial IoT bisher noch nicht einsetzen, wollen dies in naher Zukunft nachholen und planen, in IoT-Anwendungen zu investieren. Grund genug, für Unternehmen, sich gezielt auf die Suche nach Potenzialen für IoT in ihrer Produktion und Logistik zu machen, damit auch sie schnell von den neuen technischen Möglichkeiten profitieren können.
Historische und Echtzeitdaten intelligent kombinieren
Der Wettbewerbs- und Innovationsdruck auf Unternehmen nimmt infolge der Digitalisierung zu. Gleichzeitig bietet die digitale Transformation enorme Chancen, Prozesse in Produktion und Logistik zu optimieren. Dabei muss Digitalisierung nicht zwingend ein strategisches Großprojekt im Unternehmen sein. Bereits durch schlanke und gezielte Initiativen kann sie zu gewinnbringenden Veränderungen führen.
Digitale Technologien ermöglichen innovative Ansätze, Ressourcen einzusparen und die Qualität von Prozessen dauerhaft zu verbessern. Dazu zählt beispielsweise die smarte Instandhaltung von Anlagen, die historische und Echtzeitdaten intelligent kombiniert, um Instandhaltungsintervalle und -maßnahmen zu optimieren. IoT-basierte Technologien wie digitale Repräsentanzen von Objekten und Prozessen (Digital Twins) eröffnen zudem neue Möglichkeiten, Anlagen remote zu überwachen, um schneller und zuverlässiger als bisher auf Störungen reagieren zu können.
Industrietore über IoT vernetzen
Experten zählen die Instandhaltung und Wartung von Maschinen zu den IoT-Anwendungen, die in Industrieunternehmen schon heute am weitesten verbreitet sind. Technologische Entwicklungen wie 5G-Datennetze und die Analyse und Verarbeitung von Betriebsdaten direkt in den vernetzten Einheiten (Edge Computing) geben diesem Trend weiteren Auftrieb. Ausgestattet mit leistungsfähigen Prozessoren, Datenspeicher und KI-Software werden technische Anlagen intelligenter und übernehmen zunehmend Aufgaben, die bisher von zentralen Steuerungssystemen in der Cloud oder in lokalen Netzen ausgeführt wurden.
(Das Modul „EFA-SmartConnect“ ist eine IoT-Lösung für vernetzte Tore. Bild: Efaflex)
Auch für die Überwachung und Wartung von Industrietoren spielt IoT eine wichtige Rolle, wie etwa die smarte Vernetzung dieser Antriebssysteme zeigt. Um Stillstand im Falle eines Ausfalls der schnelllaufenden Antriebssysteme in den Toren zu minimieren und Abläufe so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, werden die Tore über IoT vernetzt und liefern permanent Funktionsdaten an ein Kontrollsystem. Als Schnittstelle zum Menschen dient eine Smartphone-App, die den Systemstatus übersichtlich und in Echtzeit darstellt.
Wartung von Industrietoren: Ältere Tore einfach nachrüsten
Mit der IoT-Lösung „EFA-SmartConnect“ lassen sich Industrietore von Efaflex einfacher überwachen, bedienen und vorausschauend warten. Der Zeitaufwand für die Funktionskontrolle, Serviceanforderung und auch für die Fehlersuche im Störungsfall reduziert sich deutlich. Außerdem können Nutzer den Austausch von Ersatzteilen präziser kalkulieren. Das hilft, kostenintensiven Stillstandzeiten vorzubeugen und finanzielle Aufwendungen für Kundendienstleistungen zu verringern. So können beispielsweise Leerfahrten durch Fehlalarm vermieden werden. „EFA-SmartConnect“ lässt sich per Smartphone-App intuitiv bedienen und ist ohne zusätzliche Software und Cloud-Dienste sofort einsatzbereit. Auch ältere Toranlagen lassen sich mit der Lösung nachrüsten.
Betreiber behält Datenhoheit
Innerhalb eines Netzwerks können mehrere mit „EFA-SmartConnect“ ausgestattete Tore miteinander verbunden werden und so untereinander sowie mit der App kommunizieren. Das System übermittelt permanent den jeweils aktuellen Zustandsbericht jedes einzelnen Tores an die App, von der aus Nutzer relevante Informationen zu Status, Störungen oder Wartungsangelegenheiten direkt an den Hersteller weiterleiten können. Der Betreiber der Toranlagen behält jederzeit die volle Hoheit über seine Daten und entscheidet selbst darüber, welche Informationen an wen zur Bearbeitung weitergeleitet werden.
Stand: 16.12.2025
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(Die App speichert alle relevanten Angaben im lokalen Netzwerk und der Kunde entscheidet, wann er welche Informationen an Efaflex schickt. Bild: Efaflex)
Die Lösung zeigt, dass sich smarte Instandhaltung und Wartung auf Basis von IoT sehr einfach und mit geringem Aufwand realisieren lassen. IoT bietet hier einen konkreten Ansatz, Prozesse zu optimieren und wertvolle Ressourcen einzusparen.
Digitales Mindset erforderlich
Digitale Technologien reichen für eine Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung in der Produktion und Logistik nicht aus. Vielmehr sind Unternehmen gefordert, ein fundiertes Verständnis für die neuen technischen Möglichkeiten durch IoT zu entwickeln, um sich auf dieser Basis sinnvolle und realistische Ziele zu setzen. Prozesse, die ineffizient und fehlerhaft sind, sind es in der Regel auch nach einer Digitalisierung und Automatisierung.
Zu einem digitalen Mindset gehört deshalb auch, Grenzen von Technologien zu erkennen, sowie Chancen und Risiken realistisch abzuwägen. Es empfiehlt sich, bei der Einführung von IoT jene Maßnahmen konsequent in den Blick zu nehmen, die schnell und mit geringem Aufwand eine höchstmögliche Wertschöpfung für das Unternehmen ermöglichen.
Schnell messbarer Erfolg bei der Wartung von Industrietoren
Bei der Vernetzung von Industrietoren mit „EFA-SmartConnect“ ist dies laut Anbieter relativ einfach, da sich der Nutzen von smarter Instandhaltung und Wartung selbst bei Systemen mit vielen Toren, etwa in Logistikzentren, mit geringem Aufwand schnell und messbar einstellt. Andere IoT-Lösungen können im Vergleich dazu sehr viel komplexer sein, etwa wenn IT-Landschaften angepasst werden müssen, um vorhandene und neue Systeme sinnvoll vernetzen zu können.
Hier ist nicht nur ein digitales Mindset, sondern auch eine zukunftssichere IT-Strategie gefragt, bei deren Planung und Umsetzung Fachabteilungen und Hersteller zusammenarbeiten müssen, um „Schnellschüsse“ zu vermeiden.
Der Autor Jan Hauffe ist Leiter Produkt- und Portfoliomanagement Vertrieb bei Efaflex.