Von einer Idee zu 30 Jahren Prozessleittechnik

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Zwei Siemens-Montageingenieure, Wolfgang Ebster und Manfred Czepl, lernten sich 1983 während einer Brauereiinbetriebnahme in Spanien kennen. Dort wurde die Idee geboren, eine gemeinsame Firma zu gründen. Am 1. Juni 1986, war es soweit: die Proleit Gesellschaft für technologieorientierte Prozessleit- und Steuerungssoftware mbH wurde in Erlangen von den beiden Ingenieuren gegründet.

Das ursprüngliche Zwei-Mann-Unternehmen beschäftigt heute knapp 400 Mitarbeiter weltweit, hat seinen Hauptsitz in Herzogenaurach und kann vier nationale sowie 10 internationale Niederlassungen vorweisen. Mehr als 1.600 Produktionsbetriebe in über 100 Ländern haben die von Proleit selbst entwickelten Softwarelösungen mittlerweile im Einsatz. Neben der Brauereibranche, in der Proleit inzwischen zu den Weltmarktführern zählt, hat sich der Anbieter für Prozessleitsysteme und MES-Lösungen auch in weiteren Branchen einen Namen gemacht. Hersteller aus den Bereichen Nahrungsmittel (z. B. Großbäckereien), Getränke (Wasser, Softdrinks und Fruchtsäfte), Pharmazie, Feinchemie (z. B. Kosmetik), Farben und Lacke setzen auf die Lösungen des Unternehmens.

Von den Anfängen

Die ersten Aufträge wie die Mitentwicklung an den SPS-basierenden Prozessleitsystemen Braumat und Nahmat – kamen von Siemens. Zwei Jahre später begann das ehemalige Start-up mit der Entwicklung eines eigenen Prozessleitsystems namens Proleit OS 155 (basierend auf Siemens-Steuerungsplattform S5-155U). Ein Jahr später, 1989, wurde dieses auf der Automatisierungsmesse Interkama in Düsseldorf zum ersten Mal vorgestellt.

Proleit konnte sich nun als Anbieter schlüsselfertiger Automatisierungsprojekte mit eigenem System aufstellen. Es wurden wichtige Kunden gewonnen, wie zum Beispiel das Unternehmen Henkel, welches bis heute zum treuen Kundenstamm gehört. Hinzu kamen viele Projekte aus der Brauereibranche, die über die Firmen Huppmann und Tuchenhagen vermittelt wurden.

Großauftrag von Alois Müller

Im Jahr 1992 erfolgte der Umzug von Erlangen nach Herzogenaurach. 1994 übernahm die Molkerei Alois Müller die insolvent gewordene Sachsenmilch und beauftragte Proleit mit der Gesamtautomatisierung des Neubaus in Leppersdorf bei Dresden. Dies war bis dahin das größte Projekt in der noch jungen Firmengeschichte von Proleit. Es hatte das Volumen eines Jahresumsatzes, etwa fünf Millionen DM.

Im August 1995 wurde das Projekt fristgerecht fertiggestellt. In der Folge wurde die Zusammenarbeit mit dem Kitzinger Sudhausbauer Huppmann intensiviert und 1997 das gemeinsame Joint Venture, brewmaxx, zur weltweiten Automatisierung von Brauereianlagen, gegründet. Damit begann eine 10-jährige Erfolgsgeschichte, mit damals weltweit über 300 automatisierten Brauereien. 14 Jahre nach Gründung, im Jahr 2000, wurde die GmbH zur AG umgewandelt.

Das größte Projekt

2004 wurde die neue Braustätte der Grolschen Bierbrauerei in Enschede, die Niederlande, als das bis dato größtes, zusammenhängendes Projekt in der Firmengeschichte des Hauses Proleit eröffnet. Die komplette nach ISA S88.01 vorgeschriebene Prozessautomatisierung wurde auf Basis der brewmaxx-Systemfamilie realisiert.

Im Jahr 2006 übernahm die Proleit AG von der Huppmann AG die 50-Prozent-Beteiligung, erwarb 100 Prozent der brewmaxx-Anteile und startete die globale Produktvermarktung.

Wachstum auf dem Schirm

Die Proleit AG geht von einem weiteren Personalwachstum am Standort Herzogenaurach aus, von derzeit knapp 300 auf 400 Mitarbeiter innerhalb der nächsten fünf Jahre. Entsprechend wurde Ende 2015 der Bau eines weiteren Bürogebäudes beschlossen. Das neue Gebäude wird eine Tiefgarage erhalten und stellt auf vier Etagen verteilt eine Bürofläche von insgesamt 4.400 qm zur Verfügung. Der Spatenstich wird Ende Juli, Anfang August dieses Jahres erfolgen. Die Bauzeit ist mit etwa 18 Monaten veranschlagt, die Investitionssumme beträgt ca. 10 Millionen Euro. Damit schafft ProLeiT die Rahmenbedingungen für ein kontinuierliches Wachstum und fühlt sich bestens gerüstet, um weiter den Weg zum weltweit führenden Anbieter im Bereich der technischen IT (Operational IT) für die Prozessindustrie zu beschreiten.

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