Vom „Internet of Things“ zu „Things of Interest“

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Vom „Internet of Things“ zu „Things of Interest“

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Das „Internet of Things“ hat längst unser tägliches Leben durchdrungen. Dinge wie Smartphones, RFID-Systeme, Smart Home und andere sind allgegenwärtig und Industrie 4.0 nicht nur Trend – in einigen Bereichen ist es Standard in der Industrie. IIoT-Konzepte scheitern jedoch meist bei einseitigen Sichtweisen. Mit der Herangehensweise nach dem Prinzip „Things of Interest“, lässt sich das verhindern. Von Klaus Peter Fischer.
Internet of Things Iot IIot

Quelle: 24Novembers/shutterstock

Mittlerweile ist das Geschäft mit dem Internet of Things (IoT) zu einem wichtigen Umsatztreiber geworden. Es ist das neue Eldorado, in dem Daten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse einen wahren Goldrausch auslösen. Doch auch das IoT braucht eine Grundlage. Daher lohnt es sich, den Fokus auf ein Kernthema zu richten: die sogenannten IoT-­Plattformen. Diese dienen dazu, die Zusammenarbeit zwischen physischen und virtuellen ­Assets – wie Sensoren und Datenbanken – über verschiedene Kommunikationstechniken zu ermöglichen, um aus den ­gewonnenen Daten einen Nutzen zu ziehen.

Immer mehr Internet of Things Plattformen auf dem Markt

Mittlerweile ist der Markt für IoT-Plattformen unüberschaubar geworden: Laut der Studie „IoT Platforms Competitive Landscape & Database 2020“ von IoT Analytics gibt es derzeit rund 620 Stück weltweit – Tendenz steigend. Das große ­Angebot sorgt bei einigen für Verwirrung und bringt ein gehöriges Maß an Skepsis ­gegenüber Invest und Nutzen. Eine gesunde Portion Skepsis ist in Ordnung. Wird sie aber bei der Einführung von neuen Technologien zu groß, führt das schlimmstenfalls zu Wettbewerbsnachteilen im Markt. Eindringliche Beispiele etwa von einst namhaften Unternehmen im Mobilfunkbereich dokumentieren dies nur allzu deutlich. Auch der aktuell herrschende Paradigmenwechsel in der Automobilindustrie zeigt das.

Doch die Frage nach dem messbaren Nutzen bei der Einführung von IoT im ­industriellen Umfeld ist durchaus ­berechtigt. So stellen oft sehr komplizierte ­Lösungen schnelle Ergebnisse bei der ­Umsetzung in Frage. Zudem bedingen ­immer kürzere Innovationszyklen Notwendigkeiten wie unter anderem:

  • Lösungen, die sich agil anpassen
  • Know-how des Betreibers erfassen und stückweise weiterentwickeln
  • Zügige Einarbeitung sowie schnelle ­Ergebnisse bei der Implementierung
  • Mehrwert in der Nutzung durch gewonnene Erkenntnisse
  • Reduktion der oft hohen Kosten bei der Einführung.

Nimmt man die Fakten und Notwendigkeiten zur Kenntnis und vergleicht diese, ­ergibt sich der Schluss, dass eine IoT-­Lösung nur so stark sein kann wie der Partner dahinter.

Internet of Things vs. IIoT

Zwar lässt sich der Begriff Internet of Things im Allgemeinen auf alle Bereiche anwenden, doch ist für das industrielle Umfeld eher die ­Bezeichnung IIoT naheliegend: Industrial Internet of Things. Die wesentlichen Unterschiede zum IoT liegen unter anderem in der Menge und Komplexität der Daten. Der Grundgedanke hinter dem Industrial IoT ist der freie und transparente Austausch von Daten zwischen OT (Operational Technology) und IT (Information Technology). Der Brücke zwischen diesen beiden Welten und dem Verständnis für jeden einzelnen Teil kommt hier besondere Bedeutung bei: Wie im realen Leben verbinden Brücken das, was zuvor getrennt war – so auch beim IIoT. Aus dem reinen Anspruch der Verbindung erwächst auch der Wunsch eines ­höheren Nutzens oder Mehrwertes.

Allerdings gibt es nicht den einen Nutzen. Denn aufgrund der verteilten Rollen in einem Unternehmen wie zum Beispiel ­Management, Betrieb oder Instandhaltung bestehen auch verschiedene Sichtweisen und Notwendigkeiten – also Things of Interest. Diese ändern sich oft, weil etwa Prioritäten neu gesetzt werden. Internet of Things-Projekte sollten daher agil gedacht und realisiert werden und das, was zu Beginn des Projektes festgelegt wurde, sollte flexibel anpassbar sein. War früher die Rede von Lasten-/Pflichtenheft, so haben längst Methoden wie agiles Engineering, Scrum und weitere Einzug ­gehalten. Letztendlich ist eine ­erfolgreiche Implementierung ohne profunde Kenntnisse in den genannten Bereichen eher fraglich. Folglich braucht es ­neben einem starken Tool auch einen starken Partner, um Gewinn aus einem IoT-Projekt zu erzielen.

Internet of ThingsQuelle: Actemium
Grafische Darstellung einer Anlage mit Direktzugriff auf Daten einzelner Anlagenteile.

Tool und Expertise aus einer Hand

Wie die Implementierung gelingen kann, zeigt die Unternehmensgruppe Actemium. Der Spezialist für industrielle Prozesslösungen, der zum internationalen Infrastruktur-Dienstleister Vinci Energies gehört, kann auf jahrzehntelange Kompetenzen in allen Bereichen von IT und OT zurückgreifen und ließ diese in das selbst entwickelte Tool ViewStarX einfließen. Neben modernsten Technologien greift die Lösung auch auf künstliche Intelligenz (KI) zurück, kann dank modularem Aufbau auf vielfältige Aufgabenstellungen zugeschnitten werden und bietet damit unterschiedlichste ­Einsatzmöglichkeiten. So ermöglicht ein hochflexibles und performantes IoT-Frame in ­kürzester Zeit vormals isolierte Anlagen- und Unternehmensbereiche zu verbinden – entweder in Form einer Integration (plattformunabhängig) oder als Ersatz ­bestehender Systeme, sowohl vor Ort als auch aus der Cloud. ­Dabei lassen sich auch neuartige Schnittstellen über das eingebaute ­Konnektoren-Tool schnell ­realisieren.

Datenanalyse für ein lückenloses IIoT

Um eine ganzheitliche Sichtweise zu ­ermöglichen, konsolidiert ViewStarX nicht nur die Informationen aus unterschiedlichsten Geräten, Anwendungen und ­Unternehmensbereichen wie ­Prozess, ­Betrieb oder Instandhaltung. Dank Datenanalyse bis hin zur Öffnung für KI können sie auch miteinander kombiniert werden, wodurch abgeleitete ­Szenarien in Form von automatisierten ­Aktionen ­möglich sind.

Die gewonnen Daten dienen unter anderem dazu, den verschiedenen Nutzerrollen von Manager über Betriebsleiter und Operatoren bis hin zur Instandhaltung ein ­angepasstes Abstraktions- und Interaktionsniveau zur Verfügung zu stellen. Die aus der hohen Konnektivität erhobenen Daten sind die Basis für eine korrektere Analyse von Zusammenhängen und ­erzeugen dadurch für die jeweiligen Nutzer einen Mehrwert. Bedarfsweise können die Daten mit dem sogenannten ViewStarX Artificial Intelligence Analyzer (VAIA) analysiert werden, um etwa ­Zusammenhänge zwischen Ereignissen herauszufinden. Im Anschluss können Abläufe optimiert und in der Folge Kosten und Ressourcen eingespart werden – und das ohne separaten Datenanalysten. Stattdessen können über einen eingebauten Wizzard schnell übersichtliche Dashboards zur Analyse erstellt werden. Durch die intuitive Bedienung reduziert die ­Lösung von Actemium weiterhin entscheidend die Einarbeitung bei gleichzeitiger Erhöhung der Betriebssicherheit.

Internet of ThingsQuelle: Actemium
Automatische Erkennung von Personen und Schutzausrüstung über ViewStarX Detect.

Der hohe visuelle Grad zeigt sich auch über die integrierte Funktion ViewStarX Detect zur optischen Überwachung und Auswertung. Handelsübliche ­IP-Kameras ergänzt durch KI bieten eine Vielzahl an Einsatzbereichen, unter ­anderem ­Qualitätsprüfung, Erkennung von persönlicher Schutzausrüstung, ­Gesichtern, ­potenziellen Hindernissen oder Fahrzeugtypen, Texterkennung (OCR) oder ­Lesen von QR-Codes und vieles mehr. Die ­integrierte SCADA-Funktionalität erlaubt ­zudem über Drill-Down-Mechanismen eine ­gestufte Bedienung- und Beobachtung.

Plattform für IT und OT

Das Eine kann nicht ohne das Andere. Komplizierte, nicht wirtschaftliche Lösungen und einseitige Sichtweisen, wie etwa nur von der IT- oder der OT-Seite heranzugehen, gepaart mit unzureichenden Expertisen, führen zwangsläufig zum Scheitern bei der Realisierung von IIoT-Konzepten. Kommt dann noch eine Lösung zum Einsatz, die weder agil noch effizient Ergebnisse liefert, wird aus dem anfänglichen Invest schnell ein Fass ohne Boden. Mit der richtigen Herangehensweise lässt sich das allerdings verhindern. „Bei der Entwicklung der Lösung haben wir auf unsere umfassenden Erfahrungswerte aus der Praxis gesetzt und dafür eine Plattform geschaffen, die beide Ebenen – also IT und OT – gleichermaßen berücksichtigt. Zudem setzen wir nach der Implementierung und persönlichen Einführung auf durchgehenden Support beim Kunden“, sagt Jonas Poddany, Projekt­ingenieur bei Actemium Cegelec.

Klaus Peter Fischer ist BU-Leiter bei ­Actemium OGE Solutions in Frankfurt: psd.info@actemium.de.

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