Vision 2018: Neue Objektiventwicklungen im Fokus

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Eigentlich sollte man meinen, die Objektive in der Bildverarbeitung seien als einer der mechanischen Komponenten weitgehend ausgereizt. Aber weit gefehlt, wie die Neuerungen der Hersteller auf der kommenden Bildverarbeitungsmesse Vision zeigen: Unter anderem geht es um erweiterte Wellenlängen und die Integration von Flüssiglinsen.

vi_18_pm10_sill_optics_s5vpl6060

Eigentlich sollte man meinen, die Objektive in der Bildverarbeitung seien als einer der mechanischen Komponenten weitgehend ausgereizt. Aber weit gefehlt, wie die Neuerungen der Hersteller auf der kommenden Bildverarbeitungsmesse Vision zeigen: Unter anderem geht es um erweiterte Wellenlängen und die Integration von Flüssiglinsen.

Florian Niethammer, Projektleiter Vision bei der Messe Stuttgart, blickt mit Spannung auf die Neuvorstellungen im Bereich Objektive: „Dieser Bereich der Bildverarbeitung wird zu Unrecht etwas stiefmütterlich behandelt. Auf der Vision als Leitmesse der Bildverarbeitung zählen Objektive deshalb bewusst zu den Kernthemen. Wir freuen uns auf die Messeauftritte der international führenden Objektivhersteller, die uns zeigen werden, mit welchen Technologien sie den steigenden Anforderungen an optische und mechanische Eigenschaften begegnen wollen.“

„Der Trend zu größeren Sensoren, kleineren Pixelgrößen und höheren Auflösungen bei Industriekameras ist eindeutig und hat direkte Auswirkungen auf die Objektive, die hier zum Einsatz kommen“, beschreibt Nina Kürten, Assistant Manager CCTV und Machine Vision bei Fujifilm Optical Devices Europe, eine aktuelle Entwicklung. „Außerdem wird die Resistenz gegen Stöße und Vibrationen für Objektive wichtiger, da immer mehr Anwendungen mobil sind“, so Kürten weiter.

Als eines von vielen Beispielen solcher Einsatzfelder nennt sie robotergesteuerte 3D Kameras bzw. Scanner, die unter anderem zur Vermessung von Karosserieteilen in der Automobilindustrie dienen. Dr. Boris Lange, Manager Imaging Europe bei Edmund Optics, bestätigt diese Entwicklung: „Wir erleben ein sehr großes Interesse an unserer Objektivserie für raue Umgebungsbedingungen, sei es für den Einsatz in der Robotik, beim autonomen Fahren oder in der 3D-Messtechnik.“

Um die Robustheit der Objektive zu maximieren, haben viele Hersteller die Designs ihrer Produkte überarbeitet. So reagiert Fujifilm auf die gestiegenen Anforderungen mit einer eigenen „Anti Shock & Vibration“-Technologie, bei der die Linsenelemente im Innern des Objektivs mit einer elastischen Fixierung befestigt werden.

„Diese Fixierung hält – anders als der in den meisten Fällen eingesetzte Kleber – die Linsenelemente auch bei Temperaturschwankungen und hoher Luftfeuchtigkeit stabil“, erläutert Nina Kürten die Vorzüge. „Die Objektive liefern somit auch bei Anwendungen mit Vibrationen oder Stößen eine gute Bildqualität und minimieren die Verschiebung der optischen Achse.“

Immer speziellere Objektiventwicklungen

Direkte Auswirkungen auf die Entwicklung von Objektiven haben laut Andreas Platz aus dem Produktmanagement Bildverarbeitung von Sill Optics auch erweiterte Wellenlängenbereiche, größere Sensoren und höhere Auflösungen. Platz hat zudem eine weitere technische Strömung ausgemacht: „Der Markt zielt auf immer speziellere Objektiventwicklungen. Individuelle optische und mechanische Designs für kundenspezifische Applikationen sind in Europa auf dem Vormarsch. Sie ermöglichen es auch mittelständigen Unternehmen, gegenüber asiatischen Mitbewerbern zu bestehen.“

Zu den wesentlichen Leistungen, die ein Objektivhersteller seinen Kunden heute bieten muss, zählen nach Meinung von Andreas Platz eine individuelle Beratung, flexible Anwendungsbereiche und kundenspezifische Lösungen – auch für kleine Serien. Während der Vision 2018 wird Sill Optics neben telezentrischen Objektiven mit koaxialer Lichteinkopplung und Flüssiglinse auch telezentrische Objektive für den SWIR-Bereich präsentieren, die neue Möglichkeiten bei der industriellen Bildverarbeitung mit InGaAs-Sensoren eröffnen.

Schnelle Fokussierung mit Flüssiglinsen

Die Geschwindigkeiten in der automatisierten Qualitätskontrolle nehmen ständig zu. Zugleich variieren immer öfter die Losgrößen der zu prüfenden Produkte, was für die eingesetzten Bildverarbeitungssysteme zu häufig wechselnden Arbeitsabständen führt. Auch diese Tendenz hat laut Dr. Boris Lange Einfluss auf die Entwicklung von Objektiven: „Die Integration von Flüssiglinsen in Objektive ermöglicht eine schnelle Fokussierung auf wechselnde Arbeitsabstände. Diese spannende Technologie kann Aufgabenstellungen lösen, die bislang für die Bildverarbeitung nicht oder nur mit extrem hohem Aufwand zu lösen waren.“ Wie diese Technologie funktioniert und welche Vorteile sie Anwendern bieten kann, erfahren Besucher der Vision 2018 unter anderem bei Edmund Optics, Optotune und Sill Optics.

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

Ihre Meinung zum Artikel

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Thomson Industries, Inc., Hersteller mechanischer Antriebslösungen, bietet die Präzisionszylinder seiner PC-Serie nun auch optional mit vormontierten und getesteten Servomotoren an. Die Kombination von Linearaktuator mit Servomotor vereinfacht nicht nur den Bestellprozess vereinfachen, auch eine zusätzliche Prüfung nach der Installation wird häufig überflüssig und die Anschaffungs- sowie Betriebskosten eines Antriebssystems fallen geringer aus.

Werbung

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Kindgerechte Orthesen dank 3D-Druck & Simulation

ANDIAMO GARANTIERT PERFEKTEN SITZ MIT ALTAIR HYPERWORKS

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.