Häufig in Eigenregie VDMA-Studie: Softwareentwicklung in der Industrie 

Quelle: VDMA 2 min Lesedauer

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Software wird im Maschinenbau nicht mehr nur als „Hilfsmittel“, sondern als entscheidender Wettbewerbsvorteil angesehen. Viele Unternehmen entwickeln ihre Lösungen selbst, wie eine aktuelle VDMA-Studie ergab.

Größere Unternehmen entwickeln ihre Software eher selbst als klein- und mittelständische Unternehmen (KMU).(Bild: Summit Art Creations/Shutterstock)
Größere Unternehmen entwickeln ihre Software eher selbst als klein- und mittelständische Unternehmen (KMU).
(Bild: Summit Art Creations/Shutterstock)

Den größten positiven Einfluss auf die Geschäftsmodelle werden dabei künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge (IoT), Big Data und Cloud Computing zugeschrieben. Das ist die Kernaussage der neuen Studie „Softwareentwicklung in der Industrie“, die der VDMA Software und Digitalisierung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken (ILIN) der Hochschule Karlsruhe erstellt hat. Sie basiert auf einer Befragung im Maschinenbau und bei industrienahen Dienstleistern und IT-Unternehmen.

Viele Unternehmen entwickeln ihre Software selbst

„Rund 60 Prozent der befragten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen führen im Durchschnitt heute in mindestens 60 Prozent der Fälle die Softwareentwicklung in Eigenregie durch. Allerdings zeichnen sich Unterschiede entsprechend der Größe der Unternehmen und des Stellenwertes der Softwareprodukte in Bezug zur Kernkompetenz des Unternehmens ab“, sagt Florian Klein, Referent für Software Engineering des VDMA Software und Digitalisierung. Größere Unternehmen entwickeln heute eher selbst als klein- und mittelständische Unternehmen (KMU). Aufgrund des zukünftigen Bedeutungszuwachses der Softwareentwicklung sehen daher vor allem KMU auch einen Zuwachs bei der Vergabe von Entwicklungsdienstleistungen.

Agile Entwicklungsmethoden werden immer wichtiger

Mit der steigenden Relevanz der Entwicklung von Softwarelösungen für die Unterstützung interner Prozesse und für die Produkte und kundenindividuellen Lösungen werden auch agile Entwicklungsmethoden immer wichtiger. Nur so kann die Branche flexibel auf die Bedürfnisse eines volatilen Marktes eingehen. „Um diesem dynamischen Umfeld gerecht zu werden, bedarf es einer sinnvollen Verzahnung der im Maschinen- und Anlagenbau dominierenden klassischen Methoden und der in der Softwareentwicklung etablierten agilen Vorgehensweisen“, fasst Patrick Fomferra, Mitautor der Studie und akademischer Mitarbeiter am Institut für Lernen und Innovation in Netzwerken an der Hochschule Karlsruhe zusammen. Nach Ansicht der Maschinenbauunternehmen wird besonders die Bedeutung von SCRUM, einer der agilen Methoden, in den nächsten fünf Jahren stark zunehmen und zukünftig sehr relevant sein. Allerdings beurteilen die ebenfalls befragten industrienahen Dienstleistungs- und IT-Unternehmen den Maschinenbau in der aktuellen Umsetzung der agilen Methoden etwas kritischer. Nach ihrer Ansicht agiert die Branche derzeit in der Gesamtbetrachtung eher noch klassisch. Daher ist auch die zukünftige Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern ein wichtiger Baustein beim Auf- und Ausbau von Kompetenzen in der Softwareentwicklung.

Unterstützung im Software-Engineering

Der VDMA Software und Digitalisierung bietet für alle Mitgliedsunternehmen weitreichende Unterstützung im Software-Engineering. Der Expertenkreis „Agile Software- und Produktentwicklung“ setzt sich unter anderem mit Fragestellungen, Herausforderungen und Trends im Kontext der agilen Entwicklung auseinander und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen Maschinenbau und IT-Unternehmen. Darüber hinaus ermöglichen weitere Veranstaltungen und Publikationen des VDMA einen vertiefenden Einblick in die Möglichkeiten der neuen Technologien für die Branche.

Die gesamte Studie mit detaillierten Ergebnissen finden Sie hier.

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