VDI fokussiert verstärkt auf Schraubtechnik

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In der industriellen Montage wird häufig nicht nur ein Schraubwerkzeug, sondern das ganze Schraubsystem auf den jeweiligen Anwendungsfall, den Schraubprozess und die geforderte Prozesssicherheit abgestimmt. Schraubwerkzeuge, Drehmoment- und Drehwinkelmessgeräte, die Zuführtechnik bis hin zur vollständigen Ausstattung des Handarbeitsplatzes oder der vollautomatischen Montageanlage – alles muss aufeinander abgestimmt sein. Der VDI engagiert sich nun verstärkt auf diesem Gebiet.

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In der industriellen Montage wird häufig nicht nur ein Schraubwerkzeug, sondern das ganze Schraubsystem auf den jeweiligen Anwendungsfall, den Schraubprozess und die geforderte Prozesssicherheit abgestimmt. Schraubwerkzeuge, Drehmoment- und Drehwinkelmessgeräte, die Zuführtechnik bis hin zur vollständigen Ausstattung des Handarbeitsplatzes oder der vollautomatischen Montageanlage – alles muss aufeinander abgestimmt sein. Der VDI engagiert sich nun verstärkt auf diesem Gebiet.

Ein wichtiger Faktor, der dabei nicht vernachlässigt werden darf, ist der Mensch. Der VDI, allen voran der Fachausschuss Mess- und Prüfverfahren für die Schraubtechnik der Gesellschaft für Mess- und Automatisierungstechnik, setzt sich daher verstärkt für die systematische und bedarfsgerechte Qualifikation von Personal im schraubtechnischen Bereich ein.

Richtlinien erarbeitet

Der VDI hat viele Richtlinien erarbeitet, die sowohl die Beschaffenheit von Schraubwerkzeugen, Mess- und Prüfgeräten sowie deren sachgerechte Anwendung beschreiben und Verfahren bzw. Methoden definieren. Eine immer wiederkehrende Forderung in den VDI-Richtlinien – wie auch in der DIN EN ISO 9001 – ist die nach qualifiziertem Personal. Für die erforderliche Qualifikation von Menschen im Umfeld der Schraubtechnik hat der VDI 2017 bereits die Richtlinie VDI/VDE 2637 Blatt 1 veröffentlicht, die Mindestanforderungen an Personen auflistet. Somit existiert nun ein allgemeiner Leitfaden für die Ausbildung von qualifiziertem Personal. In einem zweiten Schritt erarbeitet der VDI nun die Richtlinie VDI/VDE 2637 Blatt 2, die es ermöglichen soll, Schulungsanbieter bzw. -dienstleister, die nach VDI/VDE 2637 Blatt 1 Schulungen anbieten wollen, qualitativ zu beurteilen.

Es gibt weder das Berufsbild Schraubtechnik noch ein entsprechendes technisch- wissenschaftliches Studium. Personen, die im Bereich der Schraubtechnik tätig sind, haben zum Großteil Ausbildungen in anderen Berufen gemacht und sich durch jahrelange Erfahrungen qualifiziert. Diese Erfahrungen sind geprägt durch die spezifische Thematik aus dem jeweiligen Berufsumfeld. Es liegt kein abgesichertes, allgemein zugängliches Wissen vor, welches zentral alle 52 Qualifikationsbausteine der Richtlinie VDI/VDE 2637 Blatt 1 abdeckt.

Fachausschuss für Schraubtechnik ist die Vision

Aus diesem Grund lautet die Vision des Fachausschusses im VDI eine Kompetenzstelle für Schraubtechnik ins Leben zu rufen. Diese Kompetenzstelle soll das Wissen zum Thema Schraubtechnik bündeln, Schulungsinhalte verifizieren, die Fachleute der Schraubtechnik zusammenbringen, die kontinuierliche Weiterentwicklung begleiten und Ansprechstelle für den Stand der Technik sein. Zur Sicherstellung eines hohen Qualifikationsniveaus sollen Trainer für Schraubtechnik vorzugsweise von dieser Stelle zertifiziert werden. Durch den Austausch von Wissen aus den verschiedenen Anwendungsbereichen können Aufgabenstellungen effizienter gelöst und Probleme vermieden werden. Durch die übergreifende Festlegung von Standards und Regeln soll so eine größere Rechtssicherheit hergestellt werden.

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