VDE-Institut und Zoll starten Initiative gegen Produkt- und Markenpiraterie

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VDE-Institut und Zoll starten Initiative gegen Produkt- und Markenpiraterie

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Produkt- und Markenpiraterie gefährdet nicht nur die Volkswirtschaft. Noch gefährlicher wird es für den Verbraucher, wenn er ein gefälschtes unsicheres Produkt erwirbt. Zum Schutz der Verbraucher arbeitet das VDE-Institut jetzt intensiv mit den europäischen Zollbehörden zusammen. Auf der CeBIT können sich Hersteller über die Dienstleistungen des VDE-Instituts am VDE-Stand D 80 in Halle 12 informieren.

Um Plagiate schneller aufzuspüren, kontrollieren die Zollbehörden ab sofort bei der Wareneinfuhr in die Europäische Union die Vorlage eines gültigen Zertifikats für jedes VDE-Prüfzeichen an einem Produkt. Binnen Minuten werden die Zertifikate online verifiziert. Auch neue Regelwerke für eine strengere Überwachung hat das Offenbacher Prüfinstitut eingeführt. Gezielt schulen VDE-Ingenieure Zollbeamte sowie Mitarbeiter der Marktaufsichtsbehörde.

"Produktpiraten werden immer professioneller. Manche Produkte sind so gut gefälscht, dass nicht sofort ersichtlich ist, ob es sich um ein Plagiat handelt. Der Zoll überprüft zunächst nur die Verletzung des Markenrechts. Wenn das Produkt ein VDE-Zeichen trägt, überprüft der Zoll jetzt, ob es das zu Recht oder Unrecht trägt", erklärt Dr.-Ing. Klaus Kreß, Leiter der Zertifizierungsstelle beim VDE-Institut.

Das VDE-Institut ist das erste Prüfhaus, das sein EU-weit markenrechtlich geschütztes Prüfzeichen von den europäischen Zollbehörden überwachen lässt. Hersteller, die ihre Produkte vom VDE-Institut auf ihre Sicherheit prüfen lassen werden damit doppelt vor Produktfälschungen geschützt. Der Verbraucher profitiert in jedem Fall: Nur Produkte, die die strengen Sicherheitsprüfungen bestehen, dürfen das VDE-Dreieck tragen.

90 Prozent Aufklärungsquote

Das VDE-Institut hat bereits vor Jahren eine eigene Abteilung aufgebaut, die sich auf die Verfolgung von Missbrauchsfällen des VDE-Zeichens konzentriert. "Unsere Aufklärungsquote beträgt über 90 Prozent", freut sich Kreß. China führt die Liste der Missbrauchsfälle an, die das VDE-Institut aufdeckt. Eine leichte Zunahme ist bei Produkten aus Italien zu verzeichnen. Was die Produkte angeht, nimmt die Zahl der Missbrauchsfälle bei Haushaltsgeräten ab, während sie bei Installationsmaterialien zunimmt. Auf der CeBIT können sich Hersteller über die Dienstleistungen des VDE-Instituts am VDE-Stand D 80 in Halle 12 informieren.

Über das VDE-Institut

Seit 1920 steht das VDE-Zeichen für Sicherheit und Qualität in der Elektro- und Informationstechnik. Mehr als 100.000 Geräte pro Jahr unterziehen die unabhängigen Prüfingenieure des VDE einem Härtetest bevor sie das VDE-Prüfzeichen erhalten. Rund um den Globus überwachen die VDE-Prüfingenieure mehr als 7.000 Fertigungsstätten.

Kooperationsvereinbarungen mit mehr als 50 Ländern sorgen dafür, dass die vom VDE-Institut durchgeführten Prüfungen international anerkannt sind. Weltweit tragen 200.000 Produkttypen mit einer Million Modellvarianten das VDE-Zeichen. Das VDE-Institut, das gemeinnützig ist, beschäftigt weltweit rund 600 Prüfingenieure.

Mehr unter: www.vde.com/de.

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