Umfrage: Noch weit bis zur Smart Factory

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Umfrage: Noch weit bis zur Smart Factory

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing
Share on whatsapp
Share on email
Share on print

Inwiefern ist die Digitalisierung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau angekommen? Inform, Anbieter entscheidungsintelligenter Softwaresysteme, und das FIR (Forschungsinstitut für Rationalisierung) e.V. an der RWTH Aachen, haben hierzu Ende 2017 Experten und Entscheider aus 47 verschiedenen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus befragt. Sie sollten sich zum Entwicklungsstand und zur Bedeutung der Digitalisierung in und für ihre Branchen äußern. 

inform_shutterstock_397306489_fertigungsleiter_mit_ipad_kl

Inwiefern ist die Digitalisierung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau angekommen? Inform, Anbieter entscheidungsintelligenter Softwaresysteme, und das FIR (Forschungsinstitut für Rationalisierung) e.V. an der RWTH Aachen, haben hierzu Ende 2017 Experten und Entscheider aus 47 verschiedenen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus befragt. Sie sollten sich zum Entwicklungsstand und zur Bedeutung der Digitalisierung in und für ihre Branchen äußern. 

Inform schreibt mit der aktuellen Umfrage eine erste Erhebung aus dem Jahr 2015 fort, deren Ergebnisse als Vergleichswerte für den aktuellen Status quo der Maschinen- und Anlagenbauer in puncto „Industrie 4.0“ dienen.

Digitalisierung: Hohe Bedeutung, aber die Strategie fehlt noch

Die aktuellen Umfrage-Ergebnisse beschreiben einen klaren Aufwärtstrend in der (strategischen) Bedeutung von Digitalisierung und Industrie 4.0 im Maschinen- und Anlagenbau. Nicht nur ist die Aufmerksamkeit für das Thema seit 2015 gestiegen, auch die Maßnahmen für die Industrie 4.0-Umsetzung wurden erhöht. Besonders haben die befragten Unternehmen bereits ihre Prozesse hinsichtlich „Beschaffung“ (18 Prozent), „Fertigung“ (16 Prozent) und „Innerbetriebliche Logistik“ (15 Prozent) seither digitalisiert. Mittlerweile 80 Prozent haben zudem organisatorische Maßnahmen für die Umsetzung von Industrie 4.0 in ihren Unternehmen veranlasst. Trotz der Aktualität des Themas und hohem Wettbewerbsdruck bleiben viele Unternehmen dennoch zögerlich, was die Umsetzung umfassender Digitalisierungs-Strategien betrifft. So ist bei 55 Prozent der Befragten eine entsprechende Strategie nicht vorhanden. Lediglich 6 Prozent geben an, bereits die Transformation zur Smart Factory vollzogen zu haben. Die deutliche Mehrheit hingegen (70 Prozent) sieht sich bezüglich Industrie 4.0 immer noch am Anfang.

„Die Einführung digitaler Prozesse wird künftig mehr denn je wettbewerbsentscheidend für Unternehmen sein“, sagt Andreas Gladis, Leiter Geschäftsbereich Produktion und Mitglied der Geschäftsleitung bei der Inform GmbH. „Das muss nicht gleich eine Rundum-Erneuerung bedeuten — für den Anfang reichen kleine erste Schritte oder Projekte. Ein fixer Digitalisierungsplan über mehrere Jahre ist nicht sinnvoll, denn die Anforderungen des Marktes und die technischen Möglichkeiten ändern sich hierfür zu schnell. Es gilt vielmehr, agil zu bleiben. Diesen Ansatz vertreten wir auch mit unserer Software, die einer dieser ersten Schritte hin zur Industrie 4.0 sein kann.“ 

Hürden für die Digitalisierung

Die Mehrheit der befragten Unternehmen (39 Prozent) sieht vor allem ihre Organisationsstruktur als großes Hindernis für die Umsetzung großer Digitalisierungsprojekte. Als weitere wesentliche Hürden wurden die Unternehmenskultur (23 Prozent) und Ressourcen (20 Prozent) genannt.

„Die digitale Vernetzung eines Unternehmens hat tiefgreifende Auswirkungen auf die ganze Organisation. Deswegen funktioniert Digitalisierung auch nur dann, wenn sie unternehmensübergreifend integriert stattfindet und der gesamte Prozess vom Top-Management getragen wird“, sagt Professor Dr. Volker Stich, Geschäftsführer FIR e. V. an der RWTH Aachen. „Zudem muss die Geschäftsleitung im Hinblick auf die Mitarbeiterführung umdenken: Vom „Top Down“-Modell hin zu einem kollaborativeren Ansatz und der Lenkung kleiner, flexibler Einheiten auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern.“

Startschuss für die Smart Factory

Bereits knapp 80 Prozent der befragten Unternehmen haben erste konkrete Maßnahmen auf dem Weg zur Smart Factory ergriffen: Fast die Hälfte der Umfrageteilnehmer hat dazu schon ein dediziertes Projektteam gegründet, 20 Prozent haben Themenverantwortliche definiert, neun Prozent eine Stabstelle geschaffen und acht Prozent einen Chief Digital Officer ernannt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass der Maschinen- und Anlagenbau vermehrt Maßnahmen ergreifen wird, um die Digitalisierung seiner Unternehmen voranzutreiben.

Messehinweis: Inform auf der Logimat 2018 von 13. bis 15. März in Stuttgart. Halle 08/ Stand D61.

Inform präsentiert auf der Logimat 2018 Felios, ein APS (Advanced Planning and Scheduling)-System speziell für Hersteller aus dem Anlagen- und Maschinenbau. Dipl.-Math. Markus Günther, Produktmanager Felios, begrüßt alle Interessierten herzlich zu seinem Logimat-Vortrag „Synchronisierte Kapazitätsplanung in der Produktion – Mensch, Maschine und Material im Einklang“, am Dienstag, den 13.03.2018 von 10:45-11:15 Uhr, Forum D, Halle 8. Im Anschluss steht Herr Markus Günther für Fragen zur Verfügung.

Bild: Fertigungsleiter mit iPad. Quelle: Shutterstock

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on linkedin
LinkedIn
Share on xing
XING
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
E-Mail
Share on print
Drucken

One Response

  1. Bimos sagt:

    Es steht zu befürchten, dass
    Es steht zu befürchten, dass der Anteil derer, die noch keine Schritte in Richtung Smart Factory gemacht haben, unter denjenigen, die nicht an der Umfrage teilgenommen haben, noch etwas höher ausfällt: In manchen Bereichen und vor allem in kleineren Unternehmen ist die Bereitschaft, sich mit dem Thema so weit auseinanderzusetzen, dass eine Teilnahme an der Befragung Sinn ergeben würde, verschwindend gering. Das kann mit dem trügerischen Gefühl zusammenhängen, dass „doch alles gut läuft“. Die entsprechenden Unternehmer, die vielleicht die Kosten und Mühen für die notwendigen Maßnahmen scheuen, werden zukünftig immer weniger konkurrenzfähig werden. Es ist höchste Zeit für ein Umdenken!

Comments are closed.

Andere Leser haben sich auch für die folgenden Artikel interessiert

Mit dem Sick Appspace hat das Unternehmen Anfang November auf der Bildverarbeitungsmesse Vision eine offene Plattform für programmierbare Sensoren von Sick vorgestellt. Das Eco-System soll Systemintegratoren und Erstausrüstern (OEM) Freiheit und Flexibilität bieten, ihre Applikationssoftware direkt auf den programmierbaren Sick-Sensoren passend für die spezifischen Aufgabenstellungen zu entwickeln.

In der Produktionstechnik gilt die additive Fertigung metallischer Strukturen als flexible und innovative Methode, die den Weg zu neuen Designansätzen öffnet. Allerdings lässt sich das Verfahren für zyklisch belastete Bauteile und Verbindungen wegen fehlender Auslegungsstandards bisher kaum einsetzen. 

Premium Jobs

Redaktionsbrief

Tragen Sie sich zu unserem Redaktions-Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Wir wollen immer besser werden!

Deshalb fragen wir SIE, was Sie wollen!

Nehmen Sie an unserer Umfrage teil, und helfen Sie uns noch besser zu werden!

zur Umfrage

Aktuelle Ausgabe

Topthema: Hochgenaue Fixierung der Winkellage von Rotationsachsen

DKHS1000-Serie: Klemmelemente-Weltneuheit DER Zimmer GROUP

Mehr erfahren

Entdecken Sie weitere Magazine

Schön, dass Sie sich auch für weitere Fachmagazine unseres Verlages interessieren.

Unsere Fachtitel beleuchten viele Aspekte der Digitalen Transformation entlang der Wertschöpfungskette und sprechen damit unterschiedliche Leserzielgruppen an.